Vorfreudenschreie.

Blumen

Ursprünglich, da hatte ich einen komplett anderen Post geschrieben. Einen, in dem ich furchtbar gejammert habe. Über Monsterrotz, gezerrte Schultern, den Februar im allgemeinen und das Wetter im speziellen.
Seht euch nur mal dieses deprimierende Bild von dem verblühten Strauß Nelken an, das ich passend zum Thema gemacht habe! Ja, wie blöd kann man denn eigentlich sein? (Obwohl, ich finde verblühte Blümchen irgendwie ziemlich schön. Ihr vielleicht auch?)

Das Leben, und davon bin ich überzeugt, ist nur dann ein Jammertal, wenn man selber eins draus macht.
Schlimm genug, dass ich etwa drei Stunden meines Sonntags drauf verwendet habe, rumzunölen und aufzulisten, wie doof doch der letzte Monat zu mir war. Aber euch das ganze dann noch vor die Füße zu kippen, damit ihr auch was von meinem Elend habt? NO WAY! Nicht mit mir, habe ich mir gedacht. Und anstatt auf „Veröffentlichen“ zu klicken, habe ich den ganzen Salat einfach wieder, zzzzzap, gelöscht.

Statt dessen habe ich beschlossen, euch an meiner Vorfreude auf diverse Großartig- und Kleinigkeiten in näherer und fernerer Zukunft teilhaben zu lassen. Natürlich nicht, ohne mir zunächst noch einen Moment zu nehmen, mich über die schönen Dinge zu freuen, die der Februar mir gebracht hat. Denn, auch wenn ich die letzten drei Stunden hier haarklein aufgezählt habe, wie blöd der Februar war, er hatte auch seine Highlights. Als da waren:

Ein weiterer, großer Schritt zurück zu blonden Haaren. // Viele vergnügliche Stunden mit Flavia de Luce. // Mehr Sonnenschein, als ich mir eben noch eingestehen wollte. // Die letzte Staffel Sons of Anarchy, die so schlimm und gleichzeitig so gut war. // Hackbraten. Und jede menge Sushi. Und vielleicht das beste daran: Nicht gleichzeitig. // Das Eintreffen meiner Free People Bestellung. // Jede Menge Yoga. // Das Ginger Beer von Fever-Tree. // Neue Sofakissen. // Zeit, die ich mit meiner Familie und guten Freunden wie Gen und Nina verbracht habe.

Wow. Eben noch war ich ein kleiner Stinkstiefel und der absolut festen Überzeugung, dass der Februar als Monat so überflüssig ist wie ein Kropf. Und nach nur fünf Minuten, in denen ich gezielt nach den schönen Momenten Ausschau gehalten habe, ist alle Stinkstiefeligkeit verflogen und ich bin plötzlich der festen Überzeugung, dass ich trotz Erkältungsplage und kurzzeitiger Bewegungsunfähigkeit (wofür man seine Schultermuskeln so alles braucht…) einen fabelhaften Februar hatte.

Und wisst ihr was? Ich bin ein richtiger Glückspilz, denn ich habe auch eine ganze Menge an Dingen, auf die ich mich in den kommenden Monaten extrem freue:

The Hive Conference im April. // Wanderurlaub im August. // Den Garten wieder auf Vordermann bringen (und vielleicht komme ich in diesem Jahr endlich zu meiner heiss ersehnten Hängematte!). // Mein neues Kleid mit meinen neuen Schuhen ausführen. (sobald es warm genug dafür ist) // Das erste Eis des Jahres essen. // Ein neues Design für Je suis Huck. (Hoffentlich klappt das noch vor der Konferenz im April. Doch erst hatte ich keinen blassen Schimmer, was es mal werden soll und jetzt kann ich mich vor Ideen kaum retten, geschweige denn entscheiden… #Luxusproblem) // Wieder ohne Jacke, Schal und Mütze vor die Tür gehen. // Endlich den Umgang mit iMovie lernen. // Das Konzert von Corrosion of Conformity in zwei Wochen. // Wieder Gemüse aus dem eigenen Garten essen! // Sonnencremeduft. // Frühlingsgefühle. // Meinen Superschurken Sonntags auf dem Footballfeld anfeuern. // Erdbeeren. // Ein neuer Minions-Film. // Jeansjackenwetter.

Jetzt, wo ich einmal in Fahrt bin, fallen mir immer mehr Dinge ein, die mich hibbelig mit den Füßen scharren lassen. Ich könnte wirklich quieken vor lauter Vorfreude! So schnell kann’s gehen, seht ihr?
Allein mein knurrender Magen lässt mich an dieser Stelle mit der Aufzählung aufhören und dirigiert mich Richtung Küche.

Während ich mir jetzt also ein spätes Sonntags-Mittagessen koche, lasst ihr euch hoffentlich von meiner guten Laune anstecken (oder noch besser: Ihr habt eh schon gute Laune!) und verteilt eure Vorfreude auf wasauchimmer mit der ganz großen Schöpfkelle wild in der Gegend. Ihr dürft gerne hier in den Kommentaren anfangen, dann können wir uns alle gemeinsam miteinander füreinander vorfreuen. Ok? Ok!

5 Gedanken zu „Vorfreudenschreie.

  1. Fee

    Ja, der Februar hat es einem nicht leicht gemacht ihn mögen, ging mit ähnlich. Etwas jammern muss manchmal auch sein um den Frust mal los zu werden, aber nicht um in ihm zu versinken! Ich finde der neue Monat und die neue Jahreszeit kommen jetzt wie gerufen. Ich freue mich tierisch auf einen Ausflug nach Holland nächste Woche. Dann erwarte ich ein Päckchen mit einem Essie Nagellack Mini Kid, dass ich zur Stimmungsaufhellung letzte Woche bestellt habe. Außerdem ist der letzte Rest Winterdeko in die Schränke gewandert und nun ist alles irgendwie wunderbar kahl und bereit für fröhlich-bunte Frühlingssachen, als erstes müssen glaube ich mal ein paar frische Blumen her. Das sind meine Vorfreuden für die nächste Woche. Man sollte sich sowas eigentlich viel öfters an einem Sonntagabend überlegen. Wünsche dir einen guten Start in den neuen Monat und die neue Woche!

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  2. Marta

    Verblühte Blumen sind, im übrigen , toll! Das hat immer sowas Horst Janssen-mäßiges, oder? Wenn man auf morbiden Charme steht.. ☺
    LG!

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  3. Stefanie

    Hehe! Ja, auf den Blickwinkel kommt es an! Schön, dass du es drehen konntest.
    Mein Freund geht auch auf das Konzert, schaust du dir das in Köln an oder wo? Sonst könnten wir uns ja eventuell vorher mal auf nen Kaffee treffen? Ich wohne quasi fast neben der Konzertlocation (nagut…8 Minuten zu Fuß weg) 😉

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  4. Kindderachtziger

    Hey Ellen,

    danke für so viel gute Laune, vor allem vor dem Hintergrund den du beschrieben hast. Deine Liste der Vorfreude klingt toll, das erste Eis des Jahres habe ich am vergangenen Sonntag im Sonnenschein genießen können. Auf den Minionsfilm und weniger warme Kleidung tragen freue ich mich auch schon sehr. Aber immerhin bekommen wir hin und wieder einen Vorgeschmack darauf, das ist ja auch schon mal was.

    Wünsche dir noch eine gute Woche, Silke

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