Zeit ist Glück.

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Ich will weniger! skandierte ich vor einiger Zeit und kündigte an, mich hier etwas genauer damit auseinandersetzen zu wollen. Weniger wurden dann, dank Umzugsgedöhnse und Hundeanbetung, leider vor allem meine Posts hier und bisher schafften es nur meine Gedanken zum Thema Weniger Digitales auf den Blog.

Ich bin zwar irgendwie mit dem Kopf noch nicht ganz hier (scheinbar brauche ich noch etwas Eingewöhnungszeit mit Haus und Hund), doch habe ich mir heute einmal die Zeit genommen, mich dem Thema weniger noch einmal zu widmen.
Womit wir auch schon mitten drin sind: Zeit.

Zeit, davon haben wir alle erstmal gleich viel, jeden Tag. Und doch haben einige scheinbar mehr und andere haben nie Zeit. Obwohl jede Sekunde so lang ist wie die davor und die danach, beschleicht einen immer öfter das Gefühl, die Zeit würde plötzlich rasen. Wir nehmen uns Zeit, wir vergeuden sie, wir sparen sie, wir machen sie zu Geld. Zeit ist relativ.

Ganz sicher ist: Zeit ist begrenzt. Das macht sie kostbar.

Ich habe viel meiner Zeit vertrödelt und damit meine ich nicht endlose Mußestunden in denen ich mich gepflegt gelangweilt hätte. Nein, ich meine die Zeit, die ich wirklich sinnlos vertan habe:

– Die Zeit, in der mir anstehende, unangenehme Aufgaben quer im Magen lagen.
– Die Zeit, die ich mit Angst haben statt machen verbracht habe.
– Die Zeit, in der ein Streit anhielt, obwohl die Gründe längst vergessen waren.
– Die Zeit, die ich mit Arbeiten verbracht habe, die mich nicht nur nicht glücklich gemacht haben, sondern die auch von vornerein für die Tonne waren.
– Die Zeit, die ich mit Warten auf bessere Zeiten verschwendet habe.

Wenn ich einen großen Vorsatz für’s kommende Jahr benennen sollte, es wäre Weniger Zeit verschwenden.
Wie? Na, so:

+ Lästiges sofort erledigen und danach die Zeit ganz ohne Magengrummeln genießen.
+ Nicht mehr nur träumen und nie trauen: Machen! Einfach mal machen.
+ Streiten ist manchmal bitter nötig, aber vertragen genauso: Wenn alles gesagt ist einfach mal Stolz beiseite und auf den anderen zugehen. Man muss sich nicht immer einig sein, um sich zu vertragen. (So ist auch gut)
+ Arbeit, die für die Tonne ist, also mich in keiner Weise glücklich macht oder weiter bringt, schneller als solche erkennen. Und dann sein lassen.
+ Manchmal ist einfach alles doof (Montags etwa). Die Wand anstarren und Trübsal blasen bringt dann leider auch nix. Aber selber was Schönes machen, das bringt was.

Anhalten oder gar zurück drehen kann man die Zeit so nicht. Aber ich hoffe, dass ich so später sagen kann: Ich hatte eine schöne Zeit.

Und genau die, die wünsche ich euch auch!

Kommentare 2

  1. Dankeschön!
    Nicht nur für die guten Wünsche, auch für den Input.

    Vielleicht ist es notwendig, erst zu verplempern, was auf einmal rares Gut scheint, um die Demut zu erlangen, die man für Wertschätzung braucht?

    Und ja, man muß nicht einer Meinung sein, um gegenseitigen Respekt zu empfinden.

    Herzliche Grüße, eine wunderbare Woche wünscht Nina

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