WWET. // Drunter und drüber. Und tausend Fragen an mich selbst, zweiter Teil.

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WWET – Was würde Ellen tragen?

Es gab Zeiten, da habe ich mich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt: Jeans und T-Shirt. Ich wollte das nicht. Das trägt doch wirklich jeder und ist es nicht fruchtbar deprimierend, durch die Fußgängerzonen dieser Welt ganze Passanten-Armeen in ihrer profanen Jeans-und-T-Shirt-Uniform schlurfen zu sehen? Mit gelben Röcken und pinken Cardigans, rosa Strumpfhosen und geblümten Schuhen habe ich mich zur Wehr gesetzt, gegen dieses blaugefärbte Einerlei. Dieses bequeme, lässige, unkomplizierte, coole, wandlungsfähige… OK. Ich hab’s eingesehen. Ich bin ein Jeans und T-shirt Mädchen, durch und durch.

In einer gut sitzenden Jeans und dem richtigen weißen Shirt fühle ich mich einfach immer wohl. Beim Wocheneinkauf genauso, wie auf einer Abendveranstaltung. Es ist ein bisschen so wie mit Pfannkuchen: Hat man einmal das perfekte Grundrezepte gefunden, dann kann man sie zu jeder Tageszeit servieren. Mit Marmelade zum Frühstück. Mit Gemüsefüllung und gratiniert zum Mittagessen. Mit etwas Zucker zum Kaffee. Und als pfiffige Avocado-Blutorangen-Röllchen auf jeder Party. Auf die Toppings kommt es an. Genau so verhält es sich auch mit der Kombi aus Jeans und T-Shirt.

Vielleicht ist es eine milde Form einer Midlifecrisis. Momentan habe ich jedenfalls großen Spaß daran, verschiedenste Oberteile übereinander anzuziehen. Drunter und drüber. So wie damals, als Teenager. Bandshirts über geringelten Longsleeves. Pullis über schlabbrigen Hemden. Und Trägerkleidchen oder zarte Hemdchen über Shirts.
Es ist immer noch die gute alte Jeans-und-T-Shirt-Uniform. Immer noch lässig. Aber eine ganze Ecke unterhaltsamer.

In meinem Schrank findet sich tatsächlich ein ganzer Stapel Longsleeves, die einzig und allein zum drunterziehen gedacht sind. Bei einigen sind es besonders hartnäckige Flecken, bei anderen Löcher und zwei sind mir einfach zu durchsichtig, um sie im Alltag „solo“ zu tragen. Aber kombiniert mit Shirts (besonders gerne auch mit denen, deren Saum ich in einem Anflug geistiger Umnachtung aufbrausender Kreativität mit etwas zu viel Elan gekürzt habe) oder Tops, die mir für Usselwetter ein wenig zu nackig sind, kommen all diese Longsleeves trotz ihrer vermeintlichen Fehler häufig zum Einsatz. Ich würde sogar behaupten, dass zwei so unvollkommene Kleidungsstücke zusammen durchaus perfekt sein können. Hach. Fast schon ein bisschen philosophisch.

Ebenfalls ein bisschen philosophisch geht es bei einigen der „Tausend Fragen an mich selbst“ zu. Johanna hat vor einigen Tagen den zweiten Schwung Fragen beantwortet. Und weil der dritte Schwung auch schon bereit steht, haue ich jetzt mal rein und gebe Antwort auf Frage 21 bis 40:

21. Ist es wichtig für dich, was andere von dir denken? Ich bin schon neugierig und beschäftige mich ab und zu damit, was andere wohl über mich denken. Aber wichtig nehme ich das nicht. Fällt mir nicht immer leicht, macht es mir aber leichter.

22. Welche Tageszeit magst du am liebsten? Wer mich kennt wird jetzt vielleicht ordentlich überrascht sein: Den Morgen! So sehr ich das Aufstehen an sich hasse, so dolle liebe ich mein Frühstück. Ernsthaft, ich freu mich abends schon auf mein Müsli! Beim Frühstücken habe ich schon als Kind gerne gelesen und als Teenager bin ich tatsächlich noch früher aufgestanden, als ich es eh schon musste, nur im in Ruhe mein Nutellabrötchen essen und noch ein paar Seiten lesen zu können. Das ist bis heute so. Auch wenn ich mir glücklicherweise momentan keinen Wecker stellen muss.

23. Kannst du gut kochen? Für meinen eigenen Geschmack: Absolut. Mein Mann sieht das öfter anders. #derewigestreitumdenknoblauch

24. Welche Jahreszeit entspricht deinem Typ am ehesten? Ich würde spontan „Der Herbst!“ sagen. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Leckeres Essen, Gemütlichkeit. Manchmal stürmisch und dann wieder golden und sonnig. Und habe ich das Essen schon erwähnt?

25. Wann hast du zuletzt einen Tag lang überhaupt nichts gemacht? So ungefähr vor einem halben Jahr, als ich mit Junior tagelang einfach nur im Wochenbett gelegen und das Weltgeschehen genau so ignoriert habe, wie das dreckige Geschirr in der Küche.

26. Warst du ein glückliches Kind? Ja, im Großen und Ganzen schon.

27. Kaufst du oft Blumen? Nein, aber ich will mir endlich angewöhnen, öfter mal Blumen und Zweige aus dem Garten in’s Haus zu holen.

28. Welchen Traum hast du? Mein Mann und ich träumen schon eine ganze Weile davon, mal in’s Ausland zu gehen. Also, nicht nur für einen Urlaub. Obwohl auch das schon traumhaft wäre.

29. In wievielen Wohnungen hast du schon gewohnt? Angefangen vom Hotel meiner Mutter, in dem ich die ersten Jahre meines Lebens verbrachte habe, bis zu dem kleinen Reihenhaus, in dem wir momentan wohnen, komme ich auf acht Wohnungen oder Häuser. Fünf der Umzüge zwischen den einzelnen Wohnorten habe ich allerdings in einem Zeitraum von zwei oder drei Jahren veranstaltet.

30. Welches Laster hast du? Ich fürchte, „am Handy rumspielen“ zählt in der Intenstität, in der ich es manchmal betreibe, als Laster. Davon ab habe ich den Lastern allerdings abgeschworen.

31. Welches Buch hast du zuletzt gelesen? „The Janus Stone“ von Elly Griffith*. Sowas lese ich ganz gerne zwischendurch, wenn mir der Kopf für was „Vernünftiges“ fehlt.

32.Warum hast du die Frisur, die du jetzt trägst? Bequemlichkeit! Ganz im Ernst, lange Haare sind meine Version der praktischen Kurzhaarfrisur. Damit komme ich einfach am besten klar und fühle mich wohl.

33. Bist du von deinem Mobiltelefon abhängig? Eher andersrum, es könnte sich ohne meine Hilfe ja niemals aufladen. Haha. Aber so oft ich es in der Hand habe, ich kann tatsächlich das Haus problemlos ohne Handy verlassen. Und nachts bleibt es zum Beispiel auch im Wohnzimmer. Unsere Beziehung ist trotzdem recht innig.

34. Wie viel Geld hast du auf deinem Bankkonto? Zu wenig. Und das ist jetzt nicht die Gier, die da aus mir spricht, ich bin tatsächlich froh, wenn ich am Ersten meinen Kontostand wieder ohne Herzinfarkt abrufen kann.

35. In welchen Laden gehst du gern? Wahrscheinlich zielt diese Frage auf total coole Shopping-Geheimtipps ab. Ich gehe aber besonders gerne in ganz normale Supermärkte. Ohne Witz, Essen einkaufen finde ich fabelhaft! Und ganz besonders toll sind Supermärkte im Ausland. Da könnte ich Stunden verbringen.

36. Welches Getränk bestellst du in einer Kneipe? Im Zweifelsfall Cola. Hier in Bochum allerdings am liebsten das Schwarzbier von Fiege.

37. Weißt du normalerweise, wann es Zeit ist, zu gehen? Da denke ich jetzt schon eine ganze Zeit drüber nach. Und ich komme einfach zu keiner Antwort. Ja? Nein? Vielleicht.

38. Wenn du dich selbstständig machen würdest, mit welcher Tätigkeit? So ein eigener kleiner Laden wäre fein. Wo man meine Lieblingssachen kaufen kann. Und es gibt Schnittchen und Kaffee.

39. Willst du immer gewinnen? Klar! Aber ich freue mich auch aus vollem Herzen, wenn jemand gewinnt, den ich gern hab. Bei Leuten, die ich nicht so gut leiden kann, fällt mir das Mitfreuen schon schwerer…

40. Gehst du in die Kirche? Ich weiß nicht, wann ich zuletzt an einem Gottesdienst teilgenommen habe. Aber wenn ich andere Städte besuche, dann besichtige ich auch oft die Kirchen dort und zünde ein Kerzchen an. Dazu gehe ich dann auch in die Kirche 😉

Mannometer, da sind ja manchmal Fragen bei, da komm ich echt in’s Grübeln. Naja, ist ja auch Sinn der Sache. Die Fragen 41 bis 60 findet man wie erwähnt schon unter Johannas Beitrag. Dort gibt es darüber hinaus auch eine tolle Linksammlung von allen anderen Bloggern, die sich den tausend Fragen stellen. Da sind ein paar echt tolle Antworten bei, klickt euch mal durch!

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