Winterblues? Attacke!

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Mit Kleinigkeiten gegen den Winterblues

Bei dem strahlenden Sonnenschein, der uns grade hier zuteil wird, ist mein Winterblues eher ein Winterblueschen.
Aber das nächste Mistwetter kommt bestimmt und mit ihm auch die schlechte Laune. Vor ein paar Tagen habe ich schon etwas gezeigt, was meine Niedergeschlagenheit trotz Niederschlag im Zaum hält: Das Zwiebelprinzip.

Als jahrelang erprobtes Opfer wetterabhängiger Stimmungstiefs habe ich mittlerweile aber mehr als nur ein Ass in meinem überlangen Ärmel (habt ihr früher auch immer Ärger dafür gekriegt, dass ihr die Ärmel eurer Pullis ausgeleiert habt?). Und weil der Frühling noch weit entfernt und ein Ende der sonnigen Tage schon in Sicht ist, öffne ich heute meine Trickkiste und gebe euch ein paar Waffen gegen trübe Winterstimmung an die Hand. (Um ehrlich zu sein schreibe ich das hier vor allem als Erinnerung für mich selbst, denn sobald es draussen wieder grau, grauer, grauselig ist, möchte ich sicher einfach nur noch unter die nächstbeste Kuscheldecke flüchten…)

Mit Kleinigkeiten gegen den Winterblues

Man kann sich für mehrere Monate auf der Sonnenbank einsperren und so tun, als wäre August. Oder man macht einfach das Beste aus der trüben Situation und widmet sich den Dingen, die bei eitel Sonnenschein nicht halb so gut sind wie bei grauen Wolken und Regen.
Kerzen anzünden zum Beispiel. Wenn es den ganze Tag nicht ein Mal hell wird, sorgen sie für das richtige Licht. Kurbelt es die Vitamin D Produktion an? Eher nicht. Aber beruhigt es die regenzerfressenen Nerven und sorgt dafür, dass der Tee noch besser schmeckt? Absolut!

Vom Frühstück, über den Arbeitstag, ein heißes Bad (auch nicht zu verachten bei schlechtem Wetter!) und das Abendessen, bis hin zum Fernseh- oder Leseabend: Wenn das miese Wetter schon die passende Kulisse bietet, grenzt es ja beinahe an Verschwendung, das Ganze nicht in flackernden Kerzenschein zu tauchen.

Mit Kleinigkeiten gegen den Winterblues

Im Kerzenschein lässt es sich auch besonders gut kuscheln. Ob mit dem Hund (oder dem Huhn), dem Mann, der Frau, Mama, Papa, Katze, Pinguin, Kissen, der Lieblingsdecke oder eurem Wellensittich. Kuscheln ist prima. Ganz besonders, wenn kalt und grau ist (Kuscheln bei sengender Augusthitze hingegen ist… klebrig).

Mit Kleinigkeiten gegen den Winterblues

Der nächste Tipp schliesst sich nahtlos an die Zwiebellook-Lieblingsmützen-Sache an: Umgebt euch mit Kleinigkeiten, die euch zum Lächeln bringen!
Am allerbesten ist natürlich, wenn man diese Kleinigkeiten ganz nah bei sich trägt. Dieser dicke, glitzernde Herzring, der aussieht als wäre er aus dem Kaugummiautomaten? Der sorgt bei mir im (haha) Handumdrehen sofort für gute Laune.

Wer weder Lieblingsmütze noch Plastikring hat, sich statt dessen aber, sagen wir mal, beim Anblick eines Backsteins freut, der stellt sich diesen Backstein am besten dort hin, wo er ihn den ganzen Tag im Blick hat. Kein Grund, sich zu schämen. So ein Backstein tut doch niemandem weh. Äh…
Was ich sagen will: Wenn es dich glücklich macht, dann ist deprimierendes Winterwetter nur ein Grund mehr, es in deiner Nähe zu haben!

Mit Kleinigkeiten gegen den Winterblues

Ich hätte vielleicht ein Bild mit weniger blauem Himmel nehmen sollen, aber selbst bei schlechtem Wetter ist etwas frische Luft immer eine hervorragende Idee.
Klar, als Hundebesitzerin habe ich nicht wirklich die Wahl, doch auch ohne Vierbeiner kann man wunderbar spazieren gehen. Das ganze muss ja nicht gleich zum Wandertag ausarten. Eine kleine Runde um den Block pustet den von der Heizungsluft angematschten Kopf wieder frei. Denkt nur dran, euch warm anzuziehen (ich kann nur immer wieder sagen: Zwiebelprinzip!).

Mit Kleinigkeiten gegen den Winterblues

Wenn man dann leicht angefroren von seinem Spaziergang wieder nach Hause oder in’s Büro kommt, dann zündet man sich am besten direkt ein Kerzchen an und setzt einen Tee auf. Oder Kaffee. Oder besser noch: Kakao. Mit Sahne.
Was im Sommer die eisgekühlte Limonade ist, die man in der Hängematte liegend schlürft, während einem die Sonne den Bauch kitzelt und der Grill vorglüht… Nicht ablenken lassen jetzt.
Was also im Sommer die Limonade ist, ist im Winter das Heißgetränk. Es gibt mehrere wissenschaftliche Studien, die belegen, dass es sich positiv auf die Stimmung ausübt, wenn man eine warme Tasse in den Händen hält.
Also schnappt euch eine heisse Schokolade (oder was ihr eben am liebsten mögt), wärmt eure Hände an der Tasse und pustet gedankenverloren in euer dampfendes Getränk, während um euch herum die Kerzen flackern.
Na? Ist das nicht fast so schön, wie die Hängemattengeschichte? (Kommt schon. Fast. Beinahe. Ein kleines bisschen.)

Mit Kleinigkeiten gegen den Winterblues

Essen. Gutes Essen hilft immer und gegen so gut wie alles. Zum einen gibt es natürlich viele leckere Wintergerichte, die es einem so richtig warm um’s Herz werden lassen. Chili zum Beispiel. Oder Curry. Eintöpfe, Suppen und Geschmortes.
Gleichzeitig verlang es mich im Winter aber auch immer nach frischem Obst und Gemüse. Mein Körper ist sicher so kluk klug und verschafft sich so seine Fitami Vitamine.
Und dann wären da noch all die leckeren Dinge, die vor allem für’s Herz gesund sind. Also, im übertragenen Sinne. Denn süße Crumbles, Schoko-Lava-Törtchen und Pizza sind nämlich eigentlich eher nicht so gut für die Herzgesundheit. Aber eben für die Seele. Und das ist genauso wichtig wie ein guter Cholesterinspiegel.

Mit Kleinigkeiten gegen den Winterblues

Jaja, ich weiß. Frische Blumen im Januar sind nicht grade umweltfreudlich und so. Aber so ein hübscher, kleiner Strauß auf dem Schreibtisch hebt meine Laune ungemein, wenn es mal wieder den ganzen Tag einfach nur düster ist.
Manchmal ist der Winterblues einfach schlimmer als das schlechte Gewissen. Was soll man da machen? Sich gut um die Blümchen kümmern, damit sie möglichst lange halten, zum Beispiel. (Ich gebe ihnen regelmäßig frisches Wasser und versuche dafür zu sorgen, dass ihnen nicht zu warm wird. Alles, was welkt, zupfe ich direkt raus. So hat man dann sehr viel länger was von den Umweltsau-Blümchen.)

Mit Kleinigkeiten gegen den Winterblues

Mein letzter Pfeil im Köcher ist gleichzeitig der einfachste und schwerste Trick im Kampf gegen den Winterblues: Lachen.
Das kann einem bei grauem Januarwetter nämlich gerne mal vergehen. Deshalb nutze ich jede Gelegenheit, die sich mir bietet, um lauthals los zu prusten, zu kichern und zu grinsen. Ich gucke Komödien, erzähle Witze und gucke Newton dabei zu, wie er versucht seinen eigenen Schwanz zu fangen. Aber vor allem lache ich über mich selber. Wenn mal wieder was schief geht, ich über meine eigenen Füße stolpere oder ich mal wieder umsonst auf den Wasserkocher warte, weil ich wie so oft einfach vergessen hab, ihn anzumachen? Dann könnte ich mich ärgern. Aber viel lieber lache ich darüber.

Natürlich kann man auch in den Süden fahren und irgendwo Urlaub machen, wo es warm und sonnig ist. Man kann sich Sand ins Wohnzimmer kippen und so tun, als läge nicht auf dem Sofa, sondern am Strand. Man kann jeden Tag ins Schwimmbad fahren, für ein bisschen Südseefeeling.
Oder man schließt einfach Frieden mit dem Winter, macht das Beste aus dem Mistwetter und bietet dem Blues wacker die Stirn.

Kommentare 12

  1. Liebe Ellen, alles super Tipps, danke!
    Ich habe mir auch vorgenommen, einfach spazieren zu gehen, wenn mir bluesig oder müde zumute ist. Das hilft doch oft erstaunlich gut.
    Außerdem kann ich empfehlen: Lieblingsmusik hören und eine Runde in der Wohnung tanzen. Dann klappt das mit dem Lachen auch gleich viel einfacher 🙂
    Viele Grüße für warme Füße,
    Verena

    • Durch die Wohnung tanzen sollte man überhaupt viel, viel öfter machen! 🙂 Wir sollten eine Hamburg-Bochum-Wohnzimmer-Tanzparty schmeissen!

  2. Liebe Ellen,
    ich möchte zu gerne sehen wie du mit einem Huhn auf der Couch kuschelst. Meinst du nicht eher deinen Hund?
    Ich habe bei der Vorstellung gerade auf jeden Fall gelacht 😉

    Viele liebe Grüße!

    • 😀 Danke für den Hinweis! Gott weiß, wo das Federvieh her kam. Mit einem Huhn zu kuscheln stelle ich mir aber auch nicht schlecht vor 😉

  3. Danke für den Text! Er hat mich sehr zum Schmunzeln gebracht. 🙂

    Ich zünde mir jetzt erstmal ein paar Kerzen an und mach mir einen Kaffee. Yay!

  4. So gut! Jetzt hab ich Lust auf Kerzen und Kakao und kuscheln und Film schauen. Dabei arbeite ich dich gerade. ;D
    Liebste Grüße
    Eva

  5. Der Liste kann ich kaum was hinzufügen, genauso gehe ich auch vor. Einzig Sport käme bei mir noch hinzu, der bläst den Kopf frei und entspannt, besonders wenn es Yoga mit Adriene ist. Ansonsten hängt bei mir noch der Stern aus der Adventszeit, der so ein schönes behagliches Licht zaubert, genauso wie Kerzen aller Art. Leckeres Essen steht definitiv hoch im Kurs, probiere gerade auch so einiges aus, was einfach nur im Winter passt. Und Lachen geht definitiv immer, wie gut das sowohl der Kollegenkreis als auch der Liebste da ähnlich gestrickt ist, aber manchmal lache ich genau wie du ganz für mich.

    Ganz liebe Grüße, Silke

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