#wennkerjunior // Ein Update, ein Bauch und ein Hund.

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Babybauch Update

Dieser Beitrag hätte genau so gut ein WWET werden können, allerdings sind Schwangerschaftsleggings + Bandshirts in allen Variationen hier momentan absolut kein „würde tragen“ sondern mittlerweile gewöhnlicher, langweiliger und sehr bequemer Alltag.

Freunde der Sonne! So ganz ohne immer mal wieder was in dieses Internet zu posten ist ehrlich gesacht auch mal ganz schön. Aber um ganz und vollkommen ehrlich zu sein: Wenn ich nix für Instagram oder auf’m Blog dokumentiere, dann dokumentiere ich so gut wie nix. Da kann ich mir noch so fest vornehmen, mehr Fotos für’s Familienalbum zu machen und ein Schwangerschaftstagebuch zu führen. Pustekuchen.

Außerdem mag es online ja gerne mal nervig sein, aber so ganz ohne ist nach 11 Jahren bloggen dann auch irgendwie komisch 😀

Es folgt nun also: Ein Update in Sachen #wennkerjunior. Mit Gastauftritt von #newtonthefrenchmastiff. Und Bildern von meinem Bauch, der mir im einen Moment schon riesig vorkommt, um nur einen Wimpernschlag später wieder sehr überschaubar und zurückhaltend zu sein.

Babybauch Update

Ungefähr zwei Drittel der Schwangerschaft habe ich mittlerweile hinter mich gebracht. Im ersten war mir vor allem schlecht und kalt. Im zweiten war ich vor allem müde und hungrig. Ich bin gespannt, was das dritte Trimester so mit sich bringt.
Bisher halten sich die üblichen Verdächtigen vornehm zurück. Klar, der Rücken meldet sich ab und zu. Und Abends nach dem Essen entflammt jetzt von Zeit zu Zeit sowas wie Sodbrennen. Wobei es bisher eher ein Sodflackern ist, das mich nicht weiter stört.

(Wenn ihr meinen Mann fragen würdet, würde das natürlich alles ganz anders klingen. Der wird als maßgeblicher Verursacher dieser Situation nämlich en détail über alle körperlichen Veränderungen und Unannehmlichkeiten auf dem Laufenden gehalten. Er soll ja nachher nicht behaupten können, er wäre in dieser Schwangerschaft aussen vor gewesen. #mitgefangenmitgehangen)

Babybauch Update

Junior ist mittlerweile auch ein überaus aktiver Teilnehmer an dieser ganzen Veranstaltung. Ich glaube jetzt ganz gut zu wissen, wie ein Haus sich so fühlt, wenn im ersten Stock ein großer, schwerer Eichenschrank umfällt. Bei so manchem Gerumpel bin ich schwer erstaunt, dass man es nicht laut poltern hören kann.

Davon ab ist unser Sohn übrigens ein sehr entspanntes Kerlchen. Nachdem er die ersten Monate brav auf dem Kopf verbracht hat, hat er vor ein paar Wochen entdeckt, dass so ein Babybauch auch eine äußerst bequeme Hängematte ist. Also hängt er jetzt die meiste Zeit einfach quer in der Gegend rum und wenn ich auf der Seite liege, versucht er manchmal, ob er sich nicht schon hinstellen kann. Dann drückt er sich nach unten ab und macht mit seinem Kopf eine lustige Beule zwischen Rippen und Hüfte. Sehr witzig. Da will jemand schon jetzt mit dem Kopf durch die Wand.

Ich habe mit ihm den Deal gemacht, dass er so einen Spökes jetzt noch ein paar Wochen veranstalten darf so viel er will. Aber dann heisst für ihn Kopfstand bis zum bitteren Ende.

Andere Schwangere erzählen ja gerne, wie wundervoll es sich anfühlt, wenn das Kind sich im Bauch bewegt. Mir fehlt offenbar wirklich irgendein entscheidendes Gen, denn auch wenn ich das Gezappel oft lustig und faszinierend finde (und mich einfach freue, dass es dem Bengel da drin offenbar gut geht), habe ich mich 30 Jahre lang daran gewöhnt, dass es mir am besten geht, wenn der Bauch Ruhe gibt. Da ist so ein ständiges Rumoren einfach irgendwie vor allem eines: seltsam.

(Andere Schwangere philosophieren aber ja auch gerne darüber, dass in ihnen jetzt zwei oder noch mehr Herzen schlagen. Ich hingegen hatte Schwierigkeiten, mit dem Kichern aufzuhören, als ich feststellte, dass ich jetzt ja quasi auch einen Penis habe. Aber doch, ja, ich bin auf jeden Fall erwachsen genug um Mutter zu werden…)

Babybauch Update mit Newton

Newton muss natürlich wie immer mit seiner Steckdosennase überall dabei sein. Der große Bruder in spe versteht zwar nicht so genau, warum, aber aufgeregt ist er trotzdem schon.

Bislang ist unser Kind übrigens noch eine ganz arme Socke. Ausser dem Strampler, den der werdende Vater schon vor einer halben Ewigkeit besorgt hat, und einer Kommode, die demnächst dann zum Wickeltisch umfunktioniert wird, haben wir für Junior noch immer nix angeschafft.

Immerhin haben wir den Kinderwagen schon bestellt, aber auch nur, weil der eine so lange Lieferzeit hat.
Mein Mann und ich waren uns bei Modell und Ausführung überraschend schnell einig.
Bevor wir im Laden standen waren wir uns einig, dass wir auf jeden Fall einen ganz schwarzen Wagen haben wollten. Und als wir uns dann alles so anguckten waren wir uns sehr einig, dass wir auf jeden Fall den einen Wagen haben wollten, den es überhaupt gar nicht in Schwarz gibt. Tja. Zum Glück ist Grau ja fast das gleiche 😀

Für den ganzen anderen Kram gibt es mittlerweile diverse Listen, die genau wie ich langsam aber stetig an Umfang zunehmen. Eine Einkaufsliste für den Drogeriemarkt, eine für’s Möbelhaus und eine für Anziehsachen. Eine Liste für alles, was ich dringend zu brauchen glaube und eine, auf der ich alles vermerke, was ich eventuell später irgendwann mal brauchen könnte. Und natürlich eine Wunschliste, mit Dingen darauf, die zwar niemand zwingend haben muss, die unser Sohn aber natürlich trotzdem unbedingt braucht. Weil wegen schön und so.

Neben Wunsch- und Einkaufslisten gibt es selbstverständlich auch schon eine Packliste für die Kliniktasche, die Kreißsaaltasche und die Wickeltasche. Außerdem verschiedene To-do-Listen. Und eine Liste mit Namen, denn sowas hat Monsieur bislang auch noch nicht. Aber keine Sorge, dem Kind einen Namen zu geben steht auf der To-do-Liste. Jetzt müsste ich nur so langsam mal vom Auflist- in den Anpack-Modus schalten…

Einzig die Liste mit den für die Geburt in Frage kommenden Krankenhäusern arbeiten wir schon fleißig ab und wir haben nur noch einen letzten Kreißsaal zu besichtigen, bevor wir uns entscheiden wollen. Denn bislang ist das erste Krankenhaus, das wir uns eigentlich wegen seiner günstigen Lage und des guten Perinatalzentrums ganz zu Beginn nur für den Notfall angeguckt haben, wider Erwarten unser beider Favorit. Und das, obwohl ich die Nummer mit der Beleghebamme dann knicken kann. Erstaunt mich selbst.

Babybauch Update

Nicht, dass ihr meint, ich liege hier die ganze Zeit nur rum, schreibe Listen und esse Marmeladenbrote! Wo denkt ihr hin?! Nein, nein. Zwischendurch wird noch immer regelmäßig wild getanzt. Zu Songs von unserer #wennkerjunior-Playlist natürlich.

Im Ganzen teile ich die nicht mit euch, das ist einfach keine gut durchdachte, mit Vorsatz liebevoll zusammen gestellte Playlist. Da sind einfach alle möglichen Lieder drauf, die uns etwas bedeuten oder die mir einfach gute Laune machen. Und manche Songs sind einfach nur drauf, weil Titel oder Text so gut zum Kinderkriegen passen. Wie zum Beispiel „Mother“ von Danzig. Oder Kiss‘ „Rock’n’Roll All Night“.

Am liebsten höre ich grade:

+ Queen – „Bohemian Rhapsody“
+ Hank Williams Jr. – „Outlaw Women“
+ George Harrison – „Got My Mind Set On You“
+ Eartha Kitt – „I Wantcha Around“
+ Deap Vally – „Post Funk“
+ Kansas – „Carry On Wayward Son“
+ Stealers Wheel – „Stuck In The Middle With You“
+ Paul Simon – „You Can Call Me Al“
+ Lynyrd Skynyrd – „Simple Man“
+ Redbone – „Come And Get Your Love“
+ Elton John – „Your Song“
+ The Beach Boys – „Wouldn’t It Be Nice“
+ The Popcorn Buckets – „Grow Old With You“

Wie ihr seht ist da eigentlich gar nix besonders spannendes bei. Aber wenn ich die Songs voll aufdrehe, während ich mal wieder einen riesigen Berg Wäsche falten oder unseren gesamten Bestand an Geschirr und Besteck spülen muss (sagt mir bitte, dass sowas bei euch auch gerne einfach mal ignoriert wird, bis die Schränke leer sind), dann geht’s ab, das sag ich euch!

Babybauch Update

So. Bevor ich mich jetzt wieder den Listen und den Marmeladenbroten widme (haha, nee, eher der Wäsche und dem Abwasch), mache ich jetzt auch noch schnell so ein #schwangerschaftsupdate, wie die ganzen Schwangeren auf Instagram:

Hihi, geht direkt gut los…
Schwangerschaftswoche: Die, in der sogar meinem Mann auffällt, dass so eine Schwangerschaft nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag dauert #schnellmerker
Gewicht: Steigt.
Bauchumfang: Schwankt gefühlt sekündlich, mal mehr, mal weniger.
Streifen: Gehören, wie wir alle wissen, in jede gute Schwangerschaftsgarderobe.
Gelüste: Burger. Nudeln. Und Kuchen. Weil ich aber nie Kuchen da hab, gibt es Marmeladenbrote. Ausserdem bin ich plötzlich ganz wild auf Kaffee. Das müssen Phils Gene sein, die ihr Unwesen in meinem Körper treiben.
Kindsbewegungen: Deutlich und reichlich. Übrigens schon seit einem recht frühen Zeitpunkt und zwar trotz so einer sagenumwobenen Vorderwandplazenta.
Beschwerden: Höchstens mal wieder über „fertige“ Mütter, die uns Schwangere bei jeder sich bietenden Gelegenheit so gerne belächeln und etwas in Richtung „Wenn ihr nur wüsstet…“ sagen. Das wäre alles wesentlich beeindruckender, wenn die ganzen selbsternannten Profis sich auch nur annähernd einig wären, was es so Wichtiges zu wissen gäbe.
Anschaffungen: Von uns selbst? Keine. Aber die zukünftige Oma hat wohl schon ein paar Bodys besorgt und von der Patentante in spe gab es am Montag Bilderrahmen und Einsätze für die Kommode im Kinderzimmer. Läuft also.
Pflege: Schwangerschaftsöl von Weleda und Hundesabber.

Mittlerweile ist Junior übrigens wieder mal wach und tritt mir galant (und überraschend gezielt) den Laptop vom Schoß. Ich glaube, für den Moment ist es also an der Zeit, das Dingen wieder auszuschalten. Also, den Computer. Nicht das Kind (da hab ich den Ausschalter noch nicht gefunden).

Ich wünsch euch schonmal schöne Osterfeiertage! Oder halt einfach ein entspanntes, langes Wochenende. Oder eben eine entspannte (oder spannende) Schicht auf Arbeit, für alle von euch, die trotz Ferien und Feiertagen zur Arbeit gehen!

Kommentare 4

  1. Liebe Ellen,ich mag deine Berichte so gerne. Sie sind so herrlich ehrlich und amüsant geschrieben. Ich mag die Bilder und die Worte die du uns zeigst. Und ich bin gespannt, wie es in eurem Leben weitergeht. Knuddle das „Sabbermonster“ respektiv den grossen Bruder bitte einmal lieb von mir 🙂
    Liebe Grüsse von Alizeti (die sich schon sehr auf die bald in der Schweiz ankommenden Schuhe freut ;-))

  2. „Schwierigkeiten, mit dem Kichern aufzuhören, als ich feststellte, dass ich jetzt ja quasi auch einen Penis habe.“ hahahahahahahahahahaha …
    … hahahahahahahaha.

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