Weekly Newton X

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Newton-Gassi

Wow, schon der zehnte Weekly Newton! Seit dem ersten hat sich einiges getan.

Die auffälligste Veränderung: Newton ist gewachsen. Und wie. Mittlerweile sind wir bei über 30 Kilo Kampfgewicht.
Bei Regen geht er nicht mehr wirklich gerne raus, um Pfützen macht unser Schoßhündchen einen riesen Bogen. Oft zum Leidwesen desjenigen, der das andere Ende der Leine hält und dann einen großen Satz hinterher machen muss.
Dafür sitzen die wichtigsten Kommandos jetzt auch draussen und vor Publikum. Typisch Bordeaux Dogge lässt Newton aber alle glauben, dass das ‚Sitz‘ ursprünglich sowieso seine Idee war und dass das auch alles viel besser aussieht, wenn man es in Zeitlupe ausführt.

Newton-pennt

Was mit steigender Körpergröße leider auch zunimmt, sind die uninformierten Pudelbesitzer und Retrieverherrchen, die mir mit Kampfhund-Gezeter in den Ohren liegen. Meist lautstark unterstützt von ihren kläffenden, wild an der Leine zerrenden Vierbeinern. (Es ist nämlich so: Deren Hunde sind von Natur aus so liebenswürdig, die brauchen keine Erziehung. Tolle Einstellung, nicht wahr?)

Die ersten Male habe ich noch versucht, zu erklären, dass
1.) es korrekterweise Listenhunde heisst, schließlich nehmen die meisten Hunde die so tituliert werden niemals an Hundekämpfen teil.
2.) Bordeaux Doggen in NRW nicht auf der Rasseliste stehen.
3.) diese Rasselisten aus den verschiedensten Gründen Quark sind, weil unter anderem
4.) es statistisch gesehen ganz andere Rassen sind, die durch Beissvorfälle auffallen. Wie etwa Schäferhunde. Und Retriever. Und Dackel.
5.) das Problem in den allermeisten Fällen am anderen Ende der Leine liegt.

Newton

Nachdem das genau keinmal gefruchtet hat, mache ich nun bei diesen vermeintlichen Kampfhund-Kennern eine Faust in der Tasche und gehe mit meinem bösartigen Tier einfach weiter.
Und während die Besserwisser an den Leinen ihrer durchdrehenden Pudel und Spitze zerren, die sich die Seele aus dem Hundeleib kläffen, geht Newton schwanzwedelnd bei Fuß mit mir nach hause und lässt sich von dem Getöse dieser verzogenen Tölen nicht weiter stören.

Bevor es später heisst, ich hätte da was unterschlagen:
Ja, es gibt zwischen den Rassen nicht nur äußerliche Unterschiede, sondern auch Unterschiede im Wesen. Einige sind tendenziell ruhiger (wie etwa Bordeaux Doggen), während andere eher zu Aggression neigen (einige Terrier, zum Beispiel).
Und natürlich können besonders muskulöse Rassen, zu denen ja auch die Bordeaux Dogge zählt, im Ernstfall besonders schwere Verletzungen hervorrufen.
Aber: Jeder Hund ist meines Erachtens nach nur so gefährlich wie sein Besitzer. Das fängt natürlich damit an, dass Hunde vernünftig erzogen und artgerecht gehalten werden. Darüber hinaus sollte ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für die Hundehaltung wichtiger sein, als irgendwelche Rasselisten.
Wie oft musste ich in letzter Zeit etwa miterleben, dass unangeleinte Hunde der verschiedensten Rassen (jedoch war bisher kein sogenannter Kampfhund dabei) zur Gefahr für andere Hunde, Menschen, den fließenden Verkehr und somit auch sich selbst wurden.
Vielleicht sollte man einfach Halter-Listen einführen.

Kommentare 5

  1. Ich bin wirklich verliebt in deinen Hund. Und das er so chillaxt daher kommt, macht ihn noch sympatischer.
    Die Einstellung die du hier vertrittst, unterschreibe ich 1 zu 1. So viele schreien als erstes „Kampfhund“, doch informiert haben sich über diese sogenannten Kampfhunde die wenigsten. Arme Hunde.

    Liebste Grüße

    PS: Ich hoffe so langsam ist die weisse Pracht auch bei dir eingetroffen! Ansonsten muss ich doch einmal die Kühlbox zur Post schaffen und in den Pott schicken. 😉

  2. Das Kampfhundgezeter haben wir mit unserem Boxer auch gerne, aber mittlerweile hör ich gar nicht mehr drauf – die, die ihm das unterjubeln wollen, wollen das Gegenteil meist sowieso nicht hören.

    Unser Hund hasst es ja, Sitz auf nassem Boden zu machen. Er hat so eine Technik entwickelt, bei der der Hintern noch zwei Zentimeter über dem Boden schwebt (;

  3. Mit Kampfhundvorwürfen müssen Mio und ich uns zwar nicht rumschlagen, aber den Jeder-Hund-so-gefährlich-wie-sein-Besitzer-Part unterschreibe ich!

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