Warten auf Xaver.

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Ellen-Newton-Xaver

Als mein Mann mir erzählte, dass für heute ein gewaltiges Orkantief angekündigt wäre, habe ich abgewunken. Von den diversen Unwettern der letzten Jahre sind wir bisher immer verschont geblieben, mehr als ein paar herabgefallene Äste im Park konnte ich danach hier nie entdecken.
Einzig an Kyrill kann ich mich erinnern und die Sorge, die meine damaligen Mitbewohner um mich hatten, als ich just an diesem Abend zu einer Uni-Party aufbrach. Ein Baum in unserer Einfahrt fiel um, Toto und Harry kamen.
Mehr passierte in meinem direkten Umfeld jedoch nicht.

Doch Xaver scheint anders zu sein. Die heftigsten Böen hier sind für den späten Nachmittag angesagt. Doch schon jetzt heult und pfeift der Wind ums Haus, und in manchen Momenten liegt hier schon ein ungeheures Getöse in der Luft. Draussen fallen irgendwo die ersten Mülltonnen um und durchs Haus zieht sich das Knarzen der Rolladenkästen. Ein Geräusch, das ich zunächst garnicht zuordnen konnte. Komischerweise sagt diesmal der Wetterdienst, dass es in Bochum ’nur‘ ein mäßiges Unwetter geben soll. Die rasenden Wolken am Himmel sprechen da irgendwie eine andere Sprache…

Ganz zu Newtons Leidwesen habe ich beschlossen, für heute auf ausgedehnte Spaziergänge zu verzichten. Wir kuscheln uns mit Tee, Decken und der dritten Staffel von Downton Abbey auf’s Sofa. Für die nötige Aktivität sorgen hundgerechte Denkspiele und diverse Abstecher in den Garten, wo Newton den umherwirbelnden Blättern nachjagt und mit unserem persönlichen Superhelden Fußball spielt. Heute Abend gibt es ein süß-scharfes Curry, das hält trotz angedrohtem Schnee warm. Und so sitzen wir Xaver einfach aus, wie auch immer er sich hier benehmen mag.

Ich hoffe, ihr seid alle sicher zuhause und könnt in Ruhe das Ende des Sturms abwarten. Wie haltet ihr euch und eure Lieben bei so einem Unwetter bei Laune?
Bleibt gesund!

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