Schöner Wohnen. Oder so.

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Auch, wenn das eine oder andere graue Wölkchen sich momentan an meinem Horizont tummelt, meine Freude am Einrichten lasse ich mir davon nicht verhageln.

Freude? Was sag ich: Absolut über dolle Obsession! Hyper mega Aufregung! KA-BOOM!

Neben Krimis zählen Einrichtungs-Ratgeber schon immer zu meinen literarischen Lieblingen. Nicht, dass ich mich wirklich an die Ratschläge halte. Ich liebe es einfach, Bilder von den Wohnungen anderer Leute zu sehen. Und ich kann mich stundenlang damit beschäftigen, die Wohnungen anderer Leute (oder auch meine eigene) umzugestalten. Also, gedanklich.

Unseren anstehenden Umzug nehmen wir nun aber zum Anlass, unsere zusammengewürfelten, abgerockten Studenten-Möbel hinter uns zu lassen und uns neu einzurichten. Also folgt dem gedanklich in diesem Fall ein tatsächlich. Und ich bin im siebten Möbel-Himmel.

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Zunächst stand ich vor folgenden Problemen:

– Mein Geschmack und der meines Mannes sind, nunja, unterschiedlich. Wie können wir uns beide wohl fühlen?

– Wir haben lange genug in einem Provisorium aus Möbeln gewohnt, die zwar praktisch, aber auch sehr scheußlich/ oll sind. Da haben wir beide keine Lust mehr drauf und es soll möglichst schnell eine möglichst komplette Einrichtung her. Die Suche nach besonderen und bezahlbaren Stücken auf Flohmärkten und Co. ist zwar spannend, aber auch langwierig.

– Wir besitzen zu viel Zeug und wollen uns nur von wenig trennen. Der ganze Kram muss vernünftig untergebracht werden.

– Die Schnittmenge zwischen „Gefällt uns“ und „Funktioniert für uns“ ist klein. Winzig klein. Verdammt winzig klein. Vielleicht, weil „Gefällt uns„, die Schnittmenge aus „Gefällt mir“ und „Findet er nicht furchtbar scheusslich“ eher… verschwindend gering ist.

All das führte dazu, dass ich mich von den ganzen tollen Wohndesign-Büchern und Interior-Blogs abwenden musste, um nur meiner eigenen Nase zu folgen.

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Und hier führte sie mich hin:

– Das grundliegende Farbkonzept stand schnell fest: Grau + Blau. Damit können wir beide sehr gut leben. Und die Materialien? Warme Stoffe und Holz. Für die Küche bleiben wir bei unseren UDDEN-Schränken von IKEA, da gilt dann Schwarz + Holz + Metall. Ziemlich genau wie bei Anna (Die Ähnlichkeit zwischen unseren Küchen ist Zufall, meine Begeisterung für ihren guten Geschmack nicht).

– Er steht vielleicht mehr auf ‚modern‚ und ich mag es eher ‚eklektisch‚, doch im Grunde soll es bei uns vor allem eines sein: gemütlich. Darum gibt es eine Lümmel-Landschaft im Wohnzimmer, mit weichen Sofas und einem großen, warmen Teppich. Zum Rumfläzen.

– Neben ‚schön‚ und ‚gemütlich‚ muss unsere neue Einrichtung vor allem eines sein: robust. Die Sofabezüge müssen waschbar und alle Möbel stabil sein. Grundsätzlich bevorzuge ich Materialien, die mit der Zeit eine Patina ansetzen und schöner werden statt üsselig. Rohes Holz zum Beispiel. Oder Edelstahl.

– Für die komplette Grundausstattung greifen wir auf’s gute, alte IKEA zurück. Das ist bezahlbar (das laute Grummeln, das ihr grade hört, das kommt von meinem Mann), sieht gut aus und tut nicht so weh, wenn es im Laufe der Zeit dann doch mal ersetzt wird. Für Kleinigkeiten, wie Beistelltische und neue Essplatz-Stühle, durchstöbern wir dann die Flohmärkte. Bis dahin kommt man auch ohne aus. Oder halt mit den alten Stühlen.

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– Weiße Wände lassen es schön hell aussehen, aber nach etlichen Jahren langweiligem Weiß wollte ich jetzt etwas Farbe. Wobei, zählt Grau als Farbe? Egal. Den Anstoß gab ein Besuch im Museum. In Kunstmuseen sind die Wände meist farbig gehalten und auf Grau, finde ich, kommen die Kunstwerke am besten zur Geltung. Ausserdem passen graue Wände so schön ins bereits erwähnte Farbkonzept. Im Schlafzimmer wird’s übrigens Blau. Dunkelblau.

– Wir sind Bücherwürmer. Wir besitzen Bücher. Viele Bücher. Wenn wir mal groß sind, dann haben wir sicher eine richtige Bibliothek. Bis dahin muss eine ganze Bücherwand im Wohnzimmer reichen. Aber vielleicht fühlt sich das ja auch schon ein bisschen an wie eine Bibliothek.

– Wenn wir diesmal in etwas investieren, dann sind es wohl Unterbringungsmöglichkeiten: Schränke, Regale, Kommoden, Kisten und noch mehr Regale. In die Kisten, Kommoden und Schränke kommt alles, was man verstecken möchte. Wir haben viel davon. Auf die Regale kommen unsere ganzen Erinnerungsstücke und unser Lieblingsgedöhnse. An dieser Stelle ein Hoch auf Platz im Keller und Einbauschränke! Man kann nie genug Stauraum haben.

– Und wo wir grade dabei sind: Erinnerungsstücke und Lieblingsgedöhnse. Nach fast sechs Jahren Zusammenleben haben wir unsere ‚Deko‚ langsam auf die Dinge zusammen gestrichen, die wir beide mögen. Ich muss zugeben, ich finde seine ganzen Musikdevotionalien mittlerweile sogar irgendwie echt schick. Und er kann Blümchen so schlimm nicht finden, bringt er mir doch regelmäßig welche mit.

Uns auf unsere zukünftige Einrichtung zu einigen war garnichtmal so leicht, aber gerade weil jede Idee ordentlich durchgekaut wurde haben wir am Ende hoffentlich das für uns optimale Ergebnis gefunden. Aber vor das Wohnen hat der liebe Gott ja erstmal das IKEA-Möbel-Aufbauen gesetzt.

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  1. Grau und Blau hört sich toll an!!! Ihr macht das schon, am Ende wird es ein super gutes Zuhause sein, ihr werdet es lieben und euch wohlfühlen. Viel Spaß beim einrichten!

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