Schichtwechsel.

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Herbst-Kürbis

Sacht ma, hab ich verpennt den Kalender umzublättern? Oder fängt der Herbst neuerdings schon im August an?
Nicht, dass ich mich darüber beschweren will. Von meinen vier Lieblingsjahreszeiten ist der Herbst mir noch die überallerliebste.

Sommer schön und gut, aber nach monatelangem Schwitzen bin ich froh wie der Mops im Haferstroh, wenn ich mich wieder in wollige Strickjacken kuscheln und Kürbissuppe essen kann. Beides ist in den letzten Tagen tatsächlich schon passiert. Ich erinnere uns noch einmal daran: Es ist August.

Eigentlich sollten wir jetzt noch im Bikini über Strände hopsen. Oder sowas. Wir sollten Eis essen und kurze Hosen tragen und grillen und uns mit Sonnencreme einschmieren.
Statt dessen kramen wir die dicken Pullover raus, zünden Kerzen an und kochen deftige Eintöpfe. Wer will kann auch schon die ersten Kastanien sammeln.

Ganz ehrlich Leute, mir ist’s recht! Im Herbst erwache ich endlich aus meiner unfreiwilligen, hitzeinduzierten Sommer-Lethargie und gehe mit neuem Schwung an die Dinge heran. Jenseits des Frühlings gefallen mir Bäume in leuchtenden Gelb- und Orange-Tönen deutlich besser als in Grün. Und im Herbst kann man endlich wieder so richtig viel anziehen! Ist doch herrlich! In meiner Welt zumindest schlägt das opulente Zwiebelprinzip meine Sommeruniform Shirt und kurze Hose um Längen.

Und noch ein Gutes hat der überpünktliche Herbsteinsatz: Ich kann so tun, als hätte ich ungerechter Weise einfach nicht genug Zeit gehabt, meine Sommer-To-Do-Liste abzuarbeiten. Denn ganz ehrlich? Das meiste davon ist meiner sommerlichen Trägheit zum Opfer gefallen.

Jetzt also ist keine Zeit mehr für Sommerkram, es geht schon weiter, der Herbst ist da!
Und mit ihm kommt eine neue Liste mit großen und kleinen Vorhaben, auf die ich mich freue wie Bolle zu Ostern:

+ das Haus weiter einrichten
+ Twin Peaks gucken
+ Kürbisse essen
+ Apfelkuchen backen
+ Lesen
+ Tee trinken
+ Spazieren gehen
+ Kastanien sammeln
+ das bunte Laub fotografieren
+ den Garten winterfest machen
+ einen Herbstputz veranstalten
+ Ofengemüse
+ den Kleiderschrankinhalt auf ‚Herbst‘ trimmen
+ mehr bloggen
+ neue Gassi-Routen entdecken
+ ein Herbstgrillen veranstalten
+ einen neuen Schal häkeln
+ ins Kino gehen
+ Suppen kochen

Und überhaupt und sowieso! Es wird wieder früher dunkel und man kann sich so wunderbar im Kerzenschein zuhause mit den Liebsten aufs Sofa muckeln. Eintöpfe, ebenso wie heisse Schokolade, schmecken am besten, wenn man mit geröteten Wangen aus der kühlen Herbstluft ins Warme kommt. Und Sonntags lässt es sich ganz ohne schlechtes Gewissen besonders lange ausschlafen, weil draussen kein strahlender Sommertag mehr lockt, sondern ein ordentlicher Herbststurm tobt.

Die Sommerjunkies und Sonnenanbeter unter euch wird das sicher nicht über ein verfrühtes Sommerende hinweg trösten. Aber seht die Sache doch mal so: Wenn das mit dem Jahreszeitenwechsel in dem Tempo weiter geht, dann können wir bald im Februar die Freibadsaison eröffnen.

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  1. Bor, wei gut ich Twin Peaks finde!!!
    Den Herbst liebe ich auch. Ich wollte aber noch ein bisschen Sommer feiern. Ich fahre erst in vier Wochen in den Sommerurlaub, da will ich jetzt noch kein Herbstwetter und gefühl.

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