Rien ne va plus.

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fit-froehlich

Wenn ungewohnter Monsterstress auf Erkältungszeit trifft, dann heisst es wohl nicht nur für mich ganz schnell: Rien ne va plus – Nix geht mehr.

Die Laune ist im Keller, der Hals tut weh und die Nase ist zu. Der Rücken zwickt und die Haut macht Zicken. Müde, Pipi, kalt ist Dauerzustand.

Doch was tun, wenn mit dem Arsch im Bett bleiben keine Option ist?
Die Wunderwaffe habe ich auch noch nicht gefunden, aber Folgendes hilft mir schon ganz gut:

+ Vernünftig Essen. Zum einen natürlich, alles was gesund ist. Obst, Gemüse… Ihr kennt das. Selbstgemachte Smoothies und frischgepressten Saft, Hühner-Kürbis-Suppe, Salat und viel Tee. Auf der anderen Seite kann muss man sich auch mal was gönnen: Heisse Schokolade (mit Sahne!), Pizza mit extra viel Käse und Knoblauch, Pommes und zum Nachtisch ein Eis. Oder zwei. Und schon lacht das Herz wieder. Meines zumindest.

+ Rumlümmeln. Und wenn es nur für eine halbe Stunde ist. Noch schöner ist natürlich so ein Lümmel-Nachmittag. Den verbringt man eingekuschelt auf dem Sofa, mit einer Kanne Lieblingstee und leckeren Snacks (siehe oben). Ehrengast ist ein gutes Buch (zum Beispiel Léon und Louise von Alex Capus) oder ein paar Folgen der Lieblings-Serie (für mich momentan und immer wieder Inspector Barnaby, für die nächste Zeit steht aber unter anderem noch Downton Abby auf der Wunschliste). Ein paar Kerzen an, vielleicht noch nette, ruhige Gesellschaft: fertig ist der perfekte Rumlümmeltag!

+ Abschalten. Im übertragenen wie im wörtlichen Sinne. Wenn einem eh schon der Kopf vor lauter To-Dos und nerviger Problemchen brummt, ein Schnupf vielleicht sogar noch sein Übriges tut, dann ist es oft am besten diesen ganzen Internet-Social-Media-Quark einfach mal auszuschalten. Mal für einen Tag, ein Wochenende oder sogar eine Woche nix posten, nix liken, nix nix. Kiste aus. Handy weg. Und dann kann man selbst vielleicht auch ein wenig abschalten. In der heißen Badewanne zum Beispiel. Oder beim Aus-dem-Fenster-gucken.

+ Rausgehen. Mache ich jetzt ja gezwungenermaßen öfters am Tag und ich muss zugeben: Trotz Kratze-Hals tut so ein bisschen frische Luft ganz schön gut und pustet einem schön den Kopf frei, wenn das Gedankenkarusell nicht still stehen mag.

+ Sport. Mit einer Grippe in den Knochen vielleicht nicht ganz so gut, mit einem leichten Schnupfen aber durchaus machbar. Während man sich so richtig auspowert oder auf seine Yoga-Verrenkungen konzentriert verschwindet der Stress langsam am Horizont. Und hinterher:

+ Verwöhnprogramm. Egal, ob man kränkelnd auf dem Sofa liegt oder so gestresst ist, dass die Leute es einem an der Nasenspitze ablesen können: Es ist Zeit für ein kleines Verwöhnprogramm. Mit frisch gewaschenen Haaren und rasierten Beinen fühlt man sich sofort besser. Ein frischer Nagellack-Anstrich macht gute Laune und die Haut, gepeinigt von Stress und Heizungsluft, freut sich über ein reichhaltiges Öl-Peeling.

Doch mein bester Stresskiller?

+ Einstellungssache. Wenn alles schief läuft und ich das Gefühl kriege, am liebsten alles kurz und klein hauen zu wollen (seid ehrlich, ihr kennt das), dann hilft nur noch eins: Tief durchatmen und sich einmal ordentlich die Perspektive zurecht rücken. Der Hund verteilt den Papiermüll in der Küche? Der Computer spinnt rum, wenn man noch schnell eine wichtige Mail schreiben will? Man ist spät dran und die Schlüssel sind unauffindbar? NA UND? Wenn ich eines mittlerweile gelernt habe, dann ist es, dass alles maximal nur halb so schlimm ist. Bei jedem Problem versuche ich an folgendes zu denken:
Werde ich mich in einem Jahr immernoch darüber aufregen?
Und wenn ich ehrlich bin lautet die Antwort in 9,9 von 10 Fällen: Nein.
Dann heisst es locker bleiben und das Beste aus der Situation machen. Anstatt den Hund anzuschreien und hektisch den Müll wieder in den Papierkorb zu befördern baue ich eine kleine Trainigseinheit für den Chaoten ein, in der wir ‚sitzen bleiben trotz toller Ablenkung‚ üben. Anstatt den Computer anzuschreien und wie wild auf die Tasten zu hauen bleibe ich ruhig und während der Rechner neu startet formuliere ich die Mail schonmal grob per Zettel und Stift, so bringt man besonders wichtige Mitteilungen auch besser auf den Punkt. Anstatt mich selber anzuschreien, weil ich immer alles verlege, gebe ich meiner Verabredung Bescheid, dass es etwas später wird und suche meine Schlüssel ganz in Ruhe.
Natürlich klappt das nicht immer so, manchmal steht man einfach wirklich zu sehr unter Zeitdruck. Aber wenn man mal aufrichtig mit sich selbst ist: Allermeistens ist das ganze nur halb so wild und wenn etwas schon nicht so läuft, wie es soll, dann kann man es getrost auch in Ruhe anders versuchen.

So. Ich lümmel jetzt noch ein wenig rum, es kann nicht lange dauern, bis hier wieder irgendwas ordentlich daneben geht.

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