Quintessenz.

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Quintessenz

„Ich bin dankbar für den Mangel an Zeit, weil es mich dazu gebracht hat, den ganzen Blödsinn in meinem Leben über Bord zu werfen.“

In ihrem neuesten Blogbeitrag fasst Maria etwas zusammen, was mir seit Franz‘ Geburt durch den Kopf schwirrt.

In der Schwangerschaft hörte ich immer wieder, wie sehr so ein Kind einen verändern würde.
„Bitte nicht!“, dachte ich dann immer und sagte:“Na, das werden wir noch sehen…“. Mittlerweile sehe ich. Ich sehe, dass ich kein bisschen anders bin. Naja. Doch. Ich bin irgendwie noch doller ich selbst. Und alle Vielleichts fallen Schicht für Schicht von mir ab. Mein Kind ist wie ein Sturm, der alles wegpustet was nicht fest sitzt. Ein Feuer, das mich einkocht bis nur noch meine Quintessenz übrig ist. Ein Rotstift, der alles streicht, was weg kann.

Während ich meinem Sohn Zeit und Kraft und Geduld schenke, wird all dies an anderen Stellen knapp. Ich habe keine Zeit mehr, Bücher zu lesen oder Filme zu sehen, die ich nicht wirklich mag. Keine Kraft mehr, mich in meinem Körper und meiner Kleidung unwohl zu fühlen. Keine Geduld mehr für Blödsinn.

Deshalb lasse ich alles, was mir nicht so richtig gut gefällt, jetzt links liegen. Ich habe alle Klamotten, in denen ich mich nicht wohl fühle, aus dem Schrank verbannt. Und schmeisse den ganzen Blödsinn über Bord.

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  1. Das hast du so wunderbar in schöne Worte gefasst! Genauso empfinde ich es. Ich bin meine Quintessenz. Ich bin immernoch ich. Nur eben mein festes Selbst – des Pudels Kern. Der Quatsch ist weg, der unnötige Ballast aber auch auch der, der einfach nur schmückte. Mehr ICH war ich nie. DANKE!

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