Oktoberlieblinge.

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Oktobergedanken

Wie, in drei Teufels Namen, kann es sein, dass der Kalender schon den zwanzigsten Oktober anzeigt?
Ich habe das Gefühl, dass in dem Moment, in dem die ersten Blätter an den Bäumen gelb werden, die Zeit zu rasen anfängt. Sobald es wieder früher dunkel wird, sind die Tage plötzlich viel zu kurz. Viiieeel, viel zu kurz. Und damit meine ich nicht nur die Zeit am Tag, an der es hell ist. Sobald die Sommerschwere von mir abfällt, könnte ich plötzlich 48-Stunden-Tage brauchen. Min.des.tens.

Zehn Stunden davon würde ich wahrscheinlich trotzdem nur mit Teetrinken und Lesen verbringen. Wobei. „Nur“? Streicht das! Ich würde lesen und Tee trinken. Backen und Suppe kochen und alles aufessen. Ich würde all die Ideen umsetzen, die mir plötzlich kommen, sobald die Vögel wieder gen Süden ziehen. Und ich würde stundenlang spazieren gehen, meine Nase in die frische Luft halten und diesen Herbstgeruch ganz tief einatmen.

Damit im Zeitrasechaos (nicht Zeitreisechaos, darüber kann uns morgen vielleicht Marty McFly was erzählen) nichts Wichtiges verloren geht, halte ich hier fest, was mein Herz grade Höher schlagen lässt.

Da wären

+ dunkle Schokolade mit Meersalz
+ Liz‘ Beitrag über ihre Körperbehaarung und ihre Überlegungen über die Vereinbarkeit von glattrasierten Beinen und Femininsmus
+ Rot
+ das komische Gefühl zu wissen, dass für die Kinder, die wir vielleicht mal kriegen, Zurück in die Zukunft komplett in der Vergangenheit spielt – irgendwie seltsam
+ Lush’s Ultrabalm
+ Vorfreude auf die Zeitumstellung
+ Jana hat einen fantastischen Post über nachhaltige Bekleidung geschrieben und direkt noch was sehr nützliches hinterhergeschoben: Wie man seine Wollsachen bei Laune hält
+ Skateboards. Wer bringt mir Skateboardfahren bei?
+ den Twitteraccount vom @manwhohasitall
+ Essen, das man löffelt: Suppe, Porridge, Eintopf, Curry, Crumble…
+ Wes Anderson Filme, immer wieder

So. Schon wieder Zeit für die Gute-Nacht-Runde mit Newton. Schon wieder ein Tag rum. Wo ist die ganze Zeit bloß hin?

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  1. Ich teile deinen Eindruck, auch wenn ich versuche so viel als möglich aus dem gefühlt viel zu kurzen Tag zu machen. Vermutlich ist das schwindende Licht schuld daran. Einzig der Tag der Zeitumstellung und vielleicht noch der danach kommen wir ungewöhnlich lang vor, geht dir das ähnlich? Meine liebsten Beschäftigungen sind aktuell auch Tee trinken und wenn ich abends nicht zu müde bin auch lesen. Dazu kommt noch unter die Decke kuscheln und essen. Kann es sein, dass man jetzt auch viel mehr Hunger hat?! Ganz schön gemein, aber vieles ist aber auch so lecker, dass man jetzt wieder kochen und backen kann. Immernoch besser zu wissen was drin ist als mit all dem fertig gekauften sag ich mir dann. Wenn ich es in Maßen halte und dazu Sport treibe sollte es auch nicht zu sehr auf die Hüften gehen.

    Ich wünsche dir trotzdem einen schönen Herbst mit all seinen Vorzügen.
    Viele Grüße, Silke

  2. Gott sei Dank, ich bin nicht alleine. Kaum ist der Sommer verschwunden, habe ich auf einmal tausende Ideen und mir fällt ein, was ich noch alles tun wollte. Gerade haben sie im Radio vom November-Blues gesprochen, für mich gibt es andere Monate, die ich viel bluesiger empfinde.
    Außerdem braucht man im Herbst endlich keine Ausrede mehr, wenn man einen Abend in Muckelklamotten auf der Couch liegen möchte. Gerne mit Buch, Tee und Eintopf.

    Liebe Grüße aus dem herbstlichen Südhessen
    Nina

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