Oh, November.

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November Lieblinge

Vor zwei, drei Tagen war ich von den plötzlichen, verfrühten Weihnachts-Ausbrüchen allüberall noch reichlich verwirrt. Während ich sonst gerne schon zu Halloween die Lichterketten aus den Kisten mit der Aufschrift „X-Mas“ gekramt habe, hing ich dieses Jahr irgendwie im Herbstanfang fest. Die Zeit, in der die Kürbissuppe schon schmeckt, Kuschelsocken aber noch ein bisschen viel des Guten sind.

Gestern haben wir unseren Garten winterfest gemacht. Und ich glaube, da ist der Groschen gefallen: Es ist November. Spät-hell-früh-dunkel-Heizung-an-Hängematte-eingemottet-November. Kerzenschein-Wintermantel-suchen-lecker-Kakao-November. Zeit, die Lichterketten aufzuhängen und wie jedes Jahr zu überlegen, ob wir über Weihnachten nicht einfach wegfahren sollen (was wir nicht tun werden – wie jedes Jahr). Zeit für Adventsvorfreude und Zeit, einen Gang runter zu schalten.

Zum Frühstück gibt es wieder Porridge statt Müsli. Ich versuche mich an Handarbeit, zünde Kaminfeuer-Kerzen an, hole die dicken Pullover aus ihrem Sommerurlaub.
Dieses Jahr hänge ich vielleicht ein bisschen hinterher, aber der Wechsel der Jahreszeiten und Feiertage macht mich kribbelig wie nie zuvor. Denn die kleinen Dinge, in denen sich in unserem Haus der Übergang von einer Saison zur nächsten manifestiert, werden mit der Zeit zu den Traditionen, mit denen Franz aufwachsen wird.

Noch ruckelt es ein bisschen, ich komme vor lauter Baby-Dusel nicht schnell genug hinter der verstreichenden Zeit her, aber ich versuche alles ein bisschen bewusster zu tun. #unseralltagistihrekindheit lautet ein beliebter Hashtag auf Instagram. Und so ertappe ich mich in Gedanken immer wieder in den besonders schönen Momenten meiner Kindheit und der Überlegung, wie ich für unseren Sohn so viele wunderbare Erinnerungen wie nur irgend möglich aus dem Hut zaubern kann. Damit er später beim Anblick von etwas Profanem wie Backerbsen auch immer ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen hat, genau wie seine Mutter.

Aber auch für mich gibt es im Moment viele Großartig- und Kleinigkeiten, die diese aufregende Zeit noch ein bisschen schöner machen. Meine gegenwärtigen Lieblinge:

Hidden Folks, das wohl schönste Handy-Spiel aller Zeiten + das Kind durch Wind und Wetter tragen + den zauberhaften Instagram-Account von Franziska + Ritter Sport mit Mandeln und Quinoa + die schönen Mitwachs-Klamotten von Petit Cochon + Miss Fisher’s Murder Mysteries auf Netflix + der Heartbeats Blog + selbstgemachte Haselnussmilch + ganz oben auf meinem Wunschzettel: ein Körbchen! + Kleider tragen… + …und deshalb direkt hinter dem Körbchen auf dem Wunschzettel: ein Kleid + Backofengemüse, allem voran Aubergine + Yoga Revolution + den Tag mit einem strahlenden Junior beginnen + die zwei, drei Stunden am Abend, wenn besagter Junior im Bett ist und wir Erwachsenen mal wieder etwas Zeit für uns haben + Gans Gerti, die bei uns Lotti heisst und von Franz heiss und innig geliebt vollgesabbert wird

Ach, wenn ich nicht grade wieder einen Hustenanfall habe (und dieser Husten will und will nicht verschwinden, da kann ich mich noch so sehr auf den Kopf stellen – gemeiner Hund!), dann bin ich im Moment ganz sprudelig und freu mich einfach von hinten bis vorne über fast alles. Zumindest innerlich. Äußerlich bin ich vielleicht auch einfach ein kleines bisschen furchtbar müde 😉

(Während ich dies schrieb, leuchteten übrigens schon die Lichterketten, die ich gestern Abend noch aus den Kisten im Keller gesucht habe und ganz eventuell lief auch ein bisschen Weihnachtsmusik…)

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  1. Herrlich, wie „dann bin ich im Moment ganz sprudelig und freu mich einfach von hinten bis vorne über fast alles.“ So sehr nach Astrid Lindgren klingt – und damit noch viel mehr nach Gemütlichkeit als ohnehin schon.

  2. Oh wie toll! Ich wusste nicht, dass es ein zweites Weihnachtsalbum von She&Him gibt und das zu erfahren macht mich gerade auch ganz sprudelig und fröhlich!

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