Napping for two…

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Schwanger macht müde

Joa. Da ging’s mal wieder doch nicht wie geplant weiter. Konnte aber ja vorher auch keiner ahnen, dass diese Sache mit der Fortpflanzung so anstrengend ist!

Falls ihr euch fragt, was ich in den letzten drei Wochen so getrieben habe, dann muss die Antwort wohl lauten: Nicht viel.
Daran kann nichtmal ein Wochenende in Birmingham etwas ändern. Wir waren dort für das aller, aller letzte Black Sabbath Konzert.
Das war ziemlich toll und gleichzeitig ziemlich traurig. Ich war mir vorher nicht ganz sicher, ob ich es bis zum Schluss aushalte, langes Stehen ist mittlerweile schon ein bisschen unangenehm und ich bin ja schon vom Nixtun ganz fix k.o., aber wenn Ozzy das durchhält, dann kann ich das auch!

Sonst ist allerdings nicht besonders viel passiert. Am Abend vor dem Konzert waren wir kurz im Scruffy Murphy’s. Dass wir da nicht besonders alt geworden sind, lag einzig und allein an mir. Müdepipikalt. Und Bier durfte ich natürlich auch nicht trinken. Als einzig nicht-alkoholische Alternative bot der Barkeeper uns ausschließlich Cola an. Und dann auch noch Pepsi. Hmpf.
Den nächsten Tag haben wir dann mit Essen (wir sind zum Frühstück zufällig bei Bill’s gelandet und sind Sonntags direkt wieder hin – super lecker!) und einem ziemlich ausgiebigen Mittagsschläfchen verbracht. Und auch am Sonntag haben wir mehr unsere Augenlider von innen als die Stadt angeguckt.

Der Weg zurück nach Hause war irgendwie irre anstrengend für mich, da wurde zuhause direkt mal zwei, drei Tage weiter geschlafen. Und auch sonst ist „Schläfchen machen“ hier aktuell tagesfüllendes Programm. Ich war ehrlich noch nie im Leben so scheisse müde! Dabei bin ich landauf, landab als versierter Langschläfer bekannt. Schon als Teenie war mir mein Mittagsschlaf heilig. Aber jetzt? Nennt mich Dr. Snoooze.

Laut diverser Apps, schlauer Bücher und meiner Hebamme sollte ich aktuell die „Phase des Wohlbefindens“ durchlaufen, in der die schlimmste Müdigkeit vorüber ist. Hat mein Körper wohl mal wieder nicht richtig aufgepasst.
Der stellt sich überhaupt ein bisschen doof an momentan. Egal, welches Projekt ich angehen will, es ist als würde er jedes Mal entrüstet die Hände über’m Kopf zusammenschlagen und „Ich kann halt nicht alles gleichzeitig!“ jammern. Mein Körper ist offenbar zur Zeit voll mit Fortpflanzung ausgelastet. Alles andere muss ich eben dann erledigen, wenn er das mit dem Schwangersein grade mal vergisst.

Ja, das passiert mir tatsächlich. In den zehn Minuten am Tag, an denen mir weder die Augen zufallen, noch irgendwas irgendwo zwickt oder ziept, kommt es in der Tat manchmal vor, dass ich vergesse, dass ich schwanger bin. Und dann komme ich an einem Spiegel vorbei oder sehe an mir runter und bin für einen winzig kurzen Augenblick ganz perplex: Wieso sieht mein Bauch so seltsam aus?

Die meiste Zeit stellen aber sowohl mein Körper als auch #wennkerjunior sicher, dass ich mir meines Zustands bewusst bin. Es zwiebelt nicht selten ganz ordentlich im Bauch, da muss ja alles ständig ausgebaut werden. Meinem Rücken fehlt das tägliche Yoga, wofür ich oft einfach zu müde bin. Und wenn ich dann liege und zu schlafen versuche, zeigt unser Sohn mir, wie toll er schon Purzelbäume kann.
(Versteht mich jetzt nicht falsch, natürlich ist das schon spannend und auch ganz schön cool, wenn man fühlen kann, wie sich das Kind im Bauch bewegt. Aber warum hört man so selten, wie furchtbar seltsam sich das anfühlt? SOWAS VON SELTSAM. Super seltsam. Überoberseltsam.)

Langer Rede kurzer Sinn: Macht euch darauf gefasst, dass es hier so unregelmäßig weiter geht, wie bisher. Und auch, wenn ich es zunächst anders vorhatte, es wird wohl inhaltlich in nächster Zeit doch meistens um’s Kinderkriegen gehen. Vor allem, weil ich mit dieser ganzen Schwangerschafts-Mutterwerden-Baby-Kiste einen „What the fuck?!“-Moment nach dem anderen erlebe.
Womit ich jetzt gar nicht mal die Überraschungen meine, die mein Körper für mich bereit hält, sondern dieses ganze Drumherum, von Schwangerschaftsbekleidung (gibt’s die auch in schön?), über ständige Bauchvergleiche, ungebetene Ratschläge und den ewigen Chor des „Du wirst schon noch sehen“, bis hin zum Afterbabybody-Wetteifer (ganz im Ernst, was soll der Scheiss??) und den unzähligen Frauen, die ihre Mutterschaft als Auszeichnung vor sich her tragen, die Social Media Profile voll von selbstverliehenen Trophäen für „Natürliche Geburt“, „Problemloses Stillen“ und „Perfekte Schwangerschaft“.

So. Jetzt brauche ich erstmal Abendessen. Und danach ist es dann bald auch schon wieder Schlafenszeit – JUCHU!

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