Nackt sein und cool bleiben!

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Kein Stress

Bekloppt wie eh und je…

In den letzten Tagen hatte ich in verschiedenen Wartezimmern (ich schiebe Vorsorgeuntersuchungen immer bis zum Ende des Jahres vor mir her..) und beim Frisör reichlich Zeit, mal wieder durch Frauenzeitschriften zu blättern. Und, wie nicht anders erwartet, stand da vor allem eine Menge Quark darüber drin, wie Frauen auszusehen und sich anzuziehen haben.

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Gut. Diese speziellen Überschriften habe ich mir grade alle ausgedacht. Aber so oder so ähnlich steht das zur Weihnachtszeit in zig Magazinen. Und das ist doch einfach dämlich.

Deshalb lasse ich euch hier jetzt einfach schnell einen kleinen Link zu einem Text da, der etwas ganz wunderbares propagiert: Öfter mal nackt sein!
Denn, wie oft sehen wir schon unseren eigenen, nackten Körper? Besonders im Vergleich zu all den (halb-)nackten, oft gephotoshopten Modelkörpern überall in den Medien? Kein Wunder, dass wir da manchmal vor uns selbst erschrecken, wenn wir uns so sehr an die Körper von Frauen gewöhnen, die dafür bezahlt werden, so und nicht anders auszusehen.
Und wie Kate Fridkis in ihrem Artikel so schön feststellt: Sich in seinen Klamotten wohlzufühlen ist ein Kinderspiel, wenn man sich erstmal nackt kennen und mögen gelernt hat.
Dann traut man sich vielleicht auch, endlich einfach das anzuziehen, was man selbst für den heissesten Scheiss hält. Des einen Fauxpas ist des anderen Must Have.

Lasst euch also von keinem Diätratgeber dieser Welt davon abhalten, euren Christstollen zu genießen. Lasst euch von keiner Kalorientabelle euren Kakao mit Sahne verderben. Esst Gänsebraten und Klöße mit Soße. Oder Würstchen mit Kartoffelsalat. Und solltet ihr zufällig tatsächlich einfach auf Gurkensticks mit Hüttenkäse stehen (ich find das auch lecker!), lasst euch von niemandem dafür aufziehen. Egal was, gönnt euch!

Tragt Miniröcke, bodenlange Samtroben oder Paillettenkleidchen. Mit oder ohne Strumpfhose (also, ich ja nur mit Strumpfhose – und Nierenwärmer). Tragt Jeans und Bandshirts. Oder Weihnachtspullover. Rentiersocken und Weihnachtsmannschlüpper.
Oder bleibt einfach nackt.

Kommentare 6

  1. Schön gesagt!
    Wir sind aus irgendwelchen dummen Gründen darauf programmiert nur die Makel zu sehen und blenden das, was uns eigentlich gefällt perfekt aus. Wir glauben, dass unser gegenüber uns genau so betrachtet. Überraschung! Tut er/sie nicht!
    Ganz im Gegenteil! Wir sollten lernen, uns selbst so zu betrachten wie andere es tun!
    Beispiel gefällig? Der Partner/Die Partnerin streichelt uns an den Stellen, die er/sie besonders schön findet. Warum sehen wir es dann als Problemzone?

  2. Mal was zum ausprobieren: einfach mal nackich vor den Spiegel stellen. Alles was vorher noch vermeintlich unvorteilhaft durch die Kleidung irgendwo zusammen- oder rausgedrückt wurde, verwandelt sich nackt zu einer wunderbar fließenden Kurve. Deswegen geh ich lieber in die Sauna anstatt ins Schwimmbad.

    Leider werde ich eher dafür gedisst, dass mich alle für zu dünn halten („hast du etwa abgenoooomeeennnn?“). Fürs dünn sein muss man sich in dieser Gesellschaft auch pausenlos rechtfertigen.

    • Leider kann man wirklich aussehen, wie man will – irgendwas ist doch immer falsch. Also müssen wir einfach das beste draus machen. Und uns freuen, dass wir einfach aussehen könne, wie wir wollen. Und niemand anderes.

  3. Als Fotograf sage ich zum Diät-Wahnsinn nur eines: Die wahre Erotik einer Frau ist in den Augen und im Gesicht zu erkennen und nicht an einem anscheinend makellosen sowie dünnen Körper, der von der Ausstrahlung ablenkt. Darum achte ich bei meinen „Models“ auf das Gesicht, wenn ich sie anspreche.

    Du wärst auch ein Kandidat für viele schöne und spannende Portrait-Fotos 🙂

    LG Udo

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