Morgen ist Geburtstag.

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Ich schreibe dies am Vorabend meines 30. Geburtstages. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung freue ich mich darauf. So, wie ich mich einfach jedes Jahr auf meinen Geburtstag freue.

Klar, es gibt natürlich Geschenke. Ich war heute schon so frei, mir selbst einen Ausflug in die Flohmarkthalle zu schenken. Es gab eine alte Bibel, Salatbesteck mit Porzellangriffen, Kerzenhalter und noch ein bisschen mehr.
Und weil 30. Geburtstage scheinbar Mitleid erregen, stehen in der Ecke schon ein paar Pakete von mitfühlenden Verwandten.

Aber wie gesagt, ich freue mich darauf und fühle mich kein bisschen bemitleidenswert. Ich habe lieber die Drei vorne stehen als die Eins. Es sei denn, wir reden von 100. Das kann ich jetzt ja noch nicht sagen.

Das Älterwerden an sich finde ich jedenfalls kein bisschen schlimm. Wie Shirley Manson kürzlich sagte:
„But age is information. Age is empowerment.“
Die wurde kürzlich 50. Und es steht ihr hervorragend.

Eigentlich wollte ich noch einen Blogpost geschrieben haben, über all die Dinge, die ich in meinen 30 Jahren bisher gelernt habe. Dass das Gefühl wichtiger ist als das Aussehen. Dass die Traumfigur eine Sache der Einstellung ist. Dass einem manchmal nichts besser hilft, als die Dinge endlich anzupacken. Und, am hilfreichsten von allen vielleicht: Righty tighty, lefty loosey.

Doch dann lief die Zeit irgendwie schneller, als ich Leberwurstbrot sagen konnte. Jetzt ist der September auch schon halb rum (also, fast halb). Die aktuelle Hitzewelle ist angeblich die letzte des Jahres.
Im Supermarkt stehen schon wieder die Lebkuchen bereit (etwas, das ich mit anderen Augen sehe, seit ich diesen Text hier gelesen habe).
Die ersten Blätter sind gefallen, in den Läden hängen die Herbstklamotten und das letzte Quartal des Jahres steht vor der Tür. Aber morgen hab ich erstmal Geburtstag.

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