Momentaufnahme. // Scherben bringen Glück.

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Momentaufnahme

Ihr wisst ja: Der Teufel macht immer auf den dicksten Haufen.
Das kann dann so aussehen, dass ausgerechnet an dem Morgen, an dem ich zwischen Hausputz, Arbeit und Sport noch schnell zum Frisör will, es einen lauten Knall tut und das Wohnzimmerfenster plötzlich von einem schnieken Muster geziert wird.

Was war passiert? War es ein Vogel? War es ein Flugzeug? Nein, und Superman war es auch nicht. Laut Glaser handelt es sich wahrscheinlich um das unglückliche Zusammenspiel zwischen thermischer Spannung im Glas und einer nicht korrekt angebrachten Schraube im Fensterrahmen (Also, nicht dass einer meint, ich hätte in den Fensterrahmen gebohrt – innen im Rahmen sind wohl Schrauben, die das ganze fixieren und ausgerechnet diese eine ist wohl nicht richtig angebracht. Oder so.).
Ein neues Fenster in der Größe muss natürlich erst noch gebaut werden, wir leben hier also momentan mit Sprung in der Schüssel Scheibe. Offenbar bleibt uns unser Indianerfriedhof auch im Haus treu. Sind zufällig Schamanen anwesend?

Fenster hin, Frisörbesuch abgeblasen. Zum Glück gibt es Mützen. Oder Papiertüten.

Man könnte jetzt meinen, dass ich über diese Dinge ein wenig verzweifelt wäre. Besonders angesichts der Tatsache, dass ich für meinen Geburtstag am Samstag (Zaunpfahl…) sowohl das Haus (und zwar inklusive aller Fenster) als auch mein Haupt gerne auf Vordermann gebracht hätte. Ihr wisst schon. Gäste.
Aber ganz ehrlich? Juckt mich alles nicht so sehr. Und das hat verschiedene Gründe:

Erstens kommen nur sehr, sehr wenige Gäste und alle vier werden sicher damit fertig, dass das Fenster kaputt und mein Haar nur so semioptimal ist. Da bin ich mir sicher.
Zweitens habe ich meinen Superschurken an meiner Seite und wir haben ausreichend Erfahrung in solchen Dingen. Besonders darin, dass meine Haare nicht sitzen.
Drittens haben wir genug Schokolade im Haus.
Viertens muss ich das Fenster jetzt nicht mehr putzen.
Fünftens gibt es einiges, was uns abgesehen von Frisuren und Fenstern momentan beschäftigt.

Und sechstens (was auch einen Großteil von fünftens ausmacht) sind wir unter die Sportler gegangen. Ha. Da guckt ihr, ne?
Das kam so: Der Mann will an seine Karriere als Footballspieler anknüpfen.
Jetzt hat er aber seit ziemlich langer Zeit kein Football mehr gespielt und deshalb muss er jetzt ganz schnell ganz fit werden. Und weil das ein ziemliches Unterfangen ist und ich eine gute Frau bin, mache ich mit. Also, nicht bei dem Football. Aber beim Fitwerden.
Das motiviert nicht nur den Man, sondern sorgt auch dafür, dass ich irgendwie entspannter bin. Muckis kriege ich davon hoffentlich auch. Und gesund ist Sport ja sowieso. Ein Wundermittel, quasi.

Und weil so viel Sport auf schlappe Muskeln für Muskeltkater sorgt, schleppe ich mich jetzt in die frisch geputzte Badewanne.

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