Ming Täsch!

Was-in-Tasche1

„Ming Täsch!“, so hieß das Bild auf einer dieser Postkarten, die man oft vor den Toiletten in Clubs und Kneipen findet. Die Karte ist längst weg, aber „Ming Täsch!“ ist mir im Kopf geblieben.

„Ming Täsch“, das ist Kölsch und heisst „meine Tasche“. Und zu ebenjener habe ich ein sehr emotionales Verhältnis. Denn meine Tasche ist mein Survival Pack für die Welt jenseits meiner Haustür. Sie lässt mich gut aussehen und rettet mich vor dem sicheren Hungertod.
In ihr trage ich meine Gedanken und Erinnerungen durch die Welt. Bücher. Und manchmal auch meinen halben Kleiderschrank. Man weiß ja nie, ob man nicht ein Ersatz-Shirt braucht…

Was-in-Tasch2

Portemonnaie + Moleskine Kalender + Stifteetui + Pulsin Energie-Riegel + Handcreme + dreierlei Lippenpflege + Smartphone + Taschenspiegel + feuchte Tücher von KFC + IKEA Bleistift + Lippenstift + Concealer + Lipgloss + Krümel

Manchmal gehe ich auch ganz ohne Handtasche aus dem Haus. Dann fühle ich mich sehr mutig. Und irgendwie auch ein bisschen nackt. Man weiß ja nie, ob man nicht ganz dringend Handcreme braucht. Oder was zu lesen. Dostojewski zum Beispiel.

Mein Mann kommt meistens komplett ohne Tasche aus. Naja. Ohne eigene Tasche. Denn sind wir gemeinsam unterwegs, dann wandert alles, was nicht mehr in seine Hosentaschen passt, schwupps, in meine Handtasche.
Da wird es dann eng, denn neben meinen und dann eben auch seinen Sachen trage ich oft auch noch diverses Zubehör vom Hund durch die Gegend: Leckerchen, Kackbeutel, Spielzeug, Handtuch, Sabbertuch, Trinkflasche, …

Kein Wunder, dass mein Rücken da manchmal streikt. Aber für meine Handtasche nehme ich das gerne in Kauf. Ich häng halt einfach an ihr. Ming Täsch.

Ältere Einblicke in mein SeelenHandtascheninnenleben gibt es übrigens hier und hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.