Lieblinge: Oh, du Fröhliche!

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Brownies

Noch vier Mal schlafen, dann ist Heiligabend.

Früher, als wir noch Kinder waren und ganz fest an das Christkind glaubten, konnten wir in den Nächten vor Weihnachten vor Aufregung kaum eine Auge zu tun. Nun, da wir erwachsen sind und an garnix mehr glauben, hält uns die endlos lange To Do-Liste wach. Selten stapeln sich die zu tätigenden Erledigungen so, wie in der besinnlichen Weihnachtszeit.

Da muss eingekauft und geputzt werden. Baum besorgen, schmücken, möglichst nicht abfackeln das Ding. Weihnachtskarten aussuchen, schreiben, abschicken nicht vergessen. Plätzchen backen, ganz wichtig. 10 Sorten, mindestens. Ui, und die Geschenke! Da schieben wir uns mit viel zu vielen Menschen gleichzeitig durch die Innenstädte, geben Geld aus als hätten wir’s und müssen Heiligabend-Morgen doch nochmal los, weil wir Tante Trudes Parfüm vergessen haben. Den ganzen Kram dann noch hübsch verpacken, mit Schleifchen dran und Pipapo, das soll aussehen, als wüsste ich hier, was ich tue. Und dann das Kochen. Jaja, Würstchen und Kartoffelsalat, das kann ja jeder. Dieses Jahr machen wir mal was richtiges. Braten. Einen Schinken. 10 Gänge! Und jetzt aber hopphopp, wir müssen noch die Oma besuchen. Und Onkel Heinrich. Zu deinen Eltern heute, zu meinen dann morgen und dazwischen noch Brunch mit den Freunden.

So gibt das sicher nix mit stiller Nacht.

Nun sagen mir manche nach, ich sei etwas faul. Ich sage: Papperlapapp, ich bin effizient!
Drum habe ich meine Weihnachts-Liste ordentlich zusammen gestrichen:
Geschenke? Im Internet bestellt. Einkaufen? Baum fällen? Hat mein Mann übernommen (ich sach doch: Supermann!). Plätzchen backen? Macht die Mama viel besser und mit deutlich mehr Geduld. Putzen? Ich sach mal so: Wenn keiner den Dreck sieht, ist dann da überhaupt Dreck? Und wer bestimmt überhaupt, was Dreck ist und was nicht? Die Gartenerde gehört hier auf den Wohnzimmerboden! Im Ernst, wir kriegen über die Feiertage keinen Besuch, dann reicht das ’normale‘ Putzen vollkommen aus. Auch für Weihnachten. Kochen? Ja, schon. Aber keine 10 Gänge. Und zum Nachtisch gibt es Eis von Ben & Jerry’s. Fertig ist die Laube. Weihnachtskarten? Öööh, ja, die liegen hier. Über’s kaufen bin ich dieses Jahr jedoch nicht hinaus gekommen. Gibt es eben E-Mails diesmal. Mit Bildern von Newton werden die bestimmt auch ein Hit.
Bleiben noch die Besuche bei der Verwandtschaft. Aber mit einer dermaßen zusammengekürzten To Do-Liste kann ich die auch viel mehr genießen.

Genau wie meine aktuellen Lieblinge:

+ Brownies, nach einem Rezept aus Nigella Lawsons How to be a Domestic Goddess
+ Die Sachen von Dinosaur Toes (Wie toll ist der Name, bitte?!)
+ Alles von bookhou. Ganz große Liebe. Findet auch die Juli und hat deshalb keine Mühen gescheut, um heute eine der schönsten Taschen der Welt in ihren Adventskalender zu packen. Die kann man da gewinnen, Leute! Ganz schön knorke von der Juli, das Dingen nicht einfach selbst zu behalten.
+ Vor ein paar Tagen habe ich das erste Mal Gulasch gekocht. Also, das erste Mal ohne Maggi und Konsorten. Und es war echt lecker. Da bin ich schon ein bisschen stolz drauf.
+ Ein Weihnachtsfilmemarathon.
+ Raclette.
+ Three Wise Guys.
+ Unsere Newton-Milchzahn-Sammlung, die wächst und gedeiht.
+ Earl Grey Kekse. Findet übrigens auch Berit.
+ Unser Kühlschrank ist so voll, es passt wirklich nix mehr rein. Dieses Problem hätte ich gerne öfter.

Hier ist jetzt Hundeknuddeln angesagt. Newton hat sich auf der Hundewiese eine leichte Rachenentzündung eingefangen und soll sich nun etwas schonen. Sieht unser kleines Energiebündel leider anders…

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