Kürbiscurry und anderer Quinoaquatsch.

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Kuerbiscurry3

Im Zuge meines Gewürzquinoarezeptes erwähnte ich mein Kürbiscurry und wurde dann tatsächlich ein oder zwei mal nach einem Rezept gefragt.

Ok. Ein mal. Ich wurde ein mal gefragt. Aber ein mal fragen reicht manchmal eben aus, weswegen ich heute mein supergeheimes Kürbiscurryrezept verrate.
Ok. Kein Rezept, eher ein paar Anregungen und geheim ist daran auch nichts. Aber wollt ihr jetzt Kürbiscurry zu eurem Gewürzquinoa, oder nicht?!
Genau. Und wer nicht will, der hat halt schon.

Kuerbiscurry1

Vorneweg weise ich darauf hin, dass das hier mal wieder eine Veranstaltung für Faule ist. Und dass die Mengenangaben am besten immer an den eigenen Gaumen und die Anzahl der Mitesser angepasst werden. Ich bin ja von der Kategorie „Viel hilft viel“, aber da ist ja auch wieder jeder Jeck anders. Ausserdem koche ich sowas wie Kürbiscurry nur für mich alleine, wenn ihr mit anderen teilen müsst, dann kocht mal lieber ein bisschen mehr.

Also. Ich fange damit an, dass ich 2 Frühlingszwiebeln, 1 Möhre, 1/2 kleinen Hokkaido (die muss man nicht schälen, die mag ich), 1 Knoblauchzehe und 2 Chilischoten mehr oder weniger klein schneide. Den Knoblauch und die Chilis mehr, die Möhren und den halben Kürbis weniger, die Frühlingszwiebeln auf hübsche Ringe.
Während der Schnippelarbeit lasse ich schonmal Kokosöl in einer Pfanne heiss werde. Da kommen dann erst die Zwiebeln mit der Möhre, kurz darauf der Kürbis mit den Chilis und zum Schluss der Knofel rein. Bevor Letzterer unschön anbrennt gebe ich schnell Wasser dazu, bis der Kürbis bedeckt oder der Herd von einer Flutkatastrophe bedroht ist. Salz und die aktuell liebste Currymischung dazu geben (ich probiere mich da ständig durch die äußerst gut sortierten Gewürz- und Feinkostregale unseres Bochumer Protz-Edeka, da bekommste ja alles).
Vorsicht: Mit Currypulver kann man herrlich die Küche vollsauen, ich habe das für euch getestet!
Für meinen Geschmack darf dann äußerst gerne noch Cayennepfeffer mitmischen und je nach Laune auch noch ein bisschen gemahlener Kreuzkümmel.
Gut umrühren und dann kann das für die nächsten 15-20 Minuten weitestgehend unbeaufsichtigt vor sich hin köcheln, während ich mich anderen Dingen widme. Dem Sofa zum Beispiel. Mein Sofa braucht viel Aufmerksamkeit, sonst wird es grantig. Echt wahr.

Kuerbiscurry2

Wenn der Kürbis gar ist, dann könnten kluge Köche nochmal abschmecken. Ich hingegen parke das Curry schonmal auf dem Teller und hole mir eine Portion Gewürzquinoa aus dem Kühlschrank. Das wärme ich dann einfach in der (ungespülten) Currypfanne auf und sobald mir die Temperatur zusagt, darf das Quinoa neben dem Kürbiscurry Platz nehmen.
Wenn ich besonders fancy drauf bin, dann streue ich noch etwas Petersilie drüber, aber meistens ist der Hunger zu groß für solchen Firlefanz und ich hau einfach rein.

Wenn man das Quinoa in platten Schichten einfriert, etwa im Gefrierbeutel oder in der Tupperdose mit Backpapier dazwischen, dann kann man so eine Portion übrigens auch direkt aus dem Eisfach ganz schnell aufwärmen.

Quinoa-Salat

Zum Beispiel für so einen Salat, wie ich ihn ja schon gezeigt habe. Jetzt im Herbst schmeckt Gewürzquinoa auch richtig gut zu einem deftigen Salat mit Speck und Nüssen. Da gebe ich dann immer noch Birnenstückchen oder Granatapfelkerne zu. (Und schon habe ich Hunger…)

Quina-Gemuese-Pfanne

Richtig zackig lässt sich auch so eine Quinoa-Gemüsepfanne machen: Gemüsereste kleinschneiden, anbraten, Quinoa unterrühren, auf einen Teller schaufeln, schnell noch ein Ei hinterher braten und fertig ist die Laube das Mittagessen.

Man kann das vorgekochte, gewürzte Quinoa auch ganz prima mit einem Ei verquirlen und dann zu Röstis verarbeiten. Oder als Füllung für vegetarisch-orientalische Rouladen verwenden. Oder als Superkleber benutzen.
Gut. Der letzte Vorschlag stammt jetzt von meinem Mann. Der musste nämlich mal einen Topf spülen, in dem ich zwei Tage zuvor Quinoa gekocht und den einzuweichen ich vergessen hatte (ja, ich weiß, man könnte durchaus öfter spülen. aber. manchmal eben auch einfach nicht.).

Falls ihr tatsächlich Gewürzquinoa gekocht und dann sogar gemocht haben solltet: Was habt ihr damit angestellt? Ich hab ja immer den halben Kühlschrank voll damit, da kann man gute Ideen brauchen…

So oder so. MAHLZEIT!

Kommentare 4

  1. HUNGER!!!!!
    Als Kokosfan habe ich für den Gewürzquinoa/-reis einen Teil des Wassers durch eine halbe Dose Kokosmilch ersetzt. Dazu gab es Möhrencurry mit der anderen halben Dose Kokosmilch und gelber Currypaste. In einer Pfanne habe ich eine halbierte Banane von beiden Seiten kurz angebraten, die kam dann auch noch mit auf den Teller. Lecker…

    • Warum bin ich bisher nicht auf die Idee mit der Koksmilch gekommen?! Das klingt fantastisch, Hanni!

  2. Ich koche den Quinoa gern in Tomatensaft. Ordentlich Kräuter geht natürlich auch immer. Sehr lecker und fruchtig und super zu gebratenen Zucchini und Ähnlichem. Geht auch prima kalt zu Salat.

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