Ellen kocht. // Kakao.

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Kakao

Herbst. Die Bäume schmücken sich mit herrlich buntem Laub, an jeder Ecke lachen einen Kürbisfratzen an und endlich, endlich wird es wieder kühl. Denn erst, wenn es einen wieder ein wenig fröstelt, entfaltet so eine Tasse heisse Schokolade ihre vollkommen magische Wirkung.

Ein guter Kakao wärmt nicht nur die Finger nach einem Spaziergang, er hilft auch gegen Kummer und Sorgen. Oder schafft ihr es etwa, mit einer dampfenden Tasse Kakao in den Händen noch Trübsal zu blasen? Ich sicher nicht. Wenn es draussen stürmt und regnet gibt es doch nichts schöneres, als sich mit einer heissen Schokolade auf’s Sofa zu kuscheln und für einen kurzen Moment den Rest der Welt zu vergessen.

Wie bei den meisten anderen Dingen auch, gilt für mich bei Kakao die goldene Regel weniger ist mehr. Was sich sowohl auf die Größe der Tasse, als auch auf die Zutaten bezieht. Natürlich ist es verführerisch, sich einen riesigen Becher voll zuzubereiten und das ganze mit Marshmallows, Schokoriegeln und Zuckerstreuseln zu krönen. Vielleicht noch ein wenig Karamellsirup dazu und ein wenig Nougat obendrein…
Das mag zwar grandios klingen, mir aber wird von derlei Eskapaden leicht übel.

Nein, nein. Eine normal große Tasse reicht aus. Man erhitzt Milch (und bitte keine fettarme) und löst darin dunkles Kakaopulver oder ein paar Riegel Zartbitterschokolade auf. Je nach Geschmack gibt man noch etwas Zucker hinzu. Wer sich etwas wirklich Gutes tun möchte, der verfeinert das Ganze noch mit ein wenig gemahlener Vanille, einer Prise Zimt und einem Hauch Muskat. Den Abschluss bildet ein Klecks Schlagsahne. Oder eine Haube aus luftigem Milchschaum, falls keine Sahne im Haus sein sollte. Mit Kakaopulver bestreuen – et voilà!

Das schöne ist, dass sich die Grundzutaten für einen einfachen, aber guten Kakao in beinahe jeder Küche finden lassen. Und wer kein Pulver zur Hand hat, der nimmt einfach ein paar Stücke Schokolade. Je nach Sorte schmeckt das sogar besonders gut (ich liebe Herrenschokolade). Und ausser etwas Geduld und Achtsamkeit beim Erhitzen der Milch, die ja um Himmels Willen nicht überkochen soll, braucht es nicht viel Zeit und kein besonderes Geschick für die perfekte heisse Schokolade. Vielleicht mag ich sie deshalb so gerne.

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