Ellen kocht. // Backofengemüse.

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Backofengemüse

Ich muss zugeben, ich bin nicht besonders gut darin, nach Rezept zu kochen. Was wahrscheinlich daran liegt, dass meine Mutter mir damals Kochen „nach Gefühl“ beigebracht hat.
Das klingt jetzt erstmal irgendwie toll, hieß in Wahrheit aber schlicht, dass fast alle meine Fragen nach Mengen- und Zeitangaben mit „Nach Gefühl.“ beantwortet wurden.
Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, dass es einige Zeit gedauert hat, bis ich kochen konnte. Oder zumindest sowas Ähnliches wie kochen.

Heute jedenfalls komme ich in der Küche gut klar, solange ich keiner strengen Anleitung folgen muss (weshalb ich wohl nie eine annehmbare Bäckerin werde…). Zwar besitze ich tatsächlich eine ganze Reihe Kochbücher, aber ganz ehrlich? Hauptsächlich gucke ich nur Bilder. Stibitze mir ein paar Ideen, bekomme beim Durchblättern Hunger und lege dann los. Nach Gefühl.

Backofengemüse

Eines meiner liebsten Kochbücher ist Bowl + Spoon*, das strotzt nur so vor einem meiner liebsten Gefühle: Gemütlichkeit. (Liegt vielleicht daran, dass man Gerichte, für die man nicht viel Besteck braucht, hervorragend unter der Lieblingsdecke auf dem Sofa essen kann.)

Jedes Mal, wenn ich dieses Buch durchblättere, bekomme ich Lust auf etwas Einfaches. Eine schnelle Suppe. Oder eben einen Teller voll Backofengemüse:

Dafür durchsuche ich zuerst mein Gemüsefach nach Resten. Alles kann, nichts muss, immer frei von der Leber weg.

Möhren, Süßkartoffeln, Kürbis, Zwiebel, Tomaten, Kartoffeln.

Genauso gut geht aber auch Paprika, Fenchel, Champignons, Mais (als Kolben oder aus der Dose, was grade so da ist), Zucchini, Pastinake, Spargel grün und weiß, Zuckerschoten, … Wonach auch immer der Bauch verlangt.

Backofengemüse

Das Kleinschneiden geht schnell, man will damit ja keinen Schönheitspreis gewinnen. Solange man nur ein bisschen drauf achtet, dass die Gemüsesorten, die länger zum Garen brauchen, etwas kleiner geschnitten sind, als die, die schnell durch sind, passt das schon. Einfach in Stücke hacken und ab auf’s Backblech.

Dann folgt die Kür: Würzen, mit allem, was Freude macht. Pfeffer und Salz, getrockneten Kräutern, gemahlenem Kreuzkümmel, Zimt, Piment, einfach nur der Nase nach. Wer drauf steht, gibt noch etwas kleingeschnittenen Speck dazu, man lebt ja schließlich nur einmal.

Bevor das Blech mit dem ganzen guten Zeug im Ofen verschwindet gibt es noch eine einfühlsame Massage mit gutem Olivenöl. Einfühlungsvermögen ist wichtig für den Geschmack, ganz sicher.

Und nun ab in den Ofen! Auf wieviel Grad? Für wie lange? Na, nach Gefühl! (Mein Gefühl sagt mir meist so um die 180°, Ober- und Unterhitze mit Umluft, für so lange, bis mir auf dem Sofa der Duft von leckerem Backofengemüse in die Nase steigt – wenn es verbrannt riecht, war’s wohl zu lang.)

Fertig ist, wenn’s fertig ist. Und nachdem man das ganze, herrliche Gemüse auf einen tiefen Teller geschaufelt hat, kann man sein Meisterwerk noch Krönen. Mit Joghurtsoße zum Beispiel. Oder Hummus. Oder Kräuterquark. Oder… irgendwas findet sich bestimmt noch im Kühlschrank.

Joah. Und feddich is die Laube ein einfaches Essen für unter der Lieblingsdecke auf’m Sofa. Guten Appetit!

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