Die Ferse des Achilles.

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Rose

Es war am letzten Sonntag. Ich war grade dabei, mir zu überlegen, was ich für unser Date am Abend anziehen will, da bekomme ich eine Nachricht von meinem Mann:

„Die gute Nachricht, Knie hat gehalten, die schlechte: Achillessehne ist gerissen.“

Tja. So kann’s gehen. Als ich den Superschurken, nun mit schicker Orthese am linken Fuß, aus der Notaufnahme abhole erfahre ich, dass das nicht etwa während des Football-Trainings passiert, sondern hinterher. Beim Aufräumen. Wusste ich’s doch: Ordnung ist gefährlich.
Die Pläne für’s Abendessen waren jedenfalls ebenso hin wie seine Sehne. Und weil mein Mann ein großer, kräftiger Bär ist, dem es doch etwas an Gelenkigkeit und Grazie fehlt, ist er auf nur einem Bein nicht sonderlich gut unterwegs. Trotz Krücken.

Derart lahm gelegt blieb uns in der vergangenen Woche dann nicht viel anderes übrig und wir haben alles ein bisschen langsamer angehen lassen. Und weil ich keine Ruhe habe, wenn er morgens mit seinen Krücken auf der Treppe rumturnt, stehe ich momentan etwa drei Stunden früher auf, als es meinem normalen Rhythmus entspricht (ausserdem kann er ja seine Kaffeetasse nicht selber aus der Küche tragen, denn wer auf Krücken unterwegs ist hat keine Hand für Kaffee frei). Ich bin also furchtbar müde. So furchtbar müde. Und deshalb habe ich diese Woche bisher weder gebloggt, noch etwas besonderes gezeichnet. Abgesehen vom Freitag, an dem wir unser neues Auto abholen konnten (das alte ist so kaputt, dass wir tatsächlich das Geld dafür wieder bekommen, fragt nicht…), haben wir auch nichts besonderes unternommen.

Dafür haben wir das gute Wetter und das lange Wochenende ausgiebig genutzt, um im Garten zu liegen, zu lesen, ein wenig zu arbeiten und natürlich zu grillen. Letzteres ist momentan natürlich meine Aufgabe und während das Ergebnis sich durchaus sehen lassen konnte, ein Fan von unserem Weber-Grill werde ich nicht mehr. Mein Mann ist begeistert von dem Teil, aber für mich darf es durchaus deutlich schlichter sein. Ich brauche keinen Deckel und keinen Anzündkamin und so ein Gerümpel. Was ich aber braucht, das ist mein selbst mariniertes Zitronenhuhn. So schmeckt der Sommer. Vielleicht komme ich bald dazu, euch das Rezept zu verraten.

Bevor ich mich jetzt gleich mit meinem vorübergehend lahmgelegten Superschurken auf’s Sofa kuschel, kommen hier noch meine momentanen Lieblinge, denn auch als unfreiwillige (aber dennoch hingebungsvolle) Krankenpflegerin freue ich mich über so einiges momentan:

+ Das oben erwähnte Zitronenhuhn. Unschlagbar lecker.
+ I’ll show you mine – Shirt von Sugarhigh + Lovestoned
+ Die Aussicht auf eine Hängematte. Morgen, so der Hängemattengott will, lege ich mir endlich eine zu.
+ Game of Thrones. Nachdem wir die Song of Ice and Fire Bücher verschlungen haben, taten wir uns mit der Serie zunächst schwer. Aber jetzt sind wir doch angefixt.
+ Dreckige Füße. Wenn ich abends meine Füße waschen muss bevor ich ins Bett gehe, weil ich den ganze Tag barfuß durch den Garten geturnt bin, dann ist Sommer. Und wirklich erst dann.
+ Kurze Hosen. Oder, weil Sonntag ist, eben auch mal keine Hosen.
+ Meine Rosen. Die blühen momentan nicht nur wunderschön, die duften auch herrlich. Und während ich immer wieder meine Nase in die dicken Rosenblüten stecke, schiele ich ungeduldig in Richtung meines Sommerflieders, der noch ein bisschen auf sich warten lässt.
+ Suburban Gangs!

So, wir gucken uns jetzt noch ein, zwei Folgen Game of Thrones an, bevor wir ins Bett gehen/ humpeln.
Habt eine fantastische Woche!

Kommentare 2

  1. Vielen, vielen Dank für deine lieben Worte! Über Unschönes zu schreiben kann manchmal sogar ganz befreiend sein, wie ich finde, und vermutlich machts wie immer die Mischung.
    Dem Superschurken gute Besserung. Hoffentlich lässt Game of Thrones die eigenen Schmerzen für eine Weile in Vergessenheit geraten. Uns hat es auch in seinen Bann gezogen. An Rosen zu schnuppern macht alles ein wenig… rosiger.
    Liebe Grüße!

  2. Den Hype der Herren um einen Weber Grill kann ich auch nicht nachvollziehen. Wir haben auch einen Kugelgrill mit Deckel, der Schwager in spe einen Gasgrill. Bisher blieb es mir erspart, mich damit näher beschäftigen zu müssen. Wenn ich mal mit kochen dran bin und es Steak geben soll, tut es für mich auch der praktische Elektrogrill. Hoffe nun, das dein Superschurke bald wieder fit ist und du ausschlafen kannst 😉

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