Babykram.

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Lieblings Babykram

Als ich mit Franz schwanger war, habe ich mit Begeisterung und Nervosität unzählige Listen gelesen, auf denen andere Mütter ihre Baby „Must Haves“ auflisteten. Ich wollte perfekt ausgerüstet sein und gleichzeitig nur das wirklich Wichtige um mich haben. Jetzt, gut drei Monate im Mama-Geschäft, weiß ich welcher Baykram mir wichtig ist:

1.) Der Mäxchen Schlafsack von Alvi*. Während ich Junior tagsüber gefühlte hundert Mal an- und wieder ausziehe, weil es dem Kind abwechselnd immer zu warm oder zu kühl sein könnte, kriege ich das nachts mit diesem Schlafsack bisher immer ohne Jäckchen-Wechsel-Dich-Spiel hin. Im Sommer hatten wir nur den Aussensack, für Herbst und Winter haben wir ein paar Unterzieher nachgerüstet. Perfekt. Und Windeln wechseln ist mit den Dingern auch schlaftrunken im Schummerlicht kein Problem.

2.) Mamikreisel. Nach dem ersten „OHMEINGOTTBABYSACHENHERMITALLDENBABYSACHEN“ Kaufrausch kaufe ich den Großteil von Franz‘ Klamotten jetzt gebraucht. Während mich so Babykram-Flohmärkte und Kinder Second Hand Läden mit den vielen furchtbar bunten Sachen gnadenlos überfordern und abschrecken, habe ich beim Stöbern vom Sofa aus tatsächlich richtig Spaß daran, nach Schnäppchen-Schätzen zu suchen. Obendrein spart man damit Geld und das Beste an der Sache ist, dass man damit einen kleinen Beitrag in Sachen Nachhaltigkeit leisten kann.

3.) Bauchgefühl. Hier wird klar, dass die Reihenfolge der Dinge auf dieser Liste absolut zufällig ist, denn Bauchgefühl ist mir das Allerwichtigste. Vom ersten Moment an wusste ich irgendwie, wie ich mit meinem Kind umgehen muss, damit wir miteinander klar kommen. Und dabei habe ich wirklich null Ahnung von Babys. Nullkommanull. Hallo, Intuition! Da wird nicht groß gezweifelt und reinreden lasse ich mir auch nicht. Und ich denke, dass wir nicht nur alle noch leben, satt und manchmal auch sauber, sondern bei der ganzen Geschichte meistens auch noch irgendwie ganz gut gelaunt sind, gibt meinem Bauchgefühl Recht.

4.) Der koeka Fußsack*. Da liegt Junior nicht nur im Kinderwagen, sondern auch hier zuhause total gerne drin. Beziehungsweise drauf, denn wenn man die Reissverschlüsse komplett auf macht, hat man eine schmale aber super weiche Decke. Und wenn es mal so richtig kuschelig sein soll, dann machen wir nicht nur die Reissverschlüsse zu, sondern verwandeln das Kopfteil mittels Klettverschluss in eine Kapuze.

5.) Eine White Noise App. Denn manchmal hilft einfach nichts so gut wie weißes Rauschen. Das gilt für das Baby genau so wie für die Mama. Nickerchen-Magie.

6.) Eine Tragetuch und/ oder eine Babytrage wie unsere Marsupi. Mit Kind lernt man zwar ganz schnell, alles mit nur einer Hand zu erledigen, aber manchmal sind zwei Hände einfach besser. Oder man will mal ohne Wagen spazieren gehen. Nur kurz aus dem Auto zur Bank oder in einen Laden rein. Und manchmal will so ein Kind auch einfach nur getragen werden. Stun. den. lang.
Wir haben mittlerweile die verschiedensten Systeme, die sich bisher alle in den verschiedensten Situationen bewährt haben. Man käme ganz sicher auch mit nur einer Trageoption aus (nur zwingt mich bitte nicht, mich für eine zu entscheiden). Aber ohne kann ich’s mir nicht mehr vorstellen.

7.) Ein Kinderwagen. Bei uns fungiert der auch gleichzeitig als Stubenwagen. Und regelmäßig auch als Einkaufswagen. Wenn wieder zuviele Idioten in der Fußgängerzone unterwegs sind vielleicht auch mal als Streitwagen. Jedenfalls sind wir keine reine Trage- oder Wagen-Familie. Wir benutzen beides, gerne und regelmäßig. Und dem Kind ist alles recht, solange es nur mit der Nase immer dabei sein kann.

8.) Yoga. Tragen. Füttern. Das Bett mit einem Rüpel mehr teilen. Elternschaft macht Rücken. Yoga rettet. Gebrüll. Schlafmangel. Dauereinsatz. Kinder haben kostet Nerven. Yoga rettet. So einfach.

9.) Meine Bookhou Zip Tote. Der schönste Beweis, dass es keine hässliche, klobige Windeltasche braucht, um auch unterwegs für alles gerüstet zu sein. Zumal man unterwegs überhaupt nicht so furchtbar viel Driss braucht, wie alle immer erzählen. Windeln, feuchte Tücher, Wickelunterlage. Noch was zum Anziehen, falls mal was daneben geht. Und wenn es mal wieder länger dauert auch ein, zwei Flaschen gegen den kleinen Hunger. Passt alles in diese Tasche. Zusammen mit dem, was Mama noch so braucht. Und das alles ohne geschlechtsspezifische Pastellfarben oder irgendwelche Tierbildchen. Me gusta.

10.) Weniger. Wenn es um die sagenumwobene Grundausstattung geht, reicht, wie ich festgestallt habe genau das: eine Grundausstattung. Und davon kann man dann ungefähr nochmal ein Viertel streichen.
Wir haben an Klamotten und möglicher Ausrüstung von Anfang an nicht viel geholt. Und benutzen trotzdem nicht alles. Franz‘ gesamte Garderobe passt zum Beispiel in eine einzige Schublade. In dieser Schublade ist noch jede Menge Platz. Und trotzdem wandern immer wieder Sachen beinahe ungetragen in die „zu klein“ Kiste. Man braucht also weniger, als man meint.

Tja. Das waren jetzt die Dinge, die ICH bisher für besonders nützlich halte. Und soll ich euch was verraten? Es gab keine einzige Liste, auf der all diese Dinge gleichzeitig standen. Manches davon stand sogar auf gar keiner Liste. Wahrscheinlich sehen eure „Must Haves“ auch komplett anders aus. Aber vielleicht ist irgendwas auf dieser Liste, das irgendeiner werdenden Mutter doch ein bisschen weiterhilft, sich in diesem ganzen Babykramirrsinn zu orientieren.
Wenn dem so sein sollte: Bitte sehr, gern geschehen. Und falls ihr das alles für totaaaaaal unnötiges Zeug halten solltet, dann verratet mir doch einfach, was ihr in der ersten Zeit mit Kind nicht hättet hergeben wollen!


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  1. Sehr schön, das deckt sich so ungefähr mit dem, was ich fürs Baby anschaffen wollte. Vor allem dein Punkt 10. Ein paar Klamotten, eine Wickelkommode, ein Bett und Kinderwagen werden von Anfang an da sein, Tragehilfe will ich dann live mit Baby testen. Alles andere kann man doch bei Bedarf noch kaufen. Ich halte nichts von diesen Listen mit tausend Dingen, die ich sicher nicht brauchen werde und hoffe, dass ich mit gutem Bauchgefühl und einer großen Portion Gelassenheit durch die restliche Schwangerschaft und die erste Zeit mit Baby komme.

  2. Eine Babynagelschere. Ich sehe sonst aus, als hätte mich ein Tiger angefallen. Wieso haben Babys ständig Rasiermesser-Nägel, wenn man sie nicht gefühlt täglich schneidet??? Sonst stimme ich deiner Liste ziemlich zu. Ich würde noch das Buch vom Gewünschtesten Wunschkind dazu legen. Hilft für das Bauchgefühl.
    Liebste Grüße
    Eva

  3. Nadine Nagelmann 1. November 2017

    Liebe Ellen, eine seit Jahren stille Leserin meldet sich jetzt auch mal zu Wort. Mit einem herzlichen GLÜCKWUNSCH zu eurem Franz! Und mit einem herzlichen DANKESCHÖN für deinen Yoga-with-Adriene-Tipp, den du hier schon vor Jahren? gegeben hast! Denn mit inzwischen 2 kleinen Jungs ist das mit dem Rücken wirklich so eine Sache!
    Den Marsupi Tragegurt habe ich mir auch für die „Grundausstattung“ angeschafft, kam aber nicht so gut mit ihm klar und bin auf den Bondolino umgestiegen. In Sachen Kinderwagen hatten wir am Anfang einen gebrauchten von Maxi Cosi, als dann Baby Nummer 2 so rucki-zucki dazu kam haben wir uns nach langem hin und her für den Doppelkinderwagen (Fahrradanhänger) von THULE entschieden. Sau gutes Teil! Ich habe mich lange geweigert für ein hässliches Igluzelt auf Rädern mehr als 100€ auszugeben, aber er ist so funktional, wendig, toll im Gelände mit den großen und perfekt beim Einkaufen mit den kleinen Rädern die in Sekunden gewechselt sind, er ist leicht und bietet so viel Stauraum….. ich höre jetzt mal lieber auf!
    Ansonsten würde ich die Babywippe von Babybjörn mit auf die Liste der nützlichen Dinge setzen. Und für unterwegs diese Milchpulver-Portionierungsteile vom dm und das Gläschen-Thermogefäß für die warme Mahlzeit where ever you are.
    Liebe Grüße; Nane

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