Angrillen. Und Pfannkuchen. (Wir hatten ein leckeres Wochenende.)

Speckpfannkuchen

Wärmer… wärmer… wäääärmer… Und dann war er endlich da: Der Tag, an dem wir spontan noch irgendwo Grillgut besorgen, den Grill aus dem Winterschlaf wecken und die Open-Air-Saison endgültig eröffnen.

Natürlich kann man bei jedem Wetter grillen. Aber das erste Wochenende mit Grillwetter, das ist doch irgendwie immer was Besonderes. Das kommt meistens ganz unverhofft. So wie am vergangenen Samstag. Eigentlich standen Pfannkuchen auf dem Programm. Aber am späten Nachmittag war es uns dann einfach unmöglich nicht zu den Grill anzuschmeissen.

Angrillen

Newton führt sein Leben ganz nach der Devise: Mittendrin statt nur dabei. Besonders, wenn es um’s Essen geht.

Normalerweise wird hier beim Grillen groß aufgefahren: Selbst mariniertes Fleisch und Gemüse, selbstgemachte Soßen und Dips, verschiedene Salate, diverse Beilagen… Dafür war Samstag keine Zeit.
Ein schneller, schlichter Salat. Ein einfaches Steak. Berner Würstchen (immer!). Baguette, fertiges Hummus (das vom Aldi – verdammt lecker) und ein paar Restkartoffeln. Fertig. Und so gut. Es muss nicht immer der ganz große Zirkus sein.

Pfannkuchen backen

Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben, weshalb es am Sonntag dann Pfannekuchen gab. Und wie immer, wenn es Pfannekuchen gibt, gab es auch ein herrliches Chaos in der Küche. Weiß doch jedes Kind, dass große Sauereien am besten schmecken.

Normalerweise gibt es (und zwar schon seit immer – so war es schon als ich noch Kind war) dreierlei Pfannkuchen. Mit Schinken (oder, wie bei Phil und mir, mit Speck), mit Äpfeln und mit ohne Alles.

Äpfel hatten wir keine, also diesmal nur mit Speck und mit ohne Alles. (Mein Mann kannte früher keine herzhaften Pfannekuchen und findet sie bis heute seltsam. Essen tut er sie trotzdem immer. Und ich glaube, auch nicht so furchtbar ungern.)

Pfannkuchenchaos

Für mich gibt es (auch schon seit immer), generell eine Füllung aus (leicht Knoblauch-lastigem) Blattspinat für die Speckpfannkuchen. Das hat Mama so gemacht – das mache ich genau so.

Und die süßen Pfannekuchen werden mit Nutella, Erdbeermarmelade oder Zucker bestrichen, aufgerollt, in der Mitte durchgeschnitten und mit den Fingern gegessen. So und nicht anders. (Deshalb sollte man beim Pfannkuchenesssen immer einen feuchten Lappen in der Nähe haben, wegen der Klebefinger. Meine Mama ist sehr praktisch veranlagt und denkt immer daran. Ich… ich habe einen sehr glücklichen Hund.)

Pfannkuchen Kueche

Es hat übrigens fast dreißig Jahre gedauert, aber am vergangenen Sonntag habe ich endlich das Geheimnis des Pfannekuchenwendens gelüftet.

Es ist im Grunde ganz einfach und ich wundere mich, warum ich nicht viel eher darauf gekommen bin: Auf den richtigen Soundtrack kommt es an. Mit den Beatles im Ohr kannst du keine Pfannkuchen versauen, das ist ein ungeschriebenes Naturgesetz oder so.

Zu den Klängen von Penny Lane, Blackbird und Can’t Buy Me Love habe ich es geschafft, einen gut gelungenen Pfannekuchen nach dem anderen zu produzieren. (Beim Backen der letzten paar Pfannkuchen spielten The Kinks, das hat auch mehr als gut funktioniert.)

Bordeaux Dogge Newton

Wenn wir nicht mit Essen oder Kochen beschäftig waren, haben wir am Wochenende vorallem ganz viel Nichts gemacht.
Nichtstun ist eine Kunst, in der man sich gar nicht genug üben kann. Newton ist trotzdem schon ein Meister darin. Beinahe.

(Ja, ich weiß. Mal sage ich Pfannkuchen. Mal Pfannekuchen. Ist auch im echten Leben so. Bleibt so.)

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