2017 wird 2018

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Silvester

In Ermangelung eines Kirschbaumes und weil Nike mich erst am Tag nach dem Barbaratag auf die Idee brachte, steht seit dem fünften Dezember ein Magnolienzweig in unserem Wohnzimmer. Am Weihnachtsmorgen trug er zwei Blüten, eher noch Knospen, aber wer will denn kleinlich sein? Glück ist ja schließlich auch ein bisschen, was man so draus macht.

Dafür, was ich aus dem kommenden Jahr so machen will, habe ich jedenfalls schon die eine oder andere Idee. Doch erst noch ein rasanter Schnelldurchlauf durch die letzten zwölf Monate:

2017 habe ich schwanger begonnen. Dann waren wir für ein allerletztes Black Sabbath Konzert in Birmingham. Am Valentinstag habe ich ein Paar Schuhe von Cobra Rock Boots gewonnen, was ich bis heute noch weniger fassen kann als die Tatsache, dass ich fünf Monate danach Mutter geworden bin. Zwischendurch war ich gerne mal genervt. Seit Junior da ist, ist alles noch ein bisschen chaotischer als sonst. Aber für lecker Essen war auch 2017 immer Zeit. Ich habe ein Minimalismus-Spiel gespielt. Und plötzlich Freude an Farbe entwickelt. Dafür aber auch langsam meine Angst vor dem Autofahren abgelegt. Das alles immer unter der aufmerksamen Nase von unser aller liebsten Knutschkugel, Newton.

Joa. Un nu? Nachdem ich 2017 gefühlt fast nur mit Kinderkriegen beschäftigt war, will ich im neuen Jahr mehr. Mehr sehen von der Welt (muss gar nicht mal die große, weite sein). Mehr ausprobieren. Mehr lernen. Mehr machen.
Ich habe tatsächlich eine beeindruckende Liste mit guten Vorsätzen, oder eher Ideen.

Zum Beispiel will ich endlich dem guten alten „Was sollen wir heute essen?“ Krampf den Garaus machen. Sprich: Einen Plan machen, was wir die Woche über so kochen könnten (bei Johanna gibt es eine tolle Vorlage zum Ausdrucken). Und ein paar neue, einfache Rezepte lernen. Mahlzeiten, die nicht viel Arbeit machen und lecker sind, ohne Fast Food zu sein. Ich habe mir jetzt dieses Kochbuch* zugelegt, Ofengerichte die sich quasi von alleine kochen scheinen mir ein guter Ansatz zu sein.

Dann habe ich mir fest vorgenommen, einmal am Tag was anderes als Leggings und Schlabbershirt anzuziehen. Dass ich die meiste Zeit meines Lebens in „Leisure Wear“ verbringe, hat nichts mit den Umständen meiner Elternschaft zu tun. Ich mag es einfach schon immer bequem. Aber ich mag es halt auch schön (also, meine Version von schön). Und jetzt ist es einfach an der Zeit, dem auch mal nachzukommen. Spaß zu haben, beim Anziehen. Nicht peinlich berührt an mir runter zu gucken, wenn es mal wieder überraschend an der Tür klingelt. Ach, und überhaupt. Es mir öfter schön machen. Essen liebevoll anrichten. Mir den Strauß Schnittblumen nicht so oft verkneifen. Besser Ordnung halten. Ich mag es, wenn es schön ist. Auch, wenn es außer mir keiner sieht. (Weil ich aber noch lernen muss, dass es sich auch für mich ganz alleine lohnt, das gute Geschirr und den besten Pullover aus dem Schrank zu holen, lasse ich mir glaube ich noch einen schmissigen Häschtäck einfallen und arbeite unter den Augen der Instagram-Öffentlichkeit in den Stories an diesem Vorsatz…)

Oh, ein ganz wichtiger Vorsatz! Mehr über Dinge, Ereignisse und Leute reden, die ich toll finde. 2017 habe ich dem Nervigen und Blöden viel Aufmerksamkeit geschenkt. Das war ok, denn manchmal hilft die Ablehnung von bestimmten Gegebenheiten, den eigenen Standpunkt festzulegen. Doch irgendwann reicht’s auch mal und somit schwöre ich mir selbst hiermit feierlich, 2018 die Guten besonders gut zu finden und meine Zeit statt mit Augenrollen öfter mit Loben zu verbringen. Lieben statt Lästern, oder so.

Was wäre ein neues Jahr ohne ein neues 30 Tage Yoga Programm von Adriene? Richtig. Wäre irgendwie nicht richtig. Deshalb bin ich natürlich bei ihrer neuen Reihe TRUE dabei!

Auf meiner Liste stehen noch eine ganze Reihe andere Vorsätze, größere und kleinere. Oberflächliche, grundsätzliche, alltägliche.
Es heisst ja immer so schön, dass Kinderkriegen alles ändert. Bisher ist hier allerdings das Meiste noch beim Alten. Vielmehr ist Mutterschaft für mich ein fabelhafter Anlass, endlich all die Dinge anzugehen, die ich selbst schon seit Ewigkeiten ändern will. Gesagt, getan. Also. Gesagt, Liste geschrieben. Den Rest sehen wir dann.

Was habt ihr euch für 2018 vorgenommen? Jede Menge? Gar nix? Irgendwas dazwischen? Raus damit! So oder so wünsche ich euch für das neue Jahr viele, viele wunderbare Momente. Mut, Gelassenheit, Gesundheit. Soviel Aufregung, wie euch gut tut. Und jede Menge leckeres Essen!

Übrigens: Von meinen Vorsätzen für 2017 kann ich, nicht ohne Stolz, sagen, dass ich sie umgesetzt habe. Nicht unbedingt in Perfektion, aber wie gesagt: wer will denn kleinlich sein?

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  1. Das klingt alles sehr zauberhaft! So in etwa sieht es bei mir auch aus. Mich mehr trauen. Mich trauen ich zu sein. Nicht mehr darüber nachdenken was andere Leute (vor allem die, die ich sowieso nicht mag) über mich denken. Zuhause mehr Ordnung halten und es hübsch machen. Mit dem Hund mal andere Routen laufen als die übliche Runde. Mehr mit Freunden machen. Auf mich achten. Dankbar und glücklich sein. Hach, 2018 wird fein 💕

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