Was geht?

Lieblinge

Hefeteig! (Jeder, der diesen albernen Wortwitz nicht nur verstanden hat, sondern auch zu schätzen weiß, ist ab sofort Ehrenmitglied in meinem geheimen Freizeitclub für Freigeister. Wir treffen uns in Neumondnächten und lesen einander aus dem Telefonbuch vor.)

Der heutige Post ist hauptsächlich einer zu verdanken: Meiner großen Klappe.
Denn zunächst einmal kann ich ja nicht nur rumposaunen, dass ich unbedingt zeichnen lernen will. Nee. Da muss man dann auch mal Einsatz zeigen. Darum hab ich mal etwas Butter bei die Fische getan und den Stift in die Hand genommen.
Das Ergebnis? Ein kleiner Überblick über die Dinge, die mich momentan beschäftigen. Naja. Hauptsächlich Dinge, die ich momentan ordentlich gut finde. Als da wären:

+ Der Strongman Run. An diesem Punkt kommt direkt wieder meine große Klappe ins Spiel. Als am heimischen Esstisch nämlich ebenjener Hindernislauf Erwähnung fand, da musste ich natürlich wieder’s Maul aufreissen und groß rumtönen, dass ich da ja echt gerne mal mitmachen würde. Kann so schwer ja nicht sein. Tja. Und dann habe ich mir das mal genauer angeguckt und musste feststellen: Pustekuchen. Ist wohl schwer. Das ist eben nicht mal eben ne Runde über’n Abenteuerspielplatz. Nein. Man muss da gute 20 Kilometer zurücklegen. UND noch diverse Hindernisse überwinden. Hätte man mir ja mal früher sagen können. Jetzt ist es zu spät und ich muss mir was einfallen lassen, wie ich es schaffe, mehr als 20 Kilometer am Stück zu laufen. Ich behalte mir bloß vor, statt am Strongman Run am Strong Viking teilzunehmen. Da scheint es weniger albern verkleidete Spaßvögel zu geben, die nur zum Feiern da sind. Das ist ja schon auf Festivals immer ein Zeichen für mangelnde Qualität.

+ Kaffee. Es wundert mich selbst, als überzeugte Teetrinkerin, aber im Moment trinke ich furchtbar gern Kaffee.

+ Broadchurch. Gestern Abend lief die letzte Folge der ersten Staffel und, man, das ist eine der besten Krimiserien, die ich seit langem gesehen habe. Weil die gesamte Staffel über acht Folgen die Lösung eines einzigen Falls behandelt, anstatt in jeder Folge einen neuen Mord durchzupeitschen, ist das Erzähltempo ungewohnt langsam. Und die Auflösung hat mich, wieder Erwarten, überrascht. Und das, ohne sich an den Haaren herbeigezogen anzufühlen. Das Thema, Kindesmord, ist ernst und wird mit der gebührenden Ernsthaftigkeit erzählt. Und trotzdem wartet Broadchurch immer wieder mit kleinen Momenten trockenen Humors auf. Eine wunderbare britische Krimiserie eben.

+ Sonnencreme. Als jemand, der schon beim bloßen Gedanken an den Sommer ordentlich Sonnenbrand kriegt, hat für mich die Sonnencreme-Saison schon vor einigen Wochen begonnen. Bisher schwöre ich auf die Allergy Line von Piz Buin, die schützt nicht nur gut, sondern duftet so herrlich, dass ich den ganzen Tag an mir selber schnuppere. Doch jetzt habe ich mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe geworfen und weiß grade nicht, ob ich mich wirklich weiter damit einreiben möchte. Dabei mochte ich die immer so gern! Es ist schlichtweg zum Mäusemelken…

+ Die Kleider von Sonnet James. Jaja, die verkaufen diese Inbegriffe der Gemütlichkeit als “Play Dresses” für Mütter, die gerne mit ihren Kindern spielen und mir fehlt es dafür bisher eindeutig am dazugehörigen Kind. Aber wer sagt denn, dass man nicht auch alleine ein bisschen über die Wiese toben darf? Ausserdem will mein Hund ja schließlich auch mit mir spielen. Und in so einem Kleid sähe ich einfach fabelhaft aus dabei. Oder wie im Nachthemd. Was für mich das gleiche ist. Besonders, wenn es dann noch so bequem ist, wie ein Schlafanzug. Ich habe jedenfalls auf so zwei bis sieben Modelle schon ein Auge geworfen. Irgend wann habe ich ein paar Kröten über (ganz schön teuer sind die Kleider ja…) und dann gibt es kein Halten mehr.

+ Pony. Soll ich oder soll ich nicht? Meine Mama und mein Mann rufen lautstark “NEIN!”, sie kennen das Drama schon von den letzten Malen. Entweder ich jammer, wenn ich die Stirnfransen dann irgendwann rauswachsen lasse, oder ich jammer von Anfang an, weil der Frisör nicht den richtigen Pony geschnitten hat. Doch es juckt mich immer wieder in den Fingern. Das Einzige, was mich momentan noch davon abhält, ist die Tatsache, dass so ein Pony beim Sport eher störend ist. Wenn man sich im Fitnessstudio und auf der Laufstrecke quält, dann will man keine Haare im Gesicht rumhängen haben. Weshalb ich den Pony dann jedes mal wegstecken müsste. Was ganz schön nervig wäre. Aber eigentlich würde ich doch so furchtbar gerne… Wir fassen zusammen: Es wäre unvernünftig und trotzdem grade drum denke ich ernsthaft darüber nach. Ich meine, selbst wenn es nix ist, das wächst doch wieder!

So. Ich begebe mich jetzt mal wieder auf’s Laufband. Momentan schaffe ich 4 Kilometer in einer halben Stunde, was einem Strongman nicht annähernd gerecht wird.
(Sollte ich den Strongman Run übrigens tatsächlich meistern, dann werde ich von mir selbst ganz sicher nicht als StrongWOMAN reden. Wenn ich schon beweise, dass ich mehr Eier hab als so mancher Kerl, dann will ich die Männer auf ihrem eigenen Schlachtfeld schlagen und mir nicht meine eigene Kategorie aufmachen. Ich finde nämlich, dass auch Frauen starke Kerle sein können.)
Vielleicht zeichne ich meine Lieblingsdinge jetzt öfter, denn von nichts kommt nichts und jede Möglichkeit, zu üben, ist eine gute Möglichkeit. Immer schön weiter lernen.

Ich mach mir das Leben schwer. Mit Absicht und guter Laune.

Gut-finden

Anfang des Jahres habe ich, wie immer, ein paar Vorsätze aufgeschrieben. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ausgerechnet mein Vorhaben, einen Unterschied zu machen und ein positiverer, freundlicherer Mensch zu sein, der schwerste Punkt auf meiner Liste sein würde.

In den letzten Monaten habe ich immer wieder festgestellt, wie einfach es doch ist, genervt zu sein. Motzen, meckern, lästern, grummeln, grollen, moppern, kneiseln. Sich über Dinge und Leute lustig machen. Uns alles, was nicht dem eigenen Gusto entspricht, schlicht “Doof!” zu finden. Das alles fällt uns oft so viel leichter, als uns für andere zu freuen. Verständnis zu zeigen. Etwas nachzufühlen. Und unser Nichtgefallen einfach mal für uns zu behalten.

Ich habe den Eindruck, dass man heutzutage mehr Aufmerksamkeit bekommt, wenn man nur laut und oft genug “Plöd!” ruft. Immer wieder begegnen mir Blogposts, in denen ordentlich gemeckert und gejammert wird. Und darunter? Unzählige, beifällige Kommentare.

Klar, denn Abneigung verbindet.
Der Feind meines Feindes ist mein Freund und im Internet kann man sich schnell Feinde machen. Und Freunde gemeinsame Feinde finden. Und überhaupt, es ist doch echt ein gutes Gefühl zu wissen, dass man mit seinen Abneigungen nicht alleine ist und dass anderen auch andauernd irgendwas beschissenes passiert und GUT, DASS DAS ENDLICH MAL EINER SAGT!

Es gibt im Internet ganze Foren, in denen ein reger Austausch über vermeintliche Verfehlungen von Bloggern und anderen bekannten Personen statt findet. Jede Äußerung wird da beschimpft, jedes instagram Bildchen ins Jenseits kritisiert. Die Leute, die das tun, tun das gemeinsam und fühlen sich voneinander bestätigt. Sie geben einander Recht und feiern diejenigen, die besonders hart mit ihren Opfern ins Gericht gehen.

Unterhaltsam ist das natürlich auch, denn es ist doch viel einfacher, lustig zu sein, wenn man etwas hat, worüber man sich lustig machen kann. Eislaufmütter, PEGIDA, Hipster, das Wetter, die Behörden, Politiker, öffentliche Verkehrsmittel. Alles Dinge, über die man sich ärgern kann. Alles Dinge, über die sich lang, breit und mit Erfolg lustig gemacht wird. Und dafür muss man sich vorher nicht einmal eine fundierte Meinung bilden. Im besten Fall kommt man damit sogar ins Fernsehen. Wo man überhaupt dann besonders erfolgreich ist, so scheint es, wenn man überhaupt nichts mehr Ernst nimmt und alles lächerlich macht. Sowieso: Wer will denn auch so ein scheiss Hippie sein, mit Love und Peace und dem ganzen Quark?

Doof finden und meckern, das ist oft also nicht nur leicht, sondern obendrein noch unterhaltsam und zeigt uns, wer unsere Freunde sind. Eigentlich kein Wunder, dass es mir gar nicht so leicht fällt, damit aufzuhören.
Ich erwische mich, trotz aller guten Vorsätze, immer noch dabei, dass ich die Augen hinter den Rücken nerviger Mitmenschen verdrehe und aus dem überfüllten Bus übellaunige SMS an meinen Mann schicke. Überhaupt, mein Mann. Wir sind keine bösen Menschen, aber manchmal zeigt sich unsere Zusammengehörigkeit einfach darin, dass wir uns gemeinsam über etwas aufregen. Oder über jemanden.

Geholfen ist dadurch keinem. Denn auch wenn wir uns für den Moment den Frust von der Seele gemeckert haben, geändert haben wir dadurch nichts. Und noch dazu hätten wir die Zeit, die wir zum Motzen gebraucht haben, ganz sicher schöner miteinander verbringen können. Anstatt ihm eine Nachricht zu schicken, in der ich mich über die mangelnde Körperpflege meines Sitznachbarn im Bus auslasse, hätte ich meinem Mann ja auch einfach schreiben können, dass ich mich auf ihn freue. Oder ich hätte in der Zeit Mails beantworten können. Oder, oder, oder. Es gäbe unzählige bessere Möglichkeiten.

Es ist also gar nicht so einfach, seinen Unmut immer für sich zu behalten. Noch schwerer ist es, dem Unmut möglichst keine Chance zu geben. Und natürlich gibt es auch reichlich Gelegenheiten, zu denen Verärgerung und Abneigung nicht nur angebracht sind, sondern auch deutlich geäußert werden sollten. Es ist eben nicht immer alles Heititeiti, eitel Sonnenschein.
Aber viel zu oft machen wir es uns schlichtweg zu leicht und begnügen uns mit Pöbeln, wenn wir unsere Energie dafür nutzen sollten, einfach etwas zu ändern. Oder schnell weiter zu gehen, denn nicht alles, was uns missfällt, bedarf unseres Kommentars. Vieles ist einfach nicht unser Bier, und dann den “PLÖD”-Stempel rauszuholen ist bloß anmaßend.

Ich versuche also weiterhin, mir das Leben dahingehen ein bisschen schwerer zu machen. Mich nicht der schlechten Laune und dem erleichternden Gekneisel hinzugeben. Meine abwertende Meinung für mich zu behalten, wo sie nicht gefragt ist und überhaupt: Mich gar nicht groß mit Sachen aufzuhalten, die mich ärgern.

Meine Zeit verbringe ich lieber mit Dingen, die ich gut finde. Meine Stimme, meinen Blog, meine Social Media Profile benutze ich lieber dafür, meine Begeisterung für Sachen zu teilen. Auch wenn es mich manchmal überkommt und der Mecker-Tweet schneller abgeschickt ist, als mein Gewissen “Wenn du nichts Nettes zu sagen hast…” sagen kann. So ist das nunmal, mit dem Lernen. Man macht so lange Fehler, bis man es gelernt hat. Und dann macht man manchmal trotzdem noch Fehler. Schließlich sind wir alle nur Menschen.

Tattooed Lady.

Tattooed-Ladies

Hey, all you folks who came over here from Hey Natalie Jean, I’m very honored to have you here! Unfortunately, the majority of this blog is written in German (despite the French name of this blog, which is referring to my french ancestors). But I have a few posts written in English, if you’re interested: 40 facts about me, What I learned at The Hive and 7 Things I learned at The Hive two years ago. Thank you for stopping by!

“Aufgeregt” trifft es nicht ganz. Ich grinse über alle Backen wie ein Honigkuchenpferd und gucke alle zwei Minuten nach, ob ich auch wirklich nicht geträumt habe. Heute wurde mir die Ehre zuteil, in die Reihen der Tattooed Ladies aufgenommen zu werden, die Natalie Holbrook auf ihrem Blog regelmäßig vorstellt.
Als Natalie mich auf The Hive fragte, ob ich Lust hätte, ein paar Bilder und einen kurzen Text zu ihrer Serie beizusteuern, das hat mich schon ordentlich aus den Socken gehauen. Ich lese und liebe ihren Blog seit vielen Jahren. Und dann geht’s auch noch um Tattoos? HALLO?! Da wollte mich doch einer veräppeln, oder? Nein. Kein Scherz. Ich bin jetzt eine Tattooed Lady.

Während ich mich für die nächsten Stunden noch kneife, um sicher zu gehen, dass ich das nicht träume, lege ich euch allen ihren Blog an’s Herz. Und wenn ihr mit Tattoos nix am Hut habt? Dann lest ihr einfach ihre anderen Beiträge. Die sind nämlich alle einfach verdammt gut. Und damit ihr nachher nicht sagen könnt, ich hätte euch nicht gewarnt: Ihr Loft erregt leichten Wohnneid und ihr Sohn Huck ist ein kleiner Herzensbrecher. So. Nun aber ab mit euch! Und bestellt Natalie viele Grüße von mir.

Ich bin der Telefonmann.

Online-Diät

Ja. Schon wieder Helge Schneider. Was soll ich sagen? Als ich achtzehn war gab es für mich nur Helge. Und Joint Venture, beziehungsweise Götz Widmann. Mein kulturelles Niveau war schon immer einfach top.

…ich gehe immer dran. Ich bin immer parat am Telefonapparat. Und mit IMMER meine ich IMMER. Ich habe mein Handy so oft in der Hand, dass das Wischen und Tippen und Neuigkeiten checken schon zu einem Reflex geworden ist. Und wenn es nicht mein Handy ist, dann ist es ein Tablet. Oder mein Laptop. Allzeit bereit, immer auf Standby.

Einzig unser Schlafzimmer ist frei von Handys und dergleichen. Das war nichtmal eine bewusste Entscheidung, glaube ich. Wir haben einfach nie angefangen, unsere Smartphones mit ins Bett zu nehmen. Anstatt abends beim Serienschauen einzuschlafen, haben mein Mann und ich immer ein ganzes Arsenal an Büchern auf unseren Nachttischen liegen. Und ganz altmodisch sorgt bei uns noch ein Radiowecker dafür, dass wir morgens zeitig aus dem Bett kommen.

Doch jenseits der Schlafzimmertür ist es vorbei mit der Ruhe. Selbst auf der kürzesten Gassirunde mit Newton hab ich mein Telefon dabei. Und überprüfe zwischendurch regelmäßig, ob es etwas Neues gibt. Beim Kochen liefert das Tablet nicht nur die passende Musik, sondern auch alle News direkt an den Herd. Egal, was ich mache: Im Garten, beim Essen, in der Badewanne, beim Arbeiten, beim Fernsehen, im Auto. Ich bin online.

Vor ein paar Tagen habe ich noch aufgelistet, was ich alles lernen möchte (und diese Liste ist nichtmal annähernd vollständig). Und lasst mich nicht erst von all den Orten anfangen, die ich gerne noch sehen möchte! Von Plätzen hier vor der Haustür bis hin nach Übersee. Die Ideen, die ich endlich mal umsetzen will, stapeln sich langsam auch schon in den Ecken meines Hirns.
So viele Dinge, so wenig Zeit.
Denn meine Zeit verbringe ich eben nicht damit, etwas zu lernen, zu sehen oder zu machen. Ich verbringe sie damit, instagram zu checken, meine twitter Timeline zu durchforsten, Blogs zu lesen und überhaupt im Internet rumzudödeln. Lasst mich gar nicht erst von Pinterest anfangen…

Mal angenommen, ich würde aufhören, einen beachtlichen Teil meines Tages damit zu verbringen, mir anzuschauen, was andere alles so auf die Beine stellen. Und statt dessen in dieser Zeit selber was tolles veranstalten. Lernen. Etwas schaffen. Raus gehen. Nichte mehr die Bilder von anderen angucken, sondern selber welche machen. Nicht mehr stundenlang Blogs lesen, sondern selber mehr bloggen. Nicht mehr fremde Menschen bewundern und, lasst mich ehrlich sein, beneiden. Sondern selber etwas lernen und wirklich gut darin werden.

Vor einiger Zeit habe ich hier schon einmal darüber geschrieben, dass ich weniger Zeit online verbringen möchte. Meine guten Vorsätze von damals haben offenbar nicht besonders lange gehalten.
Allerhöchste Eisenbahn also, einen neuen Versuch zu starten. Diesmal vielleicht mit einem etwas radikaleren Ansatz: Aus die Maus. Kein Bloglovin mehr, keine instagram Entdeckungstouren mehr (die sich immer als endloses Kaninchenloch entpuppen, in dem ich für Stunden verschwinden kann). Schluss mit twitter als Frühstückslektüre und absolut kein Pinterest mehr. Byebye, Vlogs und Hauls und Tutorials!

Jetzt mag ich all diesen Internetkram aber viel zu gerne, um ihn sofort dauerhaft aus meinem Leben zu verbannen. Also fange ich mit einer Woche an. Bis zum nächsten Sonntag werde ich das Internet nur noch nutzen, um selber etwas zu teilen. (Und um zu kommunizieren, denn die SMS ist den facebook- und twitter-Nachrichten gewichen.)
Ob ich da viel verpassen werde? In Anbetracht der Menge an Informationen, die andauernd ins Internet gestellt werden liegt das ja irgendwie nah. Andererseits ist ja nur ein winziger Bruchteil davon wirklich relevant für mich.

Wenn ich am Ende der kommenden Woche vor einem riesigen Berg ungelesener Tweets und Blogposts stehe, wird mir hoffentlich klar, wie wenig davon wirklich wichtig ist für mich. Und wie viel davon weg kann.
Natürlich ist es wichtig, Netzwerke zu pflegen und Kontakt zu anderen Bloggern und Instagrammern zu halten. Aber ich kann ja nicht mit jedem da draussen einen gehaltvollen Austausch pflegen, so schön das auch wäre.

Statt meine Zeit online zu verplempern werde ich sie in dieser Woche offline nutzen. Zum Beispiel habe ich schon eine Verabredung mit Gen, von der ich das eine oder andere lernen möchte. Außerdem habe ich den einen oder anderen Ausflug geplant. Wer weiß, vielleicht finde ich dann sogar endlich die Zeit, die Fenster zu putzen und die Vorhänge zu waschen! Mit dem Joggen wollte ich schon längst wieder anfangen.

Mit letzterem lege ich jetzt gleich auch sofort los. Während ich gleich um die Häuser schlappe mögt ihr mir vielleicht verraten, wie das bei euch ist. Verbringt ihr viel Zeit online? Oder passiert das Internet für euch nur nebenbei? Habt ihr, wie ich, vielleicht auch das Gefühl, die Balance zwischen on- und offline verloren zu haben? Und wenn ja, was tut ihr dagegen? Oder habt ihr einen Trick, dass euch das gar nicht erst passiert? Immer raus damit!

Lernen. Lernen, lernen, popernen.

Lernen

So. Wer von euch hat beim Anblick der Überschrift direkt einen Ohrwurm? Na?

In letzter Zeit habe ich bei so vielen Dinge gedacht “Och, das würde ich gerne/ könnte ich auch mal/ sollte ich dringend lernen, dass es wohl das klügste wäre, einfach mal eine Liste zu schreiben. Listen schreiben, das brauche ich nämlich nicht mehr lernen, das kann ich schon. Hier kommt sie, die 10-Dinge-die-Ellen-hoffentlich-mal-lernt-Liste:

+ Nähen. Mit der Nähmaschine. Und auch ohne.
+ Ukulele spielen.
+ Handstand machen.
+ Löcher stopfen.
+ Französisch.
+ Französische Zöpfe flechten.
+ Zeichnen.
+ Surfen.
+ Autofahren im Ruhrgebiet. (So. Viel. Verkehr.)
+ Geduld.

Was wollt ihr noch lernen?

Capsule Wardrobe vs. Sustainable Wardrobe vs. Mein Kleiderschrank

Capsule-Wardrobe-Resume

Janas fantastischer Vortrag auf The Hive ist ein super Anlass für mich, endlich mein Fazit zu meinem Versuch Capsule Wardrobe festzuhalten und mir zu überlegen, wie es mit meinem Kleiderschrank weiter gehen soll.

Ich würde gerne sagen können, dass meine Capsule Wardrobe ein voller Erfolg war. War’s aber nicht. In einigen Dingen hat mich das Konzept zu sehr eingeschränkt. Und anderen Aspekten wiederum möchte ich in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenken.

Meine Gedanken zu dem Thema, wild durcheinander, direkt aus meinem Kopf in die Tastatur gehauen:

1. // Beim Zusammenstellen meiner Capsule Wardrobe habe ich mich sehr auf einen Uniformlook verlassen, dabei hätte ich mir von vornherein denken können, dass mich die ständige Wiederholung eines Themas (schwarze Skinnies + Shirt + schlabbrige Strickjacke) schnell furchtbar anöden würde. So schön die Vorstellung von einem unverwechselbaren Stil (wobei, wie unverwechselbar kann so eine schlichte Kombi schon sein?) auch ist, ich bin einfach keine Comicfigur, die Tag um Tag die gleichen Klamotten trägt. Ich brauche Abwechslung. Röcke, Hosen, Kleider. Enge Shirts, Schlabberhirts, Skinny Jeans, Boyfriend Hosen… Außerdem führt dieser Uniform Gedanke bei mir nicht dazu, dass ich weniger Kleidung kaufe. Ich kaufe mir einfach die gleichen Sachen öfter. Und bin dann noch viel schneller viel schwerer gelangweilt.

2. // Während ich grade dargelegt habe, wie sehr es mich langweilt, die immer gleichen drei Kleidungsstücke zu tragen, habe ich mittlerweile extrem satt, was Jana in ihrer Präsentation als Fast Fashion bezeichnet hat. Immer schneller und öfter kommen neue Sachen in Mode und wir laufen alle in die Läden und kaufen uns mehrmals mal im Jahr den neuesten heissen Scheiss. Weil sich das ja kaum ein Schwein leisten kann, kaufen wir natürlich billigen heissen Scheiss. Sobald der nur noch lauwarm ist tut das dann auch nicht besonders weh, den Mist auf kürzestem Weg zu entsorgen. Und vorne schaufeln wir weiter den letzten Schrei rein.

Wenn früher einer seine Jacke bei seinen Freunden vergessen hat, dann wussten wir immer, wem das Teil gehört. Genauso war das mit Taschen, Schuhe und sogar Hosen, Shirts und Pullovern. Weil wir die Sachen einfach so oft und lange getragen haben, bis dass sie als Teil von uns wahrgenommen wurden und als Teil unserer Erlebnisse. Wie die alten Totenkopf Vans, die mich auf Konzerte und Festivals begleitet und mit mir mein Abi durchgestanden haben. Oder die alte Lederjacke meiner Schulfreundin, die auf beinahe allen alten Fotos irgendwo auftaucht. Selbst, wenn mal nur die Jacke im Bild ist, weiß ich heute noch genau, wer sie getragen hat.
Heute ist es ja schon beinahe verdächtig, wenn man die ollen Klamotten nicht regelmäßig durch was Neues ersetzt. Und unsere Jacken bleiben gesichtslos.
Ich brauche zwar Abwechslung, aber ich will meine Sachen wieder so lange und so oft tragen, dass meine Klamotten eine Identität bekommen. Und eine Geschichte.

3. // Damit meine Sachen überhaupt so alt werden können, müsste ich sie ordentlich pflegen. Und sie gut in Schuss halten. Schuhe zum Schuster bringen, am besten bevor die Sohle komplett abfällt (was heutzutage bei vielen Schuhen leider sehr schnell passiert). Löcher in meinen Wollpullis stopfen. Aufgeribbelte Nähte reparieren. Und Hosen, die zu lang sind, kürzen (lassen), anstatt einfach den Saum kaputt zu laufen und sie dann als kaputt weg zu schmeissen. Ich könnte lose Knöpfe wieder annähen, anstatt sie auf meinem Nachttisch zu sammeln. Und vielleicht ist es ja tatsächlich ganz sinnvoll, Handwäsche von Hand und nicht in der Maschine zu waschen. Überhaupt: Was wäscht man wie und womit und wie oft? Mit meiner Hell, Dunkel, 60° Aufteilung wird zwar alles sauber, aber einiges auch schneller alt.
Um meine Kleidung vernünftig zu pflegen sollte ich also am besten noch ein paar Dinge lernen.

4. // Mit der richtigen Pflege halten meine Sachen länger. Besonders, wenn ich direkt die “richtigen” Sachen kaufe. Mit “richtig” meine ich zum einen natürlich Kleidung, die mir absolut gefällt, sowohl auf dem Bügel als auch an meinem Körper. Sachen, die mich rundum glücklich machen. Ich kaufe keine Dinge mehr, von denen ich denke, dass ich sie besitzen sollte. Und schon gar nicht kaufe ich etwas, bloß weil es vorteilhaft ist.
Zum anderen meine ich mit “richtig” aber vor allem, dass ich in Zukunft mehr Wert darauf legen will, wie ein Kleidungsstück altert. Leder wird zum Beispiel durch langes Tragen oft noch schöner. Ein helles Oberteil kann bei mir nur in Würde alt werden, wenn der Stoff sich gut waschen lässt.
Neuanschaffungen sollten also auch auf lange Sicht Sinn machen.

5. // Ausmisten hat wenig mit Nachhaltigkeit zu tun. Und auch kluges Einkaufen trägt nur bis zu einem gewissen Grad zu einer Sustainable Wardrobe bei.
Zwar wird uns auf allen Kanälen gezeigt, wie und wo wir an schicke, nachhaltig produzierte Mode kommen, im Grunde ist aber doch genau das ein Teil des Problems: Aufwendig produzierte Mode, die spätestens in der übernächsten Saison sowas von unmodisch ist. Und dann durch was Neues, total ökologisch und ethisch korrekt hergestelltes, ersetzt wird. Viel nachhaltiger wäre es doch, die Lebensdauer der Dinge, die man bereits besitzt (mal auf Seite gelassen, woher sie ursprünglich stammen) um ein Vielfaches zu verlängern und nur noch selten überhaupt etwas anzuschaffen.
Also lieber den alten H&M Pullover noch für ein paar Jahre behalten, als ihn vorzeitig durch etwas vermeintlich besseres zu ersetzen. (Das ist etwas, was mich generell an dieser “Nachhaltigkeits”-Bewegung stört. Zu oft sehe ich da, wie Dinge, die noch gut in Schuss sind, durch “ökologisch wertvollere” Sachen ersetzt werden. Natürlich ist ein Weidenkorb schöner und weniger umweltschädlich als ein Wäschekorb aus Plastik. Es sei denn, man schmeisst den intakten Plastikwäschekorb weg, um einen “nachhaltigen” zu kaufen. Das ist doch Humbug. Und produziert nur jede Menge unnötigen Müll.)

Grade letzteres ist irgendwie nicht besonders sexy, oder? Man hat doch oft das Gefühl, wenigstens ein, zwei kleine Auffrischungen für die neue Saison zu brauchen. Ein neues Paar Schuhe. Oder noch eine Tasche. Vielleicht einen Schal? Oder einen Pullover.
Mir jedenfalls passiert das regelmäßig. Doch deswegen werde ich mich jetzt nicht verrückt machen. Nur ein bisschen besser drüber nachdenken, ob ich etwas neues kaufe. Warum. Und was.
Und ich stecke jetzt mehr Zeit in die Pflege meiner Sachen. Imprägniere meine Schuhe und meine Lederjacke. Ich fette mein Clogs ein. Und kann mir jemand beibringen, wie man Löcher stopft? Dank Newton habe ich so einige Pulloverärmel, die etwas mottenzerfressen aussehen.

Das ist also jetzt mein ganz eigener Ansatz. Irgendwo zwischen Capsule und Sustainable Wardrobe. Ganz ohne Regeln. Aber mit mehr Nachdenken.

Stop being a follower and spread the love. // #hive15

The-Hive-15

Zum Abschluss der Hive-Konferenz blogge ich heute noch ein mal auf Englisch. Weil wegen der internationalen Verständigung. Und so. Demnächst dann wieder, wie gewohnt, auf Deutsch. Zunächst aber: Ein Rückblick.

Well, wasn’t that fun?! The past weekend in Berlin was jam-packed with goodness. And I’m not talking about the desserts we had for lunch (though those were some damn fine desserts – anybody else dreaming of this plum dish?). I was so busy chatting and learning and listening, I barely took any pictures.
In case you missed out on this years The Hive Conference, here’s a quick rundown of the highlights:

+ Natalie Holbrook

The Blogger behind Hey Natalie Jean gave an encouraging talk about vulnerability on the internet. She shared about her (shockingly many!) experiences with trolls and reminded us, that noise doesn’t equal people. But it feels like only a few negative voices can spoil the happiest place online. I really loved her answer to internet bullying: We need to spread the love. We need to stop feeding our inner Mr. Hydes and be the Dr. Jekylls instead.
After her presentation I had the pleasure to get to know her a little better and talk to her for a while and now I adore her even more than I did before. (She offered me to show me around New York if I should ever visit. Little did she know. I’m going to book a flight ASAP.)

+ Create the home, workspace and lifestyle you want – a workshop with Apartment Diet

First of all, I think I have a huge crush on Tip and Natalie since the moment this workshop started. These two are just wonderful and their passion for happy living was contagious.
They had worksheets prepared for us, wich, in the end, supplied us attendees with very manageable tasks to tackle a “corner” that wasn’t working for us. That corner could be anything, from an actual corner in our home to a corner in our mind. Natalie and Tip asked the right questions and I think everyone left the workshop, feeling on top of their respective corner.
Without going further into detail, my corner was something regarding this blog of mine. The ladies from Apartment Diet really pressed the right buttons, to help me where I faced my wit’s end.
And then there was Ruth, the graceful Irish beauty who sat next to me. When we were told to partner up, she gave me some great feedback and gave me the light-bulb moment of the weekend: In order to be a better, happier blogger, I need to stop beeing a follower and start paving my own path.
What? This was already obvious to you? Well. I for one held back on many things, because others did it better. Or did it differently. Or might think I’m a bad blogger. And I kept doing certain things, because they were always done this way. But these times are over now, thanks to Ruth!
Really, this workshop alone was worth the ticket for The Hive.

+ Jana Ahrens and her passionate talk about Fast Fashion and the Sustainable Wardrobe

Wow. Just. Wow.
Jana, who blogs on plique, spoke about a topic that is near and dear to my heart. When she started talking, the whole, buzzing conference room went dead silent in the blink of an eye. Her presentation was gripping and informative, without being lecturing. Her passion was palpable. And her words made an impact on the the audience: When she was done with her talk, a productive and open discussion started, which even went on after the end of Jana’s designated speaking time. It was wonderful.
I could go on gushing about the fabulous ideas she presented and the conclusions I drew for myself. But I am already writing a recap of my adventures with my capsule wardrobe and how Jana changed my understanding of it. You might keep your eyes peeled for that.

+ The countless bits and bobs that make me want to go back immediately

I already miss being at The Hive. I had so much fun with my lovely roommates Gen and Nina. We shared a cool suite at the Scandic Hotel and damn, that was one fine bathroom!
But more than that I miss the atmosphere Yvonne created on the past weekend. She managed to gather the most genuine and inspiring people and I honestly wish I could meet them more often than once a year. Ladies, you made my heart sing!
I already miss the new friends I made. And I miss the old friends, who I met again in Berlin last week.

Next year The Hive will take place in Dublin and I am over the moon excited to visit one of my favorite cities to meet some of my favorite people. Will I see you there?

Hinter den Kulissen.

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Egal, wie oft ich aufräume. Einmal rumgedreht, einatmen, ausatmen und das Durcheinander hat wieder Oberhand gewonnen.

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Natürlich ist es schön, wenn alles an seinem Platz ist. Und doch fällt mir Unordnung so unglaublich leicht. Mit einem Wimpernschlag kann ich jede Makellosigkeit auslöschen und meine Umgebung ins Chaos stürzen.

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Wo ich bin herrscht Tohuwabohu. Und ich herrsche über das Chaos.

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Naja. Herrschte. Dann kam der Hund. In Newton habe ich endlich meinen Meister gefunden.

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Ich bin dann mal aufräumen…

Ist bald Sommer?

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Der Frühling hat noch nicht richtig angefangen und schon kitzelt es mich in den Fingerspitzen: Sommer. Sommer, Sommer, Sommer.
Nachdem ich mich monatelang (absolut nicht ungern!) in unzählige Schichten gewickelt habe, will ich mit den ersten, noch viel zu kurzen und kühlen Sonnentagen alles von mir schmeißen. Weg mit den dicken Jacken, hoch mit den Hosensäumen. Raus aus den Strickpullis und Tschüss, Mützen und Schals und Handschuhe!

Plötzlich ist mir nach leichten Stoffen. Und nach -schockschwerenot- Farbe. Also, was eine passionierte Schwarz-Grau-Trägerin eben so als Farbe bezeichnet. Ich will barfuß laufen und meine Haare vom Wind trocknen lassen. Mit den ersten Krokussen erwacht mein Appetit auf Salat und Gegrilltes. Und wann ist es endlich warm genug, um auf der Terrasse zu frühstücken?

Kein Wunder also, dass ich mich schon im März mit Sommersachen eindecke. Meine letzten Anschaffungen sprechen eine deutliche Sprache: Leichtes Leinen, sommerliches Blau. Himbeerrot. Und offene Schuhe.

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Sowohl die Shorts als auch das Shirt werden wohl noch eine ganze Weile im Schrank auf ihren Einsatz warten. Die Clogs von Swedish Hasbeens werde ich sicher schon vorher tragen. Kalte Füße in (noch) unangemessenen Schuhen gehören zum Frühling doch irgendwie dazu, oder?

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Die Duftkerze bringt mit ihrem wunderschönen Blau einen Hauch Meeresbrise ins Haus. Natalie Jeans Buch Hey Natalie Jean und die Heritage Post würde ich am liebsten auf einer Decke im Garten, oder noch besser: in einer Hängematte lesen. Doch schon jetzt schleppe ich beim kleinsten Sonnenstrahl reichlich Lesestoff nach draussen auf die Terrasse. Nur um meistens kurz danach mit Buch und Tee auf’s Sofa zu fliehen. Ist halt doch noch März.

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Sommerzeit ist in diesem unserem Haushalt übrigens die Zeit der fehlenden Hosen. Zwischen Mai und September lebe ich bevorzugt in Shirt und Schlüpper. Mein neues Lieblingsshirt? Dieses Exemplar. Es bringt meine Geisteshaltung perfekt auf den Punkt. Kein Wunder, dass meine Mama darauf bestand, es mir zu schenken. Sie kennt ihre Pappenheimer eben.
Damit der Umsetzung dieser To-Do Liste nichts im Wege steht, habe ich mir noch eine Schlafmaske zugelegt. Sicher ist sicher.

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Als wollte sie mein Sommer-Sehnen noch befeuern, schenkte mir eine Freundin einen Rosmarin. Bei meinem vorletzten Besuch hatte ich ihre üppigen Kräuterbeete bewundert, bald kann mein Garten hoffentlich mithalten.
Der winzige Aschenbecher passt nicht nur hervorragend zu meinen neuen Shorts, sondern macht sich auch bestens als Ankerplatz für meine Ringe. Vor Zigarettenkippen muss der Kleine sich übrigens nicht fürchten, ich habe das Rauchen schon vor einiger Zeit erfolgreich aufgegeben.
Komischerweise kamen die meisten Augenfältchen erst, nachdem ich mit dieser unschönen Angewohnheit aufhören konnte. Der Augenbalsam von Dr. Hauschka bügelt sie zwar nicht weg, hilft aber zuverlässig gegen Trockenheitsgeknitter.

Sommer-Sehnen

Mit hellen, leichten Shorts und einem weißen Sommerkleid (das schon seit Herbst im Schrank hängt *räusper*) brauchte ich plötzlich “unsichtbare” Unterwäsche. Nunja. Hübsch geht anders. Ganz anders. Aber dieses Modell von Triumph ist ganz ok. Also. Für einen fleischfarbenen Schlüpper find ich den sogar ganz in Ordnung.

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Nach mehreren Monaten, in denen mein Schrankinhalt hauptsächlich schwarz, grau, blau und braun bestand, ist dieser Pullover (den gab es bei ZARA in Bonn, im Onlinehsop kann ich ihn aber grade nicht entdecken) für meine Augen im ersten Moment beinahe verstörend bunt. Herrlich. Da wache ich doch direkt aus meiner Winterlethargie auf. Übrigens: Bald erzähle ich endlich, wie es mit mir und meiner Capsule Wardrobe weitergeht (oder auch nicht weiter geht).
Neben Farbe, die ein Spektrum jenseits einer kragen Winterlandschaft bedient, gibt es ein weiteres Novum in meinem Kleiderschrank. Meine Horde dunkler Skinny-Jeans muss enger zusammenrücken, denn am Montag ist eine sogenannte Girlfriend-Jeans eingezogen. Das ist quasi wie eine Boyfriend-Jeans, nur anders. Eigentlich wollte ich ja eine dieser Mom-Jeans. Aber. Leider nein, leider gar nicht. Zwar saß sie obenrum echt gut und hatte quasi die perfekte Länge für meine nicht allzu lang geratenen Beine, dazwischen aber war irgendwie alles verkehrt. Schadeschokolade.

Sommer-Sehnen6

Tja. Jetzt müsste nur noch Sommer sein. Dann würde ich gleich in Shorts und Shirt und Clogs, mit ungeföhnten Haaren und ohne Strümpfe zur Eisdiele schlendern und mich mit guten Büchern im Garten breit machen. Tja. Als der liebe Gott die Geduld verteilt hat war ich schon damit beschäftigt, mich aus der Kiste mit der Neugier zu bedienen.

Verliebt in Rosa.

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Vor einigen Wochen hat eine meiner liebsten und ältesten Freundinnen (also, so alt ist sie gar nicht, wir kennen uns einfach schon eine ganze Weile – seit 22 Jahren um genau zu sein) haarigen Familienzuwachs gekriegt.
Natürlich musste ich das kleine Fellknäuel auch persönlich kennen lernen. Am Sonntag war es endlich soweit.

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SUPER FLAUSCHIG! Hals über Kopf habe ich mich in Rosa verliebt. Kann man es mir verdenken?

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Für mich, die normalerweise an Bordeaux Doggen Ausmaße gewöhnt ist, ist so ein Cocker Spaniel Welpe natürlich ganz schön klein. Und ganz schön niedlich. Diese winzigen Pfötchen! Diese Löckchen!

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Und bei ganz genauem Hinsehen finden sich sogar ein paar Falten. Ein Qualitätsmerkmal.

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Diesmal musste Newton noch zuhause bleiben, aber das nächste Treffen ist schon vereinbart. Die zwei werden ihre helle Freude miteinander haben!

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Die haben es aber auch alle beide faustdick hinter den Schlappohren. Da können wir uns sicher auf einiges gefasst machen.

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Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, wie ich meinem Mann beibringe, dass Newton dringend einen Cocker Spaniel Bruder braucht…