Der Luftzug einer sich schließenden Tür. Oder auch: Die Sache mit dem Bloggen.

Liebes Bloggen,

wie lange kennen wir uns jetzt eigentlich schon? Zehn Jahre? Ja, das könnte hinkommen.
Ganz heimlich, still und leise fing es an. Damals.
Ungeteilte Zeiten, weisst du noch? So hieß unser erstes Aufeinandertreffen.
Es war die Lust am Schreiben, die mich damals in deine Arme trieb. Und geschrieben habe ich. Was habe ich nicht alles geschrieben! Gedichte, Essays, Tagebucheinträge.
Dadaistisch, spätpubertär-verzweifelt, experimentierfreudig. Mit großem Liebeskummer und noch größerer Neugier auf die Zukunft.

Irgendwann kam für mich die Uni und du, liebes Bloggen, wurdest berühmt. Erst langsam, dann immer schneller. Du wurdest bunter, immer bunter.
Ich habe versucht, Schritt zu halten. Habe neue Blogs aus dem fruchtbaren Boden des Internet gestampft und angefangen, meine Texte mit Fotos zu untermalen.

Während ich mit meiner alten Digitalkamera ein möglichst beeindruckendes Bild meines völlig unbeeindruckenden Lebens zu machen versuchte, bist du über dich hinaus gewachsen.Du wurdest größer und größer. Und immer wichtiger.
Du hast angefangen, Geld zu verdienen. Ganz viel Geld.

Es war etwa zu dieser Zeit, als mir richtig bewusst wurde: Es ging längst nicht mehr nur um uns zwei. Du bist für eine monogame Beziehung nicht wirklich gemacht, Bloggen. Du willst mehr. Du bringst Menschen zusammen, mehr Menschen, als ich manchmal aushalten kann. Lässt man dich walten, wie es dir passt, pfeifst du auf persönliche Grenzen, machst dich auf allen Kanälen breit und schreist nach mehr.

Ich habe alles versucht. Ich bin mitgerannt, wollte alle überholen, wollte dein Business-Partner sein. Und bin auf die Schnauze geflogen. Habe versucht, mit dir zu streiten und dich wieder zu meinem Freund zu machen. Habe mich angebiedert, dir die kalte Schulter gezeigt und nach Kompromissen gesucht. Immer wieder bin ich auf dich reingefallen.

Ja, du bist schön, liebes Bloggen. Du hast mir viele tolle Leute vorgestellt und mich auf die abwegigsten Ideen gebracht. Durch dich habe ich viel gelernt und wir hatten eine schöne Zeit. Das mit uns war wirklich etwas Besonderes, was Festes, für die Ewigkeit. Die ganz große Liebe.
Darum fällt mir das, was ich dir jetzt sage, nicht ganz leicht:

Es ist aus.

So kann es mit uns wirklich nicht weiter gehen. Deine Sucht nach Followern und Likes hat dich verändert, ich erkenne dich kaum noch wieder!
Und hör auf mir zu sagen, dass ich es doch auch mag, dieses PLING meiner Mailbox, das mir den nächsten Abonnenten ankündigt, mich über das neueste Gefällt mir! informiert. Es stresst mich nur noch.
Viel zu lange habe ich alles getan, um diese Sucht zu befriedigen. Habe gehashtagt als gäbe es kein Morgen, habe mein Leben Schokoladenseiten-farben getüncht und jedes meiner Worte auf Massenkompatibilität geprüft. Ich habe mich der Gefallsucht hingegeben, auf Teufel komm raus versucht, aufzufallen ohne anzuecken.

Doch damit ist jetzt Schluss. Bei deinem Spiel um schneller, bunter, geiler komme ich schon lange nicht mehr mit. Während ich dich früher für deine Unabhängigkeit und deine erfrischende Dreistigkeit bewundert habe, geht mir deine Selbstüberschätzung heute auf den Senkel.
Vielleicht liegt es aber auch nur an meinem Naturell – ich habe noch nie zu übermäßigem Ehrgeiz tendiert.

So oder so: Das mit uns, das passt nicht mehr. Wir sind Geschichte. Pack deine Sachen, raus mit dir, Tschüssikowski!
Mach dir Tür zu, wenn du gehst. Und vergiss deine Social Media Sammlung nicht. Das meiste davon habe ich eh nie leiden können (ja, ok, instagram kannst du mir da lassen, aber dann nimm vorher wenigstens deine Erwartungshaltung raus – und stell die Benachrichtigungen aus!).
Nimm deine Visitenkarten, deine Netzwerke und deine Sponsored Posts, du nimmersattes Ungetüm, und verzieh dich endlich aus meiner Ecke des Internets!

Nein, liebes Bloggen, du brauchst nicht zu weinen. Ich bin dir nicht wirklich böse. Ich liebe dich noch immer! Bloß tue ich das ab jetzt lieber aus der Ferne. Wir können ja Freunde bleiben. Und wenn du magst, dann kannst du mich auch mal besuchen kommen, so ab und zu. Du weisst ja, wo du mich findest.

Bis dahin. Mach es gut.

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Liebe Leser,

auch wenn meine Liebe zum Bloggen verebbt ist – meine Liebe zum Schreiben ist ungebrochen. Deshalb wird es hier auch in Zukunft weiter gehen. Nur eben ohne das ganze Theater drumherum.
Viel wird sich für euch wohl erstmal nicht ändern: Die Seite wird in den nächsten Wochen ein wenig renoviert, meine Social Media-Profile benutze ich, sofern ich sie nicht komplett deaktiviert habe, mittlerweile nur noch ‘privat’ (sprich: ich nutze sie einfach nicht mehr als ‘Verlängernung’ meines Blogs oder um auf Je suis Huck aufmerksam zu machen) und meine zukünftigen Posts hier werden ziemlich sicher deutlich textlastiger.

Hier zu schreiben ist mir ein liebgewonnenes Hobby, das ich ganz allein für mich selbst betreibe. Und auch wenn ich mir keinen Arm mehr dafür ausreißen werde, die Statistiken dieser Seite weiter und weiter zu optimieren, freue ich mich über jeden einzelnen, der her findet und zu bleiben beschließt.

Schön, dass ihr da seid <3

Oh La La, willst du eine Pizza?

Pizzen

Ein halbes Jahr lang hatte ich Zeit, darüber nachzudenken, was man in einem funktionstüchtigen Backofen so alles backen könnte. Neben Brot und Schokoladen-Kirsch-Kuchen kam mir besonders eines immer wieder in den Sinn: Pizza.
Zuerst waren da die Abende, an denen zum Kochen die Lust fehlte und ich mir eine ordentliche Tiefkühlpizza herbei sehnte.
Meiner Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Bald kam ich auf den Gedanken, dass so eine Pizza ja vielleicht noch viel besser schmeckt, wenn man sie selber macht. Also, so richtig, nicht diese fürchterlichen Teigrohlinge zum selbst belegen, pfuibah.

Der neue Ofen kam und es brannte mir auf der Seele. Pizza!
Mein Ansatz? Schlicht. Denn sind wir mal ehrlich – Spaghetti-Pizza mit Sauce Hollandaise und ähnliche Schweinereien sind ja ganz lustig, aber beim Essen ist es wie mit allem anderen auch: Das Gute kann so einfach sein.

Gestern morgen habe ich mir flugs einen Teig geknetet:

2 TL Trockenhefe in 250 ml lauwarmen Wasser auflösen und mit 450 gr Mehl, 1 TL Salz und einem Schuss Olivenöl zu einem glatten Teig verkneten.
Mit den Händen bitteschön. Dauert so etwa zehn Minuten.
Das kann man dann entweder direkt auf vier Portionen aufteilen, zu Kugeln formen und auf einem bemehlten Holzbrett unter einem feuchten (sauberen!) Küchentuch gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Oder man packt den Teig, wie ich, in den Kühlschrank und verarbeitet ihn erst später.

Tomatenstrauch

Während der Teig so vor sich hin ging, ging ich in den Garten und plünderte unseren Tomatenstrauch. Mein Plan: Pizza Margherita!

Tomaten

Die Tomätchen habe ich halbiert und etwas ausgedrückt, damit meine Pizza nachher nicht wegschwimmt.

Knoblauchöl

Dann habe ich noch fix drei Knoblauchzehen gerieben und in ordentlich Olivenöl getränkt. Tomatensoße auf der Pizza? Das kann ja jeder!

Pizza Margherita

Als sie genug gegangen waren habe ich die Teigbollen auf Backpapier ganz dünn ausgerollt. Die Backbleche heizten derweil im Backofen ordentlich vor. Was die Temperatur angeht, da müsst ihr schon selber gucken. Unser neuer wird irgendwie irre heiß und ich habe die Pizzen nachher bei 180°C im Pizzaprogramm gebacken.

Die Pizza Margherita habe ich dann mit etwas Knoblauchöl eingerieben und meine Tomaten aus dem Garten darauf gelegt. Ein wenig Salzen, ein paar Blättchen Basilikum zerrupft und zum Abschluss noch mit Parmesan berieselt.

Knoblauchpizza

Weil die Tomaten nicht reichten habe ich dann noch eine Knoblauchpizza gebacken, mit ordentlich Knoblauchöl und ein paar Salbeiblättern. Salzen und Parmesan drauf – ab in den Ofen!

Knoblauchpizza

Nach einer knappen viertel Stunde durften die Schätzchen dann auch schon wieder raus. Dieser Duft! Himmlisch.

Pizza Margherita

Und weil ich gestern ganz alleine zuhause war, habe ich höchstpersönlich alle vier Pizzen verdrückt. Japp. Das habt ihr richtig gelesen. Ich habe an einem Tag VIER Pizzen gegessen. Und wäre ich nicht zu faul gewesen, gestern Abend noch eine Portion Teig zu machen, es wären noch mehr geworden.

Oh La La, Pizza wunderbar!

Alieneierblumen, Clematisliebe, Newton und ein Backofen.

Es hat mich erwischt! Ich habe Fußballfieber! Bevor die WM gleich endlich auch für unsere Jungs los geht, wollte ich euch noch zeigen, was eigentlich aus dem Alienei geworden ist, das ich im Februar im Garten gefunden habe. Erinnert ihr euch?

Alieneierblume

Schön, nichwahr? Kann mir jetzt vielleicht jemand sagen, um was es sich bei diesem Gewächs handelt? Ich hätte nichts gegen mehr von der Sorte.

Und wo wir grade schon mal im Garten sind, guckt euch mal meine Clematis an:

Clematisliebe

Leute, ich bin verliebt! SO viele hübsche lila Blüten! (Und ich könnte schwören, als wir uns das Haus im letzten Jahr angeschaut haben, haben die blau geblüht…)

Schöne Momente gibt es momentan nicht nur draussen, sondern auch in unserer Küche.

Herdkauf

Die hat seit Samstag nämlich nach einem langen halben Jahr endlich wieder einen funktionierenden Backofen. Den Transport nach hause habe ich da natürlich angemessen dokumentiert (das weiße Ding hinter mir, das ist unser neuer Backofen).

Und weil ich euch so gerne habe, lasse ich euch noch ein Bild von einem kuscheligen Newton da, während ich mich jetzt auf das Spiel nachher einstimme.

Newton

Lieblinge // Pfingsten

Lieblinge-Pfingsten

Puh, das war ja was. Ich hoffe, ihr habt das Unwetter alle gut überstanden? Wir hatten großes Glück und ausser einem Blumentopf, den ich eh nicht wirklich leiden konnte, ist nichts unwiederbringlich kaputt gegangen. Der Garten sieht zwar noch immer etwas gerupft aus und am Gartenhaus fehlt eine Zierleiste, welche wieder anzunageln ich bisher einfach zu faul war. Davon abgesehen ist alles in bester Ordnung. Was man von großen Teilen des Ruhrgebiets leider nicht sagen kann.

Bis zum Unwetter Montagnacht waren es immerhin drei wirklich schöne Tage. Neben hohem Besuch hatte das lange Pfingstwochenende noch einige Höhepunkte mehr zu bieten. Dass wir dabei die meiste Zeit faul in der Gegend rum lagen war dabei kein Hindernis. Ganz im Gegenteil.
(Lasst euch von dem Bild oben nicht täuschen, das ist von vor einer Woche. Dieses Wochenende war meine Hose deutlich kürzer.)

Hier also ein paar Lieblinge vom Wochenende:

+ selbst mariniertes Grillfleisch
+ gute Bücher
+ eine kühle Brise nach einem heftigen Gewitter
+ kaltes Bier
+ Melonen!
+ zwei brandneue Folgen Sherlock
+ Pfefferminzduschgel
+ einen halben Tag lang keine neuen Mückenstiche entdecken können
+ Sonnen-getrocknete Wäsche
+ Bikinistreifen
+ Bounty-Eis

Hoffentlich hattet ihr alle ein schönes Pfingstwochenende, so doof das Ende auch gewesen sein mag. Andererseits: In unserer Straße herrschte gestern Morgen während der Aufräumarbeiten schon beinahe Volksfeststimmung. So schlimm der Sturm auch war, er hat viele Leute zusammengebracht, die gezeigt haben, dass wir uns hier im Pott nicht so schnell unterkriegen lassen.
In diesem Sinne – Glück auf!

Wochenend’ und Sonnenschein.

Newton und Mio

Grillen ist gut. Grillen mit Freunden ist besser.
Am Samstag haben wir genau das gemacht. Mit dabei waren auch Nina und ihr vierbeiniger Sidekick Mio. Mio ist ein Chihuahua.

Newton liebt Besuch und Hundebesuch ist doppelt spannend. Leider hat sich unser Trampeltier direkt einen dicken Fauxpas geleistet und ist Mio bei der Begrüßung ungestüm auf die kleinen Pfötchen getrampelt. Mio war not amused und Newton für den Rest des Abends in Ungnade gefallen. Der kleine Hund hat dem großen Hund sehr deutlich die Meinung gesagt und unser Plattnasendackel hat sich durchaus beeindruckt gezeigt.

Ihr solltet wissen, dass sich offenbar keiner der beiden seiner Größe bewusst ist. Was dazu führte, dass irgendwann ein Chihuahua eine Bordeaux Dogge durch den Garten jagte.
Aber keine Angst, Newton ist nichts passiert. Mios die bellen, beissen nicht. Und Newton fand es irgendwie sogar ziemlich toll, dass da einer mal lautstark mit ihm Nachlaufen spielte.

Alle Versuche, die beiden gemeinsam auf ein Foto zu bekommen, sind an Hundeseitiger Wuseligkeit gescheitert. Hoffentlich klappt es beim nächsten Mal, dieses ungleiche Duo ist sich vielleicht noch nicht ganz grün, aber für alle Zuschauer mehr als unterhaltsam, weshalb wir schon die nächsten Abenteuer mit den beiden planen.

Genussmittel.

Beach-Boys

Just in diesem Moment dröppelt es nach einigen Tagen Prachtwetter hier wieder vom Himmel. Das ist aber überhaupt nicht schlimm. Zum einen freut sich meine sonnenverbrannte Nase über eine kleine Auszeit. Zum anderen schmeisse ich mir einfach selbst eine kleine Beach Boys Tanzparty!

Darüber hinaus gab es in den letzten Tagen so einige kleine und große Genussmomente, die, entsprechend gewürdigt, eine ganze Zeit vor halten. Als da wären:

Pfingstrosen

Der vollgekrümelte Tisch zeugt von gutem Essen und die Pfingstrosen hat mir die Juli mitgebracht.

Yoga-Buddha

Anstatt euch Bilder von meinen Yoga-Versuchen zu zeigen, zeige ich euch lieber dieses kleine Stillleben. Die Aussage bleibt jedoch: Yoga ist ziemlich toll!

Chanel-Parfum

Meine Mama hat mir ein paar Setzkästen überlassen, inklusive unzähliger Parfum-Miniaturen. Nun hängt das alles endlich bei uns an der Wand und erinnert mich daran, wie ich mich als Kind heimlich durch die vielen Duftwässerchen probiert habe.

Wolle

Im Juni widme ich mich einem neuen Projekt. Auf dem Bild könnt ihr ein paar Zutaten erkennen. An was genau ich da momentan arbeite verrate ich euch aber erst, wenn es fertig ist. Und jeder, der mich kennt, kann euch sagen: Das dauert noch ein bisschen, ich bin nicht die Schnellste.

Efeutute

Unser riesengroßer Garten! Bald bekomme ich noch meine Hängematte, dann ist er auch schon voll.

Lavendel

Lavendel. Von mir aus könnte der ganze Garten nur aus Lavendel bestehen. Mit der Meinung bin ich aber auch alleine (auf dem Bild bin ich jedoch gar nicht alleine, wer genau hinguckt findet ein Stückchen Newton).

Clematis-Bluete

Die Clematis öffnet die ersten Blüten. Was für eine schöne Überraschung!

Weniger schön…

Newton-Loch

…war die Überraschung, die Newton für mich hatte. Mitten auf dem Rasen hat er mir ein hübsches Loch gebuddelt. Na, danke.

Newton-Terrasse

Ihr müsst wissen, eigentlich ist er natürlich der aller, aller bravste Hund auf der ganzen, weiten Welt! Wer’s glaubt…

Gen-Ballons

Trotz Hammer-Wetteraussichten und einem geplanten Drei-Tage-Grillgelage zu Pfingsten wage ich zu behaupten, dass gestern der tollste Tag der Woche war:
Gen hatte Geburtstag. Und wenn Gen Geburtstag hat, dann wird ordentlich auf die Pauke gehauen. In diesem Fall mit einem Auto voll Luftballons…

Gen-Flamingos

…und einer Flamingo-Herde als Ehrengäste. Ich bin ja schon kein trübsinniges Kerlchen, aber gestern hatte ich Spaß bis über beide Ohren!
Liebe Gen, danke, dass ich deinen Ehrentag mit dir verbringen durfte! Auf viele weitere Flamingo Feten!

Bei so vielen Glücksmomenten, da kann es gerne noch ein bisschen weiter regnen. Der Garten freut sich (vor allem, weil wir das mit dem Gießen manchmal irgendwie… vergessen).

Wenn es euch das nächste Mal trüb auf die Nase tropft, ihr einen Lichtblick braucht oder eigentlich auch immer mal wieder einfach so: Augen offen halten! Sie sind da, die vielen kleinen und großen Genussmomente. Man muss sie nur erkennen.

In diesem Sinne, einen schönen Abend euch!

Regen, Regen, Popegen.

Regen

Sapperlot noch eins! Da sind wir alle schon im Sommermodus und was macht das Wetter? Dreht uns eine lange Nase und verabreicht uns eine kalte Dusche.
Nass und kalt und irgendwie deprimierend, was da draussen vor dem Fenster los ist.

Zu allem Übel haben unsere eifrigen Straßenbauarbeitermenschen mal wieder unsere Telefon- und Internetleitung ins Jenseits gebaggert. Fast eine ganze Woche saßen wir hier im digitalen Niemandsland. Dank miserabler Netzabdeckung konnten uns auch unsere Smartphones nicht retten: Schneckentempo wäre ein Luxus gewesen, der uns nicht vergönnt war. Mal eben Mails checken hat gefühlt mehrere Stunden gedauert.

(Ein Stück die Straße runter ist der Empfang sehr viel besser, weshalb Newton in den Genuss besonders vieler Spaziergänge kam.)

Mittlerweile haben wir zwar ein neues Kabel und das Internet läuft wieder. Nur scheinbar sitzt jetzt Petrus auf der Leitung. Ende Mai, und das weiß doch jedes Kind, ist es noch deutlich zu früh für Herbstwetter!!

Ich weiß ehrlich nicht, ob ich mich mit Eis und Sonnenbrille unter die Schreibtischlampe legen oder mich mit Suppe und Tee vor den Kamin kuscheln soll. Aber für letzteres müsste ich auch erst einen Kamin bauen. Das Leben ist kein französischer Autorenfilm…

Die Wetteraussichten fürs Wochenende sind glücklicherweise erfreulich und ich bin zuversichtlich, bald wieder im Bikini arbeiten zu können. Homeoffice, Baby!
Bis dahin trinke ich einfach reichlich Grog, der hält mich warm und garantiert meiner Umwelt spitzenmäßige Unterhaltung. I love to entertain you.

Bleibt mir alle trocken! Oder noch besser: Lasst kein Auge trocken und springt barfüßig durch die Pfützen!

Sommer, Sonne, Kaktus.

Baum

Wäre ich nicht anderweitig beschäftigt gewesen, ich hätte sicher mehr gebloggt. War ich aber.
Heute zum Beispiel habe ich mir einen Sonnenbrand geholt. Und gestern… gestern habe ich bestimmt auch etwas gemacht.

Zwar kommt es mir grade so vor, als wäre Müßiggang mein täglich Brot gewesen in der letzten Zeit, aber tatsächlich habe ich so einiges erledigt. Der Keller ist endlich aufgeräumt (ja, so richtig!) und nach einer viel zu langen Zeit des Wildwuchses habe ich unseren Rasen doch noch unter Kontrolle gebracht. So gut es eben ging. Und das natürlich mit einem altmodischen Spindelmäher, ihr wisst, ich halte elektronische Schneidewerkzeuge für eine Ausgeburt des Teufels… Der Frühjahrsputz ist erledigt und die Friesenbank für draussen lasiert. Mein Kleiderschrank wurde ausgemistet und neu sortiert.

Davon ab habe ich aber tatsächlich ausgiebig dem Dolce Vita gefrönt. In der Sonne gelegen. Gelesen. Zeit mit Freunden und der Familie verbracht. Eis gegessen. Noch mehr gelesen. Downton Abbey geguckt. Gegrillt. Mit dem Hund gekuschelt. Im Garten gebuddelt.

Bordeaux Dogge Newton

Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf den Sommer freue! Oh, was habe ich nicht alles vor…

…als da wären:

+ Tretbootfahren
+ Eistee selber machen
+ Wandern (und zwar in der Sächsischen Schweiz!)
+ einen Stand Up Paddling Kurs am Kemnader See absolvieren – Wer macht mit?
+ Lesen
+ eine Hängematte kaufen und dann darin rumgammeln bis zum Sanktnimmerleinstag
+ ein Lagerfeuer machen
+ Wegwerfkameras vollknipsen
+ Grillen
+ Wassermelone essen
+ Eis essen
+ eine gute Sonnencreme finden
+ Fahrradfahren
+ ein Fahrrad finden
+ Maxikleider tragen
+ Ukulele spielen lernen (oder mich wieder an’s Gitarre spielen Lernen machen)
+ Sterne gucken
+ mein Gewicht in Erdbeeren verdrücken
+ Bikinistreifen züchten
+ Blumenketten knüpfen
+ einen Hula Hoop kreiseln lassen
+ Fußkettchen und Zehenringen zu ihrem verdienten Ruhm verhelfen
+ Wolkengucken
+ einen Tag am Meer verbringen

Und dann hoffe ich natürlich auf viele, viele schöne unerwartete Sommermomente. So ein Sommer ist halt einfach was feines.

Was ist mit euch? Wie sehen sie aus, eure großen und kleinen Pläne für diesen Sommer? Was habt ihr vor?
Ich wünsche uns allen kühles Eis und Sonne satt!

Lieblinge // Im April mach ich was ich will

Lieblinge-April

Der April erfüllt alle Erwartungen und zeigt sich von seiner sprunghaften Seite. Vorgestern noch um Haaresbreite am Sonnenbrand vorbei gekommen, ist heute Gruppenkuscheln gegen trübes Regenwetter angesagt. Beides hat hat seine Vorzüge.

Wie es sich für einen Sonntag gehört wird hier gegammelt und gefaulenzt was die Joggingbuxen hergeben. Nur Newton hat es nicht sonderlich mit Entspannung und jagt seit Stunden einer nervigen kleinen Fliege hinterher.

Bevor das süße Leben morgen wieder vorüber ist will ich noch schnell meine momentanen Lieblingsdinge festhalten. An einem faulen Sonntagmittag fallen mir davon sicherlich mehr ein als an einem grauen Montagmorgen.

In keiner bestimmten Reihenfolge nun also meine Lieblinge an einem Sonntag im April:

+ Gemüsesalat mit Joghurt-Knoblauch-Soße
+ Flohmarkthallenabenteuer
+ Spotify (ich bin total angefixt und erstelle eine Playlist nach der anderen!)
+ zarte Triebe im Salatbeet
+ Schweizer Bergbrot von Backbord
+ Hängepflanzen
+ Sprudelwasser
+ Reisepläne
+ Roadtripträume
+ Nudeln mit Tomatensoße und Fleischbällchen
+ Barfußlaufen

Und ein paar Lieblingsklicks der letzten Zeit:

+ 15 wenig bekannte Fakten zu Mord ist ihr Hobby – eine meiner liebsten Fernsehserien!
+ Style-Tipps von einem Golden Girl – noch so ein Serienliebchen
+ Warum du dich niemals tätowieren lassen solltest, Kinder kriegen aber absolut in Ordnung ist – klingt zunächst leicht bescheuert ist aber tatsächlich ein großartiger Post!
+ ein Pin-Up Girl nach meinem Geschmack

Blogliebchen? Bittesehr:

+ Moon to Moon
+ ohdeardrea
+ OLD BRAND NEW

Für den Rest des Tages überlasse ich das Internet jetzt euch und den Hund der Fliegenjagd und verziehe mich mit meinem Buch (Carte Blanche von Jeffery Deaver) in die Badewanne.
Habt einen entspannten (oder lieber aufregenden?) Restsonntag und kommt gut in die neue Woche!

Mal spinksen?

Zuhause-Flur

Hereinspaziert, hereinspaziert! Ach, lasst die Schuhe ruhig an. Willkommen in der Casa Chaos!
Vor etwa einem halben Jahr sind wir hier eingezogen. Klar, die Kartons sind mittlerweile (fast) alle ausgepackt und die Möbel stehen an ihrem Platz. Trotzdem ist hier noch nix so wirklich fertig.

Mein Mann schaut sich an dieser Stelle sicher verwundert um und fragt sich und mich, was zur Hölle denn hier noch nicht fertig ist. Die haben einfach keine Ahnung, diese Männer…

Dass ich für jedes Zimmer noch einige Pläne in petto habe, davon lasse ich mich jetzt aber nicht mehr aufhalten und zeige euch ein paar winzigste Eindrücke von unserem Häuschen. Naja, es sind eher klitzekleine Kleinigkeiten die ich euch heute zeige, denn ich wollte mich für die Bilder auch nicht mit Aufräumen und Putzen aufhalten, weswegen ich mich auf einige wenige Dinge beschränke. Für’s erste.

Auf dem Bild oben könnt ihr jedenfalls einen Blick in unseren Flur werfen. Wie ihr seht könnte ich da endlich mal Bild und Blume aufhängen. Aber dann müsste ich die Leiter in den Keller bringen, die hätte dann ja da gar keinen Zweck mehr. Und überhaupt: Die Efeutute braucht dringend einen hübscheren Übertopf, natürlich einen zum aufhängen. Ihr seht, es ist noch viel zu tun.

Zuhause-Kram

Weil wir hier den Inhalt unserer Taschen gerne durch’s ganze Haus verteilen finden sich einige solcher Tellerchen und Schälchen, die den ganzen Kram dann ein bisschen weniger chaotisch und ein bisschen hübscher aussehen lassen.

Zuhause-Bar

Da! Sogar in unserer ‘Hausbar‘ findet sich ein Schüsselchen mit Ringen, die sonst lose durch’s Regal fliegen würden. Übrigens liebe ich es, viel Schmuck auf einmal zu tragen. Aber nur, wenn ich unterwegs bin. Sobald ich nach hause komme reiße ich mir den ganzen Klimbim runter. Nur meinen Ehereing trage ich so gut wie immer. Ohne ist dann doch irgendwie nackig.

Zuhause-Regal

Wer hat eigentlich behauptet, dass Bücherregale nur für Bücher da sind? In unseren finden sich neben Büchern (und zwar vielen!) auch jede Menge kleine Schätzchen. Gesammelte Schneckenhäuser, Muscheln, alte Kerzenständer, hübsche Steine, Kitschiges und Kurioses.

Zuhause-Regal3

Ich kann einfach an keinem interessanten Stein (ja, sowas gibt es!), keinem Schneckenhaus, keiner Muschel und überhaupt an keinem Fundstück vorbeigehen, ohne es in meine Tasche wandern zu lassen. Mein Hosentascheninhalt wird oft Klein-Jungen-Träumen gerecht.

Zuhause-Regal2

Was der eine seltsam findet sind für uns geliebte Sammlerstücke. Ob Marlene-Dietrich-Briefmarke, Musikkassette oder alte Comics. Und natürlich immer wieder: Steine. Ich mag Steine!

Wohnzimmer

Es gab Zeiten, da hätte ich das vollkommen anders gesehen. Heute aber finde ich, dass unser Fernseher der langweiligste Gegenstand auf der Fernsehbank ist. Die Fernsehbank besteht übrigens aus drei IKEA LACK Fernsehtischen, die perfekt an unsere Wohnzimmerwand passen. Darauf stehen neben dem Fernseher unser Plattenspieler, unsere Stereoanlage, jede Menge Musikdevotionalien und ein bisschen Kram. Und natürlich die Lavalampe! Lange habe ich mich dagegen gesträubt, schlussendlich bin ich aber weich geworden und habe sie meinem Mann schließlich doch zum Geburtstag geschenkt. Und nun bin ich diejenige, die stundenlang davor sitzt. Herrlich.

Stecklinge

Kennt ihr Justina Blakeney und ihren Jungalow? Nein? Dann guckt euch bei der Designerin mal um. Toll, oder? Ich jedenfalls träume von ein bisschen mehr Dschungel in unseren vier Wänden. Pflanzen noch und nöcher! Zum Glück wächst das Grünzeug ja tatsächlich auf Bäumen und ich kann mir von dem, was ich schon habe, selber Nachwuchs ziehen.

Fensterbank

Hoffentlich wird es auf unserer Fensterbank bald noch voller! Und Blumenampeln kann man auch nie genug haben! Hängepflanzen – immer her damit! Ganz im Ernst: ihr habt Blumen oder Übertöpfe, die ihr loswerden wollt? Ein paar Ableger oder Stecklinge, die ihr zur Adoption freigeben möchtet? Hier! Ich nehm’s mit Kusshand!

Die Wohn-Wunschliste ist noch lang, aber langsam wird es. Auch ohne den perfekten Teppich ist es doch schon wirklich schön hier. Und vielleicht habt ihr durch die Bilder ja einen klitzekleinen Eindruck davon bekommen, wie es um mich herum so aussieht. Den Rest vom Haus zeige ich dann ein anderes Mal, ok?