Capsule Wardrobe. // Herbst und Winter 2014.

Capsule-Wardrobe-Herbst14

47. So viele Teile soll meine Capsule Wardrobe umfassen.
Dazu zählen meine gesamte Oberbekleidung (inklusive meiner Jacken) und meine Schuhe. Nicht mitgezählt habe ich meine Unterwäsche (man kann nie genug saubere Schlüpper im Schrank haben), meine Band-Shirts (Hey, das sind Sammlerstücke!), meine Sport- und Schlafsachen, Handtaschen und Accessoires (irgendwie muss man ja Abwechslung rein bringen, nichwahr?). An diesem Punkt versichere ich jedoch, dass ich beim Ausmisten keineswegs vor diesen Bereichen meines Kleiderschrankes Halt gemacht habe. Adieu, löchrige Gammelhosen! Lebt wohl, zu kleine BHs!

Von den angestrebten 47 Teilen besitze ich bisher 43. Bevor ich mich im Klamotten-Kauf-Verzicht übe, strebe ich noch eine letzte Shoppingtour an. Auf meinem Einkaufszettel stehen ein Longsleeve, ein Paar Schuhe, ein Pullover und ein Kleid. Ausserdem brauche ich noch einen Wintermantel, den ich zu gegebener Zeit (also, sobald es richtig kalt wird) gegen meine Jeansjacke austausche.

Capsule-Wardrobe-Herbst14-Farbe

Was Farben angeht wird mein Kleiderschrank für die kommenden drei Monate deutlich von Grau und Schwarz dominiert. Da das allein selbst mir ein wenig zu trist wäre, dürfen auch noch ein paar Brauntöne mitspielen. Und weil ich momentan absolut nicht daran vorbei gehen kann: Dunkelblau. Man sollte es nicht meinen, aber diese Farbe sticht mir zur Zeit immer wieder ins Auge.

Wer meine Farbauswahl schon eintönig findet, der wird bei einem genaueren Blick in meinen Schrank wohl vor Langeweile sterben: Skinnyjeans, T-Shirts, Tanktops, Longsleeves, Strickjacken und schlichte Pullover. Eine Hand voll Blusen und zwei Röcke. Von letzteren stellt einer, ein Modell von Marc O’Polo mit Blau-Orangenen Wasserfarbklecksen, das einzig wirklich ‘auffällige’ Kleidungsstück dar, das das große Ausmisten überlebt hat. Das liegt zum einen daran, dass ich mich mit meinen Tattoos und dem großen Hund schon auffällig genug finde. Zum anderen musste ich nach einem Blick auf meinen üblichen Tagesablauf eingestehen, dass es für mich ratsam ist, auf praktische Kleidung zu setzen, anstatt auf Protz und Prunk.

An den allermeisten Tagen arbeite ich vom Sofa aus, gehe mit dem Hund raus, krame ein bisschen in Haus und Garten, laufe kurz zum Supermarkt und halte beim Müllrausbringen einen Plausch mit den Nachbarn. Darüber hinaus gehe ich ab und an noch einen Kaffee trinken oder was essen. Dabei verschlägt es mich jedoch in den seltensten Fällen in noble Etablissements. Auch Familienfeiern und ähnliches verlangen bei uns selten nach Frack und Abendkleid.
Mit Jeans und T-Shirt bin ich also bestens für meinen Alltag gerüstet. Mit Longsleeves, Pullovern, Hemden und Strickjacken kann ich super nach dem Zwiebelprinzip arbeiten: Zuhause, mit Tee auf dem Sofa, reichen ein bis zwei Lagen. Gehe ich mit dem Hund raus oder zum Einkaufen kann ich, je nach Wetter, noch ein paar Schichten drüber werfen.
Dank schlichter Boots behalte ich draussen trockene Füße (eine Fleece-Einlegesohle im Winter hält zusätzlich warm), muss mich nicht lange mit Schuhe schnüren aufhalten und gehe auf flachen Sohlen sicher durch die Welt. Für alles, was nach mehr verlangt, reicht mir ein Paar ‘Hohe Hacken‘. Und wenn ich ehrlich bin, ist sogar das eigentlich noch zu viel. Ich bin halt ein Boots und Turnschuh Mädchen.

Capsule-Schmuck-Herbst14

Auch, wenn ich mir bei Accessoires die volle Auswahl einräume, greife ich die meiste Zeit doch zu den selben fünf Stücken. Neben meinem Ehering sind das zwei weitere Ringe, eine Armbanduhr (alles Geschenke von meinem Mann) und ein schmales Lederarmband (ein Geschenk von Nina). Für besondere Anlässe habe ich immer noch meine volle Schatztruhe, aus deren Tiefen ich ratzfatz diversen Klimbim ziehen kann. Für meinen Alltag haben sich meine fünf Favoriten jedoch sowohl als schön, wie auch als praktisch erwiesen.

Capsule-Parfum-Herbst14

Ich habe mich für diese Saison übrigens auch von der kleinen Horde Parfümflaschen getrennt, die bisher hinter meinen Pullovern gehaust hat. Statt noch immer jeden Tag vor der Qual der Wahl zu stehen, habe ich mir auch in diesem Bereich endlich einen Liebling erschnuppert: Vetiver & Black Tea von Kiehl’s. Damit ist auch meine immerwährende Suche nach einem neuen Parfüm für’s erste beendet.

Die aussortierten Sachen habe ich übrigens nicht alle in den Altkleidercontainer entsorgt. Eine ganze Kiste mit Sommersachen und Klamotten, die ich noch gerne mag, die nur diesmal einfach ‘zuviel’ waren, sowie eine Kiste mit Schätzen, die ich nicht mehr trage aber aufrichtig liebe, stehen ordentlich verpackt ganz unten im Schrank. Darüber hinaus ist ein riesiger Berg mit Sachen angefallen, die ich entweder nach und nach bei Kleiderkreisel einstelle, der Wattenscheider Tafel spende oder unter interessierten Freundinnen aufteile.

Diese Capsule Wardrobe ‘gilt’ ab morgen, dem ersten Oktober und zwar für drei Monate. Sprich: Zum ersten Januar 2015 werden die Karten Klamotten neu gemischt. Dann erst, so ist zumindest der Plan, kaufe ich mir auch etwas neues zum Anziehen.

Ich bin schwer gespannt, wie das Ganze für mich so funktioniert. Ich habe zum einen ein wenig Sorge, dass ich bei dieser überschaubaren Anzahl an Kleidungsstücken mit dem Waschen nicht hinterher komme (legt euch mal eine sabbernde, Schlamm liebende Bordeaux Dogge zu, dann wisst ihr was ich meine…). Zum anderen habe ich schon leichte Bedenken, dass mir der Inhalt meines Schrankes bald zu den Ohren raushängt. Ich kann jedenfalls nicht versprechen, dass mich alles, was ich jetzt schön finde, nicht in ein paar Wochen langweilt. Es wäre zumindest nicht das erste Mal (Ich erinnere mich an eine Pink-Phase. Und an eine Lila-Phase. Und an eine Kat von D Phase. Und…).
Momentan jedenfalls kann ich ganz ehrlich sagen, dass sich in meinem Schrank ausschießlich Kleidung befindet, auf die ich richtig Lust habe. Und das ist doch schon mal ein guter Anfang.

Lieblinge. // Capsule Wardrobe.

Lieblinge-Capsule-Wardrobe

Schon im letzten Herbst verkündete ich hier im Rahmen meiner Ich will weniger – Reihe, auch den Inhalt meines Kleiderschranks minimieren zu wollen.

So groß der Wunsch nach einem Leben, das mit dem Nötigsten auskommt, auch ist, muss ich mir eingestehen, dass mir das Zeug zum Minimalisten fehlt. Haha. Genauer gesagt fehlt es mir ja nicht, sondern ich habe zuviel davon und das wirklich gern.
Natürlich hat die Auseinandersetzung mit dem Thema ihre Wirkung nicht verfehlt. Ich bin so gut im Ausmisten wie ich es noch nie zuvor in meinem Leben war. Während ich früher jeden kleinsten Schnipsel gehortet habe (könnte man ja noch mal brauchen), bin ich heute wirklich gut im Entsorgen. Und tatsächlich auch bedächtiger, was Anschaffungen angeht. Besitzen tu ich aber dennoch ganz schön viel und das meiste davon ist zu nichts weiter gut, als mir ein gutes Gefühl zu geben. Ich habe beschlossen, dass das absolut in Ordnung ist. Nicht jeder muss in weißen Räumen mit kahlen Wänden und reduzierter Einrichtung leben.

Was mich aber ganz und gar nicht los lässt, das ist mein Kleiderschrank. Zwar habe ich mich schon im letzten Jahr vor unserem Umzug von unzähligen Dingen getrennt, vieles ist aber ehrlich gesagt auch einfach in die Ach, das passt mir bald bestimmt wieder/ das trage ich dann im Sommer/ da hängen so viele Erinnerungen dran – Kiste(n) gewandert.
Und diese Kisten standen jetzt fast ein ganzes Jahr unberührt im Keller.
Obendrein habe ich, trotz besseren Wissens und guter Absichten, den einen oder anderen Fehlkauf auch in diesem Jahr nicht vermeiden können (Ein Tanktop mit Wasserfallauschnitt? War ich betrunken?!).

Auftritt Internet. Auf verschiedenen Blogs tauchte in letzter Zeit immer häufiger ein Konzept auf, das mich schon letztes Jahr fesselte: Die sogenannte Capsule Wardrobe.
Im Grunde geht es dabei darum, mit einer sehr begrenzten Anzahl an Kleidungsstücken aus zu kommen. Die eigene Garderobe auf ihre Essenz zu konzentrieren, quasi.
Die “Regeln”, nach denen man sich so eine Capsule Wardrobe zusammenstellt, unterscheiden sich leicht von Kleiderschrank zu Kleiderschrank. Ob man sich jetzt auf 30 oder 70 Teile beschränkt hängt ja auch ein bisschen vom jeweiligen Lebensstil ab. Ganz Strenge zählen zu ihrer Garderobenessenz neben Jacken, Handtaschen und Schuhen auch ihre Sportbekleidung, ihre Pyjamas und ihren Schmuck. Andere legen sich zwei Garderoben an: eine für die Arbeit und eine für ihre Freizeit.
Aber alle haben eines gemeinsam: Jedes Teil ist sorgfältig ausgewählt und für eine gewisse Zeitspanne (zum Beispiel eine Jahreszeit) stehen einem nur eben jene Auserwählten zur Verfügung. Kein Lust- und Frustshoppen. Keine Impulskäufe. Und, wenn man es geschafft hat sich eine funktionierende Capsule Wardrobe zusammenzustellen, kein Kleiderschrank voll Nichts Anzuziehen mehr. Ziemlich toll, oder?

Für alle, die sich übers Wochenende eingehender damit auseinander setzten wollen, kommen hier meine liebsten Blogs rund ums Thema:

+ Projekt 333: Soweit ich weiß, einer der ersten Capsule Wardrobe-Blogs und mit der Vorgabe von 33 Teilen für 3 Monate (inklusive Accessoires!) ein eher strenger Vertreter der Idee. Aber die Community rund um Projekt 333 ist riesig und man findet viele Gleichgesinnte, die gerne mit guten Tipps über anfängliche Unsicherheiten hinweghelfen.
+ INTO MIND: Auf dieser Seite habe ich schon die eine oder andere Stunde verbracht. Mit einer ansprechenden Ästhetik, gut geschriebenen Texten und vielen hilfreichen Anregungen so etwas wie eine kleine Capsule Wardrobe Bibel.
+ Un-Fancy: Mit 37 Kleidungsstücken und sichtbar viel Freude stellt Caroline auf ihrem Blog nicht nur vier mal im Jahr ihre aktuelle Capsule Wardrobe vor, sondern zeigt Saison für Saison eine ganze Menge Outfits, die sie aus ihrer Minimal-Garderobe zusammenstellt. Ich liebe ihre Pinterest-Boards!

Keine reinen “Mode”-Blogs, die sich aber aktuell auch mit dem Thema befassen:

+ Hey Natalie Jean: Ich würde Natalie gerne die gesamte Garderobe mopsen. Der Jeans und T-Shirt Himmel.
+ Reading My Teal Leaves: Erin Boyle lebt mit ihrer Familie in einer winzigen Wohnung in New York und darum weiß sie auch, wie man aus ziemlich wenig ganz viel machen kann.

Und wer jetzt glaubt, dass ich hier bald auch etwas über meine eigene Capsule Wardrobe, meine Garderobenreduktion erzähle, der hat natürlich absolut Recht.

Wie sieht es in euren Kleiderschränken aus? Wegen Überfüllung geschlossen? Oder kommt ihr mit einer überschaubaren Anzahl an Kleidungsstücken aus? So viel verrate ich schon mal: Meine Garderobe umfasst, Accessoires und Sport-/Schlafsachen (sowie Unterwäsche, aber das ist hoffentlich klar) nicht mitgezählt, keine 50 Teile mehr.

WWET // Wilde Maus.

WWET – Was würde Ellen tragen?

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Ein Strauß Rosen vom weltbesten Superschurken.

Wenn ich schonmal meine geliebte Gute-Laune-Micky-Maus-Geburtstagsjacke anziehe, dann ist das doch ein ganz klarer Fall für einen neuen Beitrag in der Reihe Was würde Ellen tragen, oder?

WWET-Micky-Maus

An meinem Geburtstag habe ich (nicht nur) optisch die Wilde Maus gegeben. Wie? Ihr kennt die Wilde Maus nicht? Dann ab auf die nächst größere Kirmes mit euch. Da steht dann irgendwo eine nicht besonders große, aber auch nicht besonders kleine Achterbahn mit ein paar Hügeln und sehr vielen Kurven. Das ist die Wilde Maus.

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Diese Jacke gab es vor so einigen Jahren mal beim h&m.
Für mich war es Liebe auf den ersten Blick. Ich mein, wie kann man diese Jacke nicht lieben? Ein bisschen gaga, ein bisschen schwarz-weiß, ein bisschen kurze Ärmel. Ein bisschen sehr toll.
Ein bisschen behämmert und sehr albern sagt mein Mann. Was ein untrügliches Zeichen ist: Diese Jacke muss einfach gut sein.

WWET-Micky-Maus

In diesem Jahr habe ich endlich das Pony bekommen, das ich mir schon so lange gewünscht habe! (Ich versichere euch, bei den Aufnahmen zu diesem Post wurde kein Newton verletzt oder tatsächlich als Reittier missbraucht. Na gut. Aber nur für eine kleine Runde.)

Von der auffälligen Mäusejacke einmal abgesehen, bin ich meiner Uniform auch an meinem Ehrentag treu geblieben. Dunkle Skinny-Jeans und ein T-Shirt, mehr brauche ich nicht zum glücklich sein.
Wie ich es schaffe, mich mit derart schlichten Klamotten nicht zu langweilen (etwa, indem ich eine bekloppte Jacke dazu anziehe…) und warum fast mein gesamter Kleiderschrankinhalt nur noch aus solchen Basics besteht, dazu erzähle ich euch demnächst mehr.

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Wer jetzt auch so eine tolle Jacke haben will, der hat leider ein bisschen Pech, denn die gibt es schon lange gar nicht mehr. Vielleicht tröstet euch diese Micky-Tasse ein bisschen darüber hinweg?
Ihr könnt euch aber auch einfach ein buntes Tischtuch in Superheldencapemanier überwerfen. Das funktioniert genauso gut und sorgt im Handumdrehen für gute Laune. Bei euch und vor allem bei euren Mitmenschen.

28 // Und kein bisschen weiser. Oder?

28-Blumen

Ein Blumenstrauß aus Mamas Garten.

Ich würde auf alle Geschenke der Welt verzichten, wenn ab sofort jedes meiner Wochenenden so schön wäre, wie das vergangene.
Statt wie sonst noch drölfzig offene Punkte auf unserer To Do-Lise gleichzeitig abzuhandeln und zwischendurch vor dem Fernseher zu versacken, haben wir uns mal wieder Zeit genommen für die schönen Dinge im Leben.
Gutes Essen, ein Ausflug in den Wald, mitten am Tag auf dem Bett liegen und mit Newton kuscheln.
Familie, Freunde und Kuchen.

28-Kuchen

Den Schoko-Kirsch-Kuchen habe ich am Samstag selbst gebacken, das wäre fast ein bisschen wie Meditation gewesen, hätte nicht alle zwei Minuten das Telefon geklingelt. Letzteres war aber auch gar nicht mal so übel, waren am anderen Ende der Leitung doch meist Menschen, die mich gern haben. Und die ich gern habe.
Zusätzlich zu dem Schokokuchen hat meine Mama auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin. gestern noch einen Pflaumenkuchen mitgebracht. Selbstgebacken, mit Pflaumen aus dem Garten (ja, der Garten meiner Mutter ist eine herrliche kleine Wunderwelt).
Der Kuchen war so lecker, dass ich die letzten beiden Stücke grade eben gut vor etwaigen Kuchendieben versteckt habe. In meinem Bauch.

28-Maus

Meinem Mann fiel auf, dass ich jedes Jahr zu meinem Geburtstag meine Micky Maus Jacke aus dem Schrank krame.
Ich wundere mich ein bisschen, dass ich die nicht viel öfter anziehe. Diese Jacke hat nämlich magische Kräfte: Sie macht gute Laune. Oder sorgt, beim Mann zumindest, für anhaltende Belustigung.

Jetzt ist es Montag, die Jacke ist in der Wäsche, der Kuchen ist verputzt und alle Gäste sind längst wieder nach hause gefahren.
Mir bleibt ein kleiner Berg Geschenkpapier und der Vorsatz, mich in meinem nächsten Lebensjahr endlich auf’s Wesentliche zu konzentrieren. Was genau das ist, das muss ich aber erst noch heraus finden.

Momentaufnahme. // Scherben bringen Glück.

Momentaufnahme

Ihr wisst ja: Der Teufel macht immer auf den dicksten Haufen.
Das kann dann so aussehen, dass ausgerechnet an dem Morgen, an dem ich zwischen Hausputz, Arbeit und Sport noch schnell zum Frisör will, es einen lauten Knall tut und das Wohnzimmerfenster plötzlich von einem schnieken Muster geziert wird.

Was war passiert? War es ein Vogel? War es ein Flugzeug? Nein, und Superman war es auch nicht. Laut Glaser handelt es sich wahrscheinlich um das unglückliche Zusammenspiel zwischen thermischer Spannung im Glas und einer nicht korrekt angebrachten Schraube im Fensterrahmen (Also, nicht dass einer meint, ich hätte in den Fensterrahmen gebohrt – innen im Rahmen sind wohl Schrauben, die das ganze fixieren und ausgerechnet diese eine ist wohl nicht richtig angebracht. Oder so.).
Ein neues Fenster in der Größe muss natürlich erst noch gebaut werden, wir leben hier also momentan mit Sprung in der Schüssel Scheibe. Offenbar bleibt uns unser Indianerfriedhof auch im Haus treu. Sind zufällig Schamanen anwesend?

Fenster hin, Frisörbesuch abgeblasen. Zum Glück gibt es Mützen. Oder Papiertüten.

Man könnte jetzt meinen, dass ich über diese Dinge ein wenig verzweifelt wäre. Besonders angesichts der Tatsache, dass ich für meinen Geburtstag am Samstag (Zaunpfahl…) sowohl das Haus (und zwar inklusive aller Fenster) als auch mein Haupt gerne auf Vordermann gebracht hätte. Ihr wisst schon. Gäste.
Aber ganz ehrlich? Juckt mich alles nicht so sehr. Und das hat verschiedene Gründe:

Erstens kommen nur sehr, sehr wenige Gäste und alle vier werden sicher damit fertig, dass das Fenster kaputt und mein Haar nur so semioptimal ist. Da bin ich mir sicher.
Zweitens habe ich meinen Superschurken an meiner Seite und wir haben ausreichend Erfahrung in solchen Dingen. Besonders darin, dass meine Haare nicht sitzen.
Drittens haben wir genug Schokolade im Haus.
Viertens muss ich das Fenster jetzt nicht mehr putzen.
Fünftens gibt es einiges, was uns abgesehen von Frisuren und Fenstern momentan beschäftigt.

Und sechstens (was auch einen Großteil von fünftens ausmacht) sind wir unter die Sportler gegangen. Ha. Da guckt ihr, ne?
Das kam so: Der Mann will an seine Karriere als Footballspieler anknüpfen.
Jetzt hat er aber seit ziemlich langer Zeit kein Football mehr gespielt und deshalb muss er jetzt ganz schnell ganz fit werden. Und weil das ein ziemliches Unterfangen ist und ich eine gute Frau bin, mache ich mit. Also, nicht bei dem Football. Aber beim Fitwerden.
Das motiviert nicht nur den Man, sondern sorgt auch dafür, dass ich irgendwie entspannter bin. Muckis kriege ich davon hoffentlich auch. Und gesund ist Sport ja sowieso. Ein Wundermittel, quasi.

Und weil so viel Sport auf schlappe Muskeln für Muskeltkater sorgt, schleppe ich mich jetzt in die frisch geputzte Badewanne.

Zauberzeug. // Lippenpflege von Nuxe und Avène.

Zauberzeug-Lippenpflege

Es soll ja Leute geben, die ihr Leben lang komplett ohne Labello und Co auskommen.
Ich jedenfalls gehöre nicht dazu. Ohne Lippenpflegestift gehe ich nicht vor die Tür. Und ohne Creme auf der Schnute gehe ich nicht ins Bett. Ich habe einen Mund, mit dem ich den Spargel quer essen kann, da ist die richtige Pflege überlebenswichtig. Kein Wunder also, dass ich mich durchaus als eine Art Connaisseur in Sachen Lippenpflege bezeichnen würde.

Ich habe sie alle durch. Blistex, EOS, Nivea, Labello, Bebe, Burt’s Bees, The Body Shop… Ich habe Produkte aus der Apotheke probiert und selber Cremes zusammen gerührt.
Vor einiger Zeit fand ich dann den ersten heiligen Gral der Lippenpflege, den Cold Cream Lippenbalsam von Avène.
Während meine Lippen normalerweise schneller rissig werden als mein Geduldsfaden beim Versuch, ein Bahnticket zu kaufen, habe ich mit dem Zeug sogar im Winter keinerlei Probleme mit spröder Haut.

Man sollte also meinen, dass mich für den Rest meines Lebens keine zehn Pferde dazu bringen könnten, von meiner Geheimwaffe abzulassen. Nun sind Beauty Blogger offenbar überzeugender als Pferde und nachdem ich auf einschlägigen Blogs und Youtube-Kanälen immer wieder von diesem Rêve de Miel Zeug von Nuxe hörte, gab irgendetwas in mir nach, ging in den Laden und kaufte nicht nur den Balsam im Tiegel sondern auch noch einen Pflegestift für die Handtasche. Zum Glück, denn die beiden Produkte sind mindestens genauso gut wie der Cold Cream Balsam!
Manchmal gibt es also wider Erwarten mehrere heilige Grale (oder Grals? Gralse? Gralae? Grali?!) und ich habe es geschafft, sie alle zu finden.
Ich bin also quasi der Indiana Jones unter den Lippenpflegegelehrten.

Manch einer behauptet übrigens, dass andere Produkte doch viel besser funktionieren. Pah! Ich, als Connaisseur und quasi Indiana Jones werde es ja wohl wissen müssen. Oder?
Gehört ihr etwa auch zu denen, die auf die gute alte Nivea Creme schwören? Kokosnussöl? Butter?!

Sonntag. // Siebter September.

Sonntag-siebter-September

Normalerweise sind wir an Sonntagen ja stinkfaul. Wir lassen das Formel 1 Rennen laufen und snoozeln gepflegt eine Runde auf dem Sofa. Wir lesen ein Buch, oder auch zwei. Wir kuscheln und gucken Serien bis zum umfallen.

Heute war das ein bisschen anders. Aber nur ein bisschen.
Zuerst war der Mann heute morgen beim Sport.
Gut. Das kann vorkommen, auch Sonntags. Dann habe ich, fleißigfleißig!, meine ganzen Make-Up-Pinsel gewaschen.
Anschließend sind wir mit Newton nicht etwa um den Block gegangen, sondern haben uns mit Nina, Mio und dem F. in Mülheim auf der Hundewiese getroffen. Da sind wir dann hinter unseren Vierbeinern her kreuz und quer über die Wiese getapert und haben diverse Hunde- und Herrchenbekanntschaften gemacht, bis es Newton irgendwann zu warm wurde und er es sich mitten im Weg bequem machte. Krieg mal so eine Bordeaux Dogge im Sitz Liegestreik zurück zum und vor allem ins Auto!
Nachdem meine Kerls sich beide ausgiebig körperlich betätigt hatten, konnte ich mich natürlich nicht lumpen lassen und bin zuhause direkt in meine Joggingschlappen gestiegen und losgelaufen. Und zwar die große Runde!

Heute habe ich mir das In-der-Badewanne-rumdümpeln und ein bisschen Rumliegen-und-lesen wirklich redlich verdient.

Lieblinge. // Wunschdenken.

Newton-Aüfelschnuere

Mmmmm, Apfelschnüre! Aber keine Sorge, die habe ich ganz alleine gegessen. Monsieur Newton musste sich mit einem Hundeleckerchen begnügen.

In etwa eine Woche ist es so weit: Ich habe Geburtstag!
Grund genug, der Phantasie mal wieder freien Lauf zu lassen und einen bescheidenen Wunschzettel zu schreiben.

Nicht, dass ich ernsthaft erwarte, sonderlich viel davon geschenkt zu bekommen. Genau wie im letzten Jahr wünsche ich mir zwar wieder viel, spekuliere jedoch vor allem auf IKEA-Gutescheine (dann kaufe ich mir einen MAFFENS und einen HOVET und endlich einen STRANDMON, den ich aber in blau nicht mehr finden kann, weshalb ich vielleicht lieber nur einen EKTORP zu unserem POÄNG…)

Egal. Ein paar Wünsche, die habe ich immer in der Hinterhand und wann, wenn nicht zu meinem Geburtstag, kann ich sie mal ungestraft äußern.

Als da wären

+ Kuchen. Schokokuchen, Pflaumenkuchen, Sahnetorte.
+ H by Hudson Boots (ich müsste mich bloß noch entscheiden, welche genau…)
+ eine Armbanduhr
+ letzes Jahr wünschte ich mir noch die hammer teure Version von Diptyque, aber ganz ehrlich, die Lagerfeuerkerze von Muji riecht mindestens genauso himmlisch (ich liebe diesen Duft!) und ist dabei noch sehr bezahlbar
+ Blumen. Selbstgepflückt oder von Fleurop, ein einzelnes Röschen oder ein bunter Strauß – Egal.
+ eine neue Flasche Huile Prodigieuse
+ Eine warme Decke. Oder zwei.
+ auch in diesem Jahr wieder: eine neue Tasche von bookhou
+ ein Wochenende in London (hey, man wird doch wohl träumen dürfen!)
+ einen Besuch im Ruhrmuseum (in netter Begleitung natürlich!)
+ Moonrise Kingdom habe ich, fehlen die restlichen Filme von Wes Anderson, die es bisher gibt
+ die leckerste Handcreme aller Zeiten
+ eine handliche Kette
+ und nach wie vor fehlt mir ein hübsches, kuscheliges Paar Hausschuhe

Davon abgesehen bin ich aber wunschlos glücklich. Also. Weitestgehend.
Und wenn ich ehrlich bin, dann freu ich mich, wie jedes Jahr, am meisten über jeden, der an dem Tag einfach an mich denkt, auch ganz ohne Geschenke.

WWET // Männerabteilung.

WWET – Was Würde Ellen Tragen

WWET-Maennerabteilung

Nina hat es auf ihrem Blog kürzlich festgestellt: Wenn es um Klamotten geht, ist das Geschlecht Nebensache.
Soll heissen: Egal, in welcher Abteilung die Klamotte hängt – wenn es dir gefällt, zieh es einfach an.

Damit trifft sie bei mir natürlich (mal wieder) voll ins Schwarze.
Gehe ich shoppen, lasse ich mich nicht auf die Damenabteilung beschränken. Denn auch bei den Herren finden sich viele tolle Shirts, Pullover und Hemden. Nichtmal vor den Hosen mache ich Halt: Die viel beschworene Boyfriendjeans kaufe ich wenn überhaupt in der Männerabteilung.

Nun habe ich ja nicht gerade eine Figur, die sich auch nur entfernt als androgyn bezeichnen lässt. Passen die Sachen da überhaupt? Und wie die passen! Natürlich muss ich immer ein bisschen probieren, bis ich den richtigen Schnitt in der richtigen Größe gefunden habe, aber bei den Frauensachen muss ich das ja auch. Gerade bei Hemden komme ich mit den Modellen für Männer besser klar.
Damenmode ist oft auf Figur geschnitten. Nur leider meistens nicht meine, weshalb viele Sachen hier zu eng und da zu weit sind.

WWET-Maennerabteilung

Das schwarz-weiß karierte Flanellhemd habe ich bei Snipes gefunden. Natürlich in der Ecke für die Jungs. Die Ärmel sind ein klein wenig zu lang, weshalb ich sie einfach umkrempel. Ansonsten sitzt es in Größe M schön locker, ohne dabei wie ein Zelt zu wirken.

Über einem schlichten Top und zu kurzer Hose finde ich es perfekt für den Spätsommer. Nicht zu warm, nicht zu kalt und wenn die Sonne doch mal richtig knallt binde ich es mir einfach um die Hüfte. Ja, sowas mache ich.

Übrigens: Ich bin nicht besonders groß, aber so klein, wie es auf den Bildern den Anschein hat, bin ich auch nicht. Das kommt davon, wenn man den uninteressierten Riesen-Ehemann bittet, beim Einkaufen schnell ein paar Fotos zu knipsen. Daher auch der leicht belämmerte Gesichtsausdruck – im EDEKA-Parkhaus den Hampelmann machen ist einfach nicht meine Stärke. Noch nicht. Wir arbeiten dran.

WWET-Maennnerabteilung

Auch wenn ich mir ganz gerne die Nägel lackiere, ab und an gerne Röcke trage, hier neuerdings Beautyprodukte vorstelle und heimlich Alanis Morissette höre – im Herzen bin und bleibe ich ein Tomboy.

Hallo. // September.

Hallo-September

Huch, das ging aber schnell! So schnell, dass ich es gestern noch gar nicht richtig mitbekommen habe: Der September ist da.
Warum das so besonders erwähnenswert ist? Na, weil der September ein besonders schöner Monat ist.

Im September ist der Sommer alt und milde und der Herbst noch jung und frisch. Ein letztes Mal den fruchtigen Sommersalat genießen und im nächsten Moment die erste herzhafte Kürbissuppe der Saison kochen. Im Flur hängt schon die dicke, kuschelige Strickjacke und daneben stehen noch die Sandalen.
Im September kann man, mit ein bisschen Glück, alles haben.

Auch, wenn in diesem Jahr der August den Herbstanfang irgendwie vorweg genommen hat, nutze ich den September gerne, um mich auf die kälteren Jahreszeiten vorzubereiten.
Ich räume auf, putze die Fenster, sortiere die Schränke. Oh, und ich miste mal wieder so richtig aus! Die Sommersachen verschwinden langsam in ihrem Winterquartier und alles, was wir nicht brauchen oder nicht wirklich sehr mögen fliegt raus. Was kaputt ist wird ersetzt und wenn ich schon mal dabei bin besorge ich auch ein paar Dinge, die schon viel zu lange auf dem Einkaufszettel stehen habe (Etwa Wandleuchten. Und Lampenschirme.).

Und natürlich mag ich den September so furchtbar gern, weil es der Monat ist, in dem ich Geburtstag habe. Ich habe nämlich sehr gerne Geburtstag. Nicht wegen der Geschenke (obwohl – Geschenke finde ich schon klasse) oder wegen der Party (meine Partys beinhalten eine Tasse Tee und ein gutes Buch und eher sehr wenig Gesellschaft), sondern einfach so. Weil es ein schöner Tag ist. Weil ich mich dann ‘Geburtstagskind’ nennen kann und das finde ich ganz schön schön. Dafür werde ich wohl nie zu alt sein. Außerdem gibt es an meinem Geburtstag Kuchen und das finde ich noch viel besser.

Welchen Monat mögt ihr besonders gern? Etwa den Dezember, weil Weihnachten ist? Oder geht es euch vielleicht wie mir, und ihr habt ein Faible für euren Geburtstagsmonat? Ach, eigentlich mag ich sie ja alle.