Die Sache mit der Traumfigur.

Traumfigur

Nach “Bikini Bridge” (die entsteht, wenn deine Hüftknochen soweit herausstehen, dass dein Bikinischlüpper im Liegen deinen Bauch nicht berührt) und “Thigh Gap” (dem möglichst großen Abstand zwischen deinen Oberschenkeln, und zwar nicht etwa im Spagat, sondern wenn man mit geschlossenen Beinen in der Gegend rum steht) gibt es jetzt ein neues, untrügliches Zeichen dafür, dass du die perfekte Figur hast: die “Bellybuttonchallenge”.
Das Ziel dabei: den eigenen Bauchnabel begrabbeln. Aber nicht, wie ich das oben demonstriere (und wie sich hoffentlich die meisten vom euch im Nabel rum pulen). Nein. Nur, wer sich hinterm Rücken her an den Bauchnabel packen kann ist dünn. Und damit schön und ein wertvolles Mitglied unserer Gesellschaft.

Ganz schön dämlich oder? Da sind wir uns schnell einig. Anders sieht es aber mit den vielen anderen Anforderungen aus, die wir an das Aussehen unseres Körpers stellen. Für die müssen wir uns dann zwar nicht die Schulter ausrenken. Aber ein Bein ausreissen. Oder uns anderweitig ändern. Drastisch. Oder auch nur ein kleines bisschen, nur ein paar Kilo, nur ein bisschen weniger hier, ein bisschen mehr dort.
Und wenn wir nicht zu dick sind, dann sind unsere Brüste zu klein. Unsere Zehen zu lang. Unsere Finger zu kurz. Unsere Haare zu platt. Ein Kinn zu viel. Ein paar Zentimeter Körperlänge zu wenig.

Aber wie soll man denn auch zufrieden sein mit sich selbst, wenn es für einen ganzen Wirtschaftszweig unerlässlich ist, dass wir uns unvollkommen fühlen und uns auf jedes Mittelchen stürzen, dass Abhilfe verspricht. Notfalls werden da auch einfach neue Makel erfunden. Cellulite zum Beispiel war nie ein Thema, nie ein Problem, bis dass auf einmal jemand Geld mit einem “Gegenmittel” verdienen wollte. Plötzlich wird Deo beworben, das nicht nur gegen Schweiß hilft, sondern die Achseln schöner machen soll. Ich wusste ehrlich gesagt bis dahin nicht, dass meine Achseln einem Schönheitsideal entsprechen müssen.

Mittlerweile wird uns für jedes Körperteil ein Idealbild vorgehalten. Sogar vor unserem Intimbereich macht die Schönheitsindustrie nicht Halt. Dass untenrum alles glatt rasiert ist, das versteht sich doch heute von selbst. Und wenn wir schonmal alles bloß gelegt haben da unten, werden endlich die ganzen Unvollkommenheiten offenbar, die wir bisher vor lauter Haaren nicht gesehen haben. Mittlerweile werden nämlich längst nicht mehr nur die Lippen im Gesicht geliftet.

Auf unserem Weg zum Traumkörper geht es uns doch wie Sisyphos. Wir wälzen unseren Körper den Berg der Perfektion hoch und kommen doch nie oben an. Von allen Seiten prasselt es auf uns ein: Die ultimativen Diäten. Die besten Workouts. Die neuesten Operationsmethoden. Die geheimen Wundermittel der Stars und Sternchen.
Übrigens die gleichen Stars un Sternchen, über deren Körper an anderer Stelle tüchtig hergezogen wird. Denn niemand ist perfekt. Wir sind alle zu dick. Zu dünn. Zu alt.
Zu jung sind wir nicht unbedingt, aber wer jung ist, der ist wahrscheinlich auch zu dick und zu dünn und zu picklig und hat doofe Haare und sollte deshalb ganz dringend Diät und Sport machen und diese neue Creme kaufen, die alle Probleme löst. Also, zumindest bis dass man dann drei neue Probleme bemerkt.

Es gibt also keine Diät, kein Sportprogramm, keine magische Tinktur, die uns in Hinsicht auf unser Erscheinungsbild zufrieden stellen könnte. Wir jagen einem irren, erfundenen und damit unerreichbaren Trugbild hinterher, das uns immer wieder auf’s Neue zum Scheitern verdammt.

Und doch stelle ich mich hier jetzt hin und sage: Ich habe eine Traumfigur. Mein Körper ist wunderbar. Nichts daran bedarf zwingend einer Änderung.

Boah. Wie kann das bloß sein? Was fällt mir bloß ein? Ist mein Spiegel kaputt?!

Nein. Was kaputt ist, ist unser Anspruch, dass wir alle einem Idealbild entsprechen müssen. Was kaputt ist, ist die Erwartung, dass wir alle besser wären, wenn wir anders wären. Nicht mein Körper ist falsch, sondern die Erwartungen, die ich lange Zeit an ihn hatte.

Mein “Weg zur Traumfigur” hatte nichts mit Kalorien oder Workouts zu tun. Trotzdem ist er harte Arbeit. Es ist schon schwer genug, sich zuhause alleine vor den Spiegel zu stellen und endlich mal die Augen auf zu machen, zu sehen, dass man gar kein fettes Monstrum, sondern eigentlich ganz schön in Ordnung ist. Und wenn man dann noch von allen Seiten zu hören bekommt, dass man eben überhaupt gar nicht in Ordnung sei, dann findet man sich doch ganz schnell vor dem neuesten Blogilates-Video wieder, nachdem man den Kühlschrank mit fettarmem Joghurt und Karotten aufgefüllt hat.

In einer Welt, in der die Straßen mit Bildern gephotoshopter Schönheiten gepflastert sind und wir einander auf instagram und Co unsere Highlights und Schokoladenseiten unter die unperfekten Nasen reiben, muss ich mich jeden Tag immer wieder daran erinnern, dass es nur meine eigenen Erwartungen sind, die ich erfüllen will. Und es gibt immer wieder Tage, an denen ich doch wieder auf diesen ganzen Quark von anderen höre und beim Anblick umwerfender Vorher-Nachher-Bilder überlege, mir den Kayla Itsines Bikini Body Guide zuzulegen.

Doch an den aller meisten Tagen bin ich mittlerweile glücklich mit mir selbst. Ich habe verstanden, dass ich für einen Traumkörper nicht meinen Körper ändern muss. Sondern den Traum. Und während die Diätindustrie den Waschbrettbauchtraum verkauft und den Faltenlos-und-glatt-Traum, den Prall-und-straff-Traum und den Schmollippentraum, träume ich von Lachfalten und Haaren, die im Sommerwind wehen.

Dass ich meinen Körper für gut befinde, wie er ist, hat übrigens nichts mit Faulheit zu tun. Es stimmt, ich quäle mich nicht mehr mit strengen Sportprogrammen und strikten Diätplänen. Ich zähle keine Kalorien mehr und habe aufgegeben, die Dellen an meinen Beinen mit ausgiebiger Zupfmassage zu bekämpfen. Dafür habe ich jetzt endlich wirklich Freude daran, mir etwas Gutes zu tun, ohne das Gefühl zu haben, mir irgendwas erst “verdienen” zu müssen. Zu diesem “Gutes tun” zählt Yoga genauso wie Faulenzen. Obst und Gemüse ebenso wie Schokolade. Wenn ich laufen gehe, um meine eigenen Bestzeit zu schlagen anstatt bloß Kalorien zu verbrennen, dann habe ich sogar Spaß daran.

So kommt es dann auch, dass ich doch noch abgenommen habe, seit ich nicht mehr dem unerreichbaren Ideal nachjagen will, sondern begonnen habe, den Status Quo zu feiern. Und weil Abnehmen in unserer Gesellschaft ja heutzutage ein großer Erfolg ist, wurde dieser Umstand immer wieder lobend erwähnt. Daran, dass ich dann erstmal doch ein bisschen stolz war, wird klar, dass man sich doch nicht so ohne weiteres vom Schönheitswahn frei machen kann. Und an schlechten Tagen, an denen es mir trotz besseren Wissens einfacher erscheint, meinen Körper zu ändern anstatt meiner Einstellung, da sind es oft besonders die Leute aus meinem Umfeld, die sich positiv zu meiner Figur geäußert habe, die ich mit meinem Aussehen zu enttäuschen fürchte. Ganz schön doof, oder?

Es ist also nicht unbedingt leichter, zur Traumfigur zu gelangen, indem man auf gesellschaftliche Ideale pfeift. Aber es ist auf jeden Fall gesünder, für Körper und Geist. Und später, wenn ich mal sehr alt und sehr faltig bin, kann ich mir nicht vorwerfen, meine Zeit noch länger mit Selbstzweifeln und sinnloser Mäkelei zugebracht zu haben. Ich brauche mich nie mehr fragen, ob ich so, wie ich bin, in Ordnung bin. Bin ich nämlich. Und ihr seid das auch.

You came in with the Breeze on Sunday Morning.

Kaffe-und-Musik

Sonntagmorgen. Sommeranfang. Mistwetter.

Notieren

Anstatt mit einem Buch in der Hängematte zu liegen, mache ich es mir mit einer unanständig großen Tasse Kaffee vor dem Plattenspieler gemütlich und lasse meinen Gedanken freien Lauf.

Ellen-Sonntag

Notizen. Gekritzel. Pläne. Ideen.

Frei

Draussen bleibt es April, drinnen vermehren sich die Tee- und Kaffeetassen. Aufgeräumt wird später. So macht man das doch, an einem Sonntagmorgen.

Die Ferse des Achilles.

Rose

Es war am letzten Sonntag. Ich war grade dabei, mir zu überlegen, was ich für unser Date am Abend anziehen will, da bekomme ich eine Nachricht von meinem Mann:

“Die gute Nachricht, Knie hat gehalten, die schlechte: Achillessehne ist gerissen.”

Tja. So kann’s gehen. Als ich den Superschurken, nun mit schicker Orthese am linken Fuß, aus der Notaufnahme abhole erfahre ich, dass das nicht etwa während des Football-Trainings passiert, sondern hinterher. Beim Aufräumen. Wusste ich’s doch: Ordnung ist gefährlich.
Die Pläne für’s Abendessen waren jedenfalls ebenso hin wie seine Sehne. Und weil mein Mann ein großer, kräftiger Bär ist, dem es doch etwas an Gelenkigkeit und Grazie fehlt, ist er auf nur einem Bein nicht sonderlich gut unterwegs. Trotz Krücken.

Derart lahm gelegt blieb uns in der vergangenen Woche dann nicht viel anderes übrig und wir haben alles ein bisschen langsamer angehen lassen. Und weil ich keine Ruhe habe, wenn er morgens mit seinen Krücken auf der Treppe rumturnt, stehe ich momentan etwa drei Stunden früher auf, als es meinem normalen Rhythmus entspricht (ausserdem kann er ja seine Kaffeetasse nicht selber aus der Küche tragen, denn wer auf Krücken unterwegs ist hat keine Hand für Kaffee frei). Ich bin also furchtbar müde. So furchtbar müde. Und deshalb habe ich diese Woche bisher weder gebloggt, noch etwas besonderes gezeichnet. Abgesehen vom Freitag, an dem wir unser neues Auto abholen konnten (das alte ist so kaputt, dass wir tatsächlich das Geld dafür wieder bekommen, fragt nicht…), haben wir auch nichts besonderes unternommen.

Dafür haben wir das gute Wetter und das lange Wochenende ausgiebig genutzt, um im Garten zu liegen, zu lesen, ein wenig zu arbeiten und natürlich zu grillen. Letzteres ist momentan natürlich meine Aufgabe und während das Ergebnis sich durchaus sehen lassen konnte, ein Fan von unserem Weber-Grill werde ich nicht mehr. Mein Mann ist begeistert von dem Teil, aber für mich darf es durchaus deutlich schlichter sein. Ich brauche keinen Deckel und keinen Anzündkamin und so ein Gerümpel. Was ich aber braucht, das ist mein selbst mariniertes Zitronenhuhn. So schmeckt der Sommer. Vielleicht komme ich bald dazu, euch das Rezept zu verraten.

Bevor ich mich jetzt gleich mit meinem vorübergehend lahmgelegten Superschurken auf’s Sofa kuschel, kommen hier noch meine momentanen Lieblinge, denn auch als unfreiwillige (aber dennoch hingebungsvolle) Krankenpflegerin freue ich mich über so einiges momentan:

+ Das oben erwähnte Zitronenhuhn. Unschlagbar lecker.
+ I’ll show you mine – Shirt von Sugarhigh + Lovestoned
+ Die Aussicht auf eine Hängematte. Morgen, so der Hängemattengott will, lege ich mir endlich eine zu.
+ Game of Thrones. Nachdem wir die Song of Ice and Fire Bücher verschlungen haben, taten wir uns mit der Serie zunächst schwer. Aber jetzt sind wir doch angefixt.
+ Dreckige Füße. Wenn ich abends meine Füße waschen muss bevor ich ins Bett gehe, weil ich den ganze Tag barfuß durch den Garten geturnt bin, dann ist Sommer. Und wirklich erst dann.
+ Kurze Hosen. Oder, weil Sonntag ist, eben auch mal keine Hosen.
+ Meine Rosen. Die blühen momentan nicht nur wunderschön, die duften auch herrlich. Und während ich immer wieder meine Nase in die dicken Rosenblüten stecke, schiele ich ungeduldig in Richtung meines Sommerflieders, der noch ein bisschen auf sich warten lässt.
+ Suburban Gangs!

So, wir gucken uns jetzt noch ein, zwei Folgen Game of Thrones an, bevor wir ins Bett gehen/ humpeln.
Habt eine fantastische Woche!

Was ist los?

Lieblinge-Packpapier

Na, alles, was nicht angebunden ist!

Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Runde malerischer Lieblinge. Ich habe beschlossen, dass ich die Übung ganz gut brauchen kann und habe mich deshalb wieder hingesetzt, und meine Favoriten mit dem Zeichenstift festgehalten. Als da wären:

+ Na, der Zeichenstift, ist doch klar. Auch wenn ich die meiste Zeit nur vor mich hin kritzle, anstatt ernsthaft zu üben. Wobei. Auch kritzeln ist zeichnen, oder? So oder so. Momentan habe ich immer einen Stift in greifbarer Nähe liegen. (Gut. Hatte ich vorher auch, weil ich mir andauernd irgendwas notieren muss. Aber jetzt wird halt mehr gesketchnoted, um es mal auf Neudeutsch zu sagen.)

+ Schlaghosen. Ich habe sie in meiner Jugend getragen, ich war aufrichtig geknickt, als es sie nicht mehr überall zu kaufen gab und ich musste nicht lange überlegen, als ich letztens welche im Laden sah. Anprobiert, mich wieder ein bisschen gefühlt wie damals mit 15, gekauft. Nur, dass ich diesmal eine gekauft habe, die mir nicht viel zu lang ist. Ok. Als ich zuhause war habe ich mir dann noch eine bestellt, für die meine Beine ordentlich zu kurz sind und deren Saum hoffentlich innerhalb kürzester Zeit so richtig schön kaputt ist. So wie früher.

+ Efeututen. Die stehen zunächst einmal wegen ihres Namens auf dieser Liste. Dann heissen diese Pflanzen aber nicht nur lustig, die wachsen unter meiner Obhut auch noch wie bekloppt. Und das ist einfach unschlagbar.

+ Weiße T-Shirts. Zu schwarzen Skinnies, zu Boyfriendjeans, zu, logisch, Schlaghosen. Momentan sind sie nicht aus meinem Schrank weg zu denken. Und dank Gallseife kann sogar so ein Ferkel wie ich weiße Shirts tragen, ohne regelmäßig neue kaufen zu müssen.

+ Körbe. In allen Variationen helfen sie mir, Ordnung ins alltägliche Chaos zu bringen und sehen dabei noch schön aus. Win-Win.

+ Kakaobohnensplitter. Oder auch Cocoa Nibs. Damit mache ich mir mein eigenes Schoko-Knusper-Müsli. Ganz ohne Zucker und diesen ganzen anderen unnötigen Schnickschnack. Klar, im ersten Moment schmeckt das nicht annähernd wie das süße Müsli aus der Tüte. Aber mittlerweile mag ich diese ganzen fertig Sachen nicht mehr und bevorzuge die “Öko”-Variante. Hätte ich früher auch nicht gedacht.

+ Mein Swiffer. Auch das hätte ich früher nicht gedacht, aber ich freue mich tatsächlich über Putzzeug. Wenn ich nämlich nicht regelmäßig hier den Wischmop schwinge, dann gewinnen die Hundehaare die Überhand. Und wo Hundehaare sind ist anderer Dreck nicht weit. Dann kommen wir hier ganz schnell an die Stelle, an der man bei jedem Schritt das Gefühl hat, auf Popcorn zu laufen. So wie in Indiana Jones – Tempel des Todes, wenn Indy, Willie und Shorty den Geheimgang zum Tempel entdecken und… Ihr kennt die Szene alle. Oder? Also, wer nicht weiß, wovon ich rede, weiß jetzt aber, was er zu tun hat. Zurück zum Swiffer. Wer nicht unnötig viel Geld für Wegwerf-Tücher ausgeben will, der nimmt einfach Microfasertücher. Die kann man immer wieder verwenden. Und zwischendurch ganz einfach in die Waschmaschine schmeissen. Das freut auch die Umwelt.

+ Bois de Mer. Diese Duftkerze von ZARA ist einfach herrlich und ich bin schwer versucht, mir einen ordentlich Vorrat davon anzulegen. Wer weiß, wie lange diese Special Edition noch erhältlich ist.

So. Ich gehe mir jetzt noch ein paar schlechte Wortwitze einfallen lassen, während ihr Indiana Jones guckt. Oder über Schlaghosen streitet, denn ja, ich sehe ein, dass diese Teile modisch streitbar sind. So oder so. Habt ein schönes Wochenende!

Pfingstsonntag. Oder: Da ist gar kein Bett im Kornfeld.

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Pfingstsonntag haben Nina und ich uns auf ein kleines Abenteuer begeben. Erst haben wir uns bei einem Picknick ordentlich die Bäuche vollgehauen, und uns dann in die Botanik geschmissen.

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Zwischen Raps und Weizen haben wir uns Zeit und die Kamera in die Hand genommen und einfach mal gemacht. Ganz in Ruhe haben wir rumprobiert. Kennt ihr das auch, das herrliche Gefühl, wenn ihr eine Sache, ein Konzept, eine Idee einfach ausprobieren könnt? Damit herumspielt, ohne an das Ergebnis zu denken?

Kornfeld-Quatsch

So kam es, dass ich meinem inneren Hampelmann am Sonntag freie Bahn gelassen habe und wild durch’s Kornfeld gehüpft bin. Ach was, ich bin sogar geschwommen!

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Habe ein paar Bahnen durch das grüne Meer vor meiner Haustür gezogen. Denn dafür sind Sonntage doch schließlich da, oder? Einfach mal treiben lassen.

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Vielleicht lag es daran, dass wir ohne große Erwartungen einfach mal wieder rumgespielt haben. Vielleicht war es die frische Luft, oder das viele Grün (denn wie meine Mama immer sagt: Grün hebt!). Jedenfalls bin ich Pfingstsonntag mit vielen neuen Ideen im Gepäck nach hause gekommen.

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Mit vielen neuen Ideen, schönen Fotos und ein paar Käfern im Haar.

Was geht?

Lieblinge

Hefeteig! (Jeder, der diesen albernen Wortwitz nicht nur verstanden hat, sondern auch zu schätzen weiß, ist ab sofort Ehrenmitglied in meinem geheimen Freizeitclub für Freigeister. Wir treffen uns in Neumondnächten und lesen einander aus dem Telefonbuch vor.)

Der heutige Post ist hauptsächlich einer zu verdanken: Meiner großen Klappe.
Denn zunächst einmal kann ich ja nicht nur rumposaunen, dass ich unbedingt zeichnen lernen will. Nee. Da muss man dann auch mal Einsatz zeigen. Darum hab ich mal etwas Butter bei die Fische getan und den Stift in die Hand genommen.
Das Ergebnis? Ein kleiner Überblick über die Dinge, die mich momentan beschäftigen. Naja. Hauptsächlich Dinge, die ich momentan ordentlich gut finde. Als da wären:

+ Der Strongman Run. An diesem Punkt kommt direkt wieder meine große Klappe ins Spiel. Als am heimischen Esstisch nämlich ebenjener Hindernislauf Erwähnung fand, da musste ich natürlich wieder’s Maul aufreissen und groß rumtönen, dass ich da ja echt gerne mal mitmachen würde. Kann so schwer ja nicht sein. Tja. Und dann habe ich mir das mal genauer angeguckt und musste feststellen: Pustekuchen. Ist wohl schwer. Das ist eben nicht mal eben ne Runde über’n Abenteuerspielplatz. Nein. Man muss da gute 20 Kilometer zurücklegen. UND noch diverse Hindernisse überwinden. Hätte man mir ja mal früher sagen können. Jetzt ist es zu spät und ich muss mir was einfallen lassen, wie ich es schaffe, mehr als 20 Kilometer am Stück zu laufen. Ich behalte mir bloß vor, statt am Strongman Run am Strong Viking teilzunehmen. Da scheint es weniger albern verkleidete Spaßvögel zu geben, die nur zum Feiern da sind. Das ist ja schon auf Festivals immer ein Zeichen für mangelnde Qualität.

+ Kaffee. Es wundert mich selbst, als überzeugte Teetrinkerin, aber im Moment trinke ich furchtbar gern Kaffee.

+ Broadchurch. Gestern Abend lief die letzte Folge der ersten Staffel und, man, das ist eine der besten Krimiserien, die ich seit langem gesehen habe. Weil die gesamte Staffel über acht Folgen die Lösung eines einzigen Falls behandelt, anstatt in jeder Folge einen neuen Mord durchzupeitschen, ist das Erzähltempo ungewohnt langsam. Und die Auflösung hat mich, wieder Erwarten, überrascht. Und das, ohne sich an den Haaren herbeigezogen anzufühlen. Das Thema, Kindesmord, ist ernst und wird mit der gebührenden Ernsthaftigkeit erzählt. Und trotzdem wartet Broadchurch immer wieder mit kleinen Momenten trockenen Humors auf. Eine wunderbare britische Krimiserie eben.

+ Sonnencreme. Als jemand, der schon beim bloßen Gedanken an den Sommer ordentlich Sonnenbrand kriegt, hat für mich die Sonnencreme-Saison schon vor einigen Wochen begonnen. Bisher schwöre ich auf die Allergy Line von Piz Buin, die schützt nicht nur gut, sondern duftet so herrlich, dass ich den ganzen Tag an mir selber schnuppere. Doch jetzt habe ich mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe geworfen und weiß grade nicht, ob ich mich wirklich weiter damit einreiben möchte. Dabei mochte ich die immer so gern! Es ist schlichtweg zum Mäusemelken…

+ Die Kleider von Sonnet James. Jaja, die verkaufen diese Inbegriffe der Gemütlichkeit als “Play Dresses” für Mütter, die gerne mit ihren Kindern spielen und mir fehlt es dafür bisher eindeutig am dazugehörigen Kind. Aber wer sagt denn, dass man nicht auch alleine ein bisschen über die Wiese toben darf? Ausserdem will mein Hund ja schließlich auch mit mir spielen. Und in so einem Kleid sähe ich einfach fabelhaft aus dabei. Oder wie im Nachthemd. Was für mich das gleiche ist. Besonders, wenn es dann noch so bequem ist, wie ein Schlafanzug. Ich habe jedenfalls auf so zwei bis sieben Modelle schon ein Auge geworfen. Irgend wann habe ich ein paar Kröten über (ganz schön teuer sind die Kleider ja…) und dann gibt es kein Halten mehr.

+ Pony. Soll ich oder soll ich nicht? Meine Mama und mein Mann rufen lautstark “NEIN!”, sie kennen das Drama schon von den letzten Malen. Entweder ich jammer, wenn ich die Stirnfransen dann irgendwann rauswachsen lasse, oder ich jammer von Anfang an, weil der Frisör nicht den richtigen Pony geschnitten hat. Doch es juckt mich immer wieder in den Fingern. Das Einzige, was mich momentan noch davon abhält, ist die Tatsache, dass so ein Pony beim Sport eher störend ist. Wenn man sich im Fitnessstudio und auf der Laufstrecke quält, dann will man keine Haare im Gesicht rumhängen haben. Weshalb ich den Pony dann jedes mal wegstecken müsste. Was ganz schön nervig wäre. Aber eigentlich würde ich doch so furchtbar gerne… Wir fassen zusammen: Es wäre unvernünftig und trotzdem grade drum denke ich ernsthaft darüber nach. Ich meine, selbst wenn es nix ist, das wächst doch wieder!

So. Ich begebe mich jetzt mal wieder auf’s Laufband. Momentan schaffe ich 4 Kilometer in einer halben Stunde, was einem Strongman nicht annähernd gerecht wird.
(Sollte ich den Strongman Run übrigens tatsächlich meistern, dann werde ich von mir selbst ganz sicher nicht als StrongWOMAN reden. Wenn ich schon beweise, dass ich mehr Eier hab als so mancher Kerl, dann will ich die Männer auf ihrem eigenen Schlachtfeld schlagen und mir nicht meine eigene Kategorie aufmachen. Ich finde nämlich, dass auch Frauen starke Kerle sein können.)
Vielleicht zeichne ich meine Lieblingsdinge jetzt öfter, denn von nichts kommt nichts und jede Möglichkeit, zu üben, ist eine gute Möglichkeit. Immer schön weiter lernen.

Ich mach mir das Leben schwer. Mit Absicht und guter Laune.

Gut-finden

Anfang des Jahres habe ich, wie immer, ein paar Vorsätze aufgeschrieben. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ausgerechnet mein Vorhaben, einen Unterschied zu machen und ein positiverer, freundlicherer Mensch zu sein, der schwerste Punkt auf meiner Liste sein würde.

In den letzten Monaten habe ich immer wieder festgestellt, wie einfach es doch ist, genervt zu sein. Motzen, meckern, lästern, grummeln, grollen, moppern, kneiseln. Sich über Dinge und Leute lustig machen. Uns alles, was nicht dem eigenen Gusto entspricht, schlicht “Doof!” zu finden. Das alles fällt uns oft so viel leichter, als uns für andere zu freuen. Verständnis zu zeigen. Etwas nachzufühlen. Und unser Nichtgefallen einfach mal für uns zu behalten.

Ich habe den Eindruck, dass man heutzutage mehr Aufmerksamkeit bekommt, wenn man nur laut und oft genug “Plöd!” ruft. Immer wieder begegnen mir Blogposts, in denen ordentlich gemeckert und gejammert wird. Und darunter? Unzählige, beifällige Kommentare.

Klar, denn Abneigung verbindet.
Der Feind meines Feindes ist mein Freund und im Internet kann man sich schnell Feinde machen. Und Freunde gemeinsame Feinde finden. Und überhaupt, es ist doch echt ein gutes Gefühl zu wissen, dass man mit seinen Abneigungen nicht alleine ist und dass anderen auch andauernd irgendwas beschissenes passiert und GUT, DASS DAS ENDLICH MAL EINER SAGT!

Es gibt im Internet ganze Foren, in denen ein reger Austausch über vermeintliche Verfehlungen von Bloggern und anderen bekannten Personen statt findet. Jede Äußerung wird da beschimpft, jedes instagram Bildchen ins Jenseits kritisiert. Die Leute, die das tun, tun das gemeinsam und fühlen sich voneinander bestätigt. Sie geben einander Recht und feiern diejenigen, die besonders hart mit ihren Opfern ins Gericht gehen.

Unterhaltsam ist das natürlich auch, denn es ist doch viel einfacher, lustig zu sein, wenn man etwas hat, worüber man sich lustig machen kann. Eislaufmütter, PEGIDA, Hipster, das Wetter, die Behörden, Politiker, öffentliche Verkehrsmittel. Alles Dinge, über die man sich ärgern kann. Alles Dinge, über die sich lang, breit und mit Erfolg lustig gemacht wird. Und dafür muss man sich vorher nicht einmal eine fundierte Meinung bilden. Im besten Fall kommt man damit sogar ins Fernsehen. Wo man überhaupt dann besonders erfolgreich ist, so scheint es, wenn man überhaupt nichts mehr Ernst nimmt und alles lächerlich macht. Sowieso: Wer will denn auch so ein scheiss Hippie sein, mit Love und Peace und dem ganzen Quark?

Doof finden und meckern, das ist oft also nicht nur leicht, sondern obendrein noch unterhaltsam und zeigt uns, wer unsere Freunde sind. Eigentlich kein Wunder, dass es mir gar nicht so leicht fällt, damit aufzuhören.
Ich erwische mich, trotz aller guten Vorsätze, immer noch dabei, dass ich die Augen hinter den Rücken nerviger Mitmenschen verdrehe und aus dem überfüllten Bus übellaunige SMS an meinen Mann schicke. Überhaupt, mein Mann. Wir sind keine bösen Menschen, aber manchmal zeigt sich unsere Zusammengehörigkeit einfach darin, dass wir uns gemeinsam über etwas aufregen. Oder über jemanden.

Geholfen ist dadurch keinem. Denn auch wenn wir uns für den Moment den Frust von der Seele gemeckert haben, geändert haben wir dadurch nichts. Und noch dazu hätten wir die Zeit, die wir zum Motzen gebraucht haben, ganz sicher schöner miteinander verbringen können. Anstatt ihm eine Nachricht zu schicken, in der ich mich über die mangelnde Körperpflege meines Sitznachbarn im Bus auslasse, hätte ich meinem Mann ja auch einfach schreiben können, dass ich mich auf ihn freue. Oder ich hätte in der Zeit Mails beantworten können. Oder, oder, oder. Es gäbe unzählige bessere Möglichkeiten.

Es ist also gar nicht so einfach, seinen Unmut immer für sich zu behalten. Noch schwerer ist es, dem Unmut möglichst keine Chance zu geben. Und natürlich gibt es auch reichlich Gelegenheiten, zu denen Verärgerung und Abneigung nicht nur angebracht sind, sondern auch deutlich geäußert werden sollten. Es ist eben nicht immer alles Heititeiti, eitel Sonnenschein.
Aber viel zu oft machen wir es uns schlichtweg zu leicht und begnügen uns mit Pöbeln, wenn wir unsere Energie dafür nutzen sollten, einfach etwas zu ändern. Oder schnell weiter zu gehen, denn nicht alles, was uns missfällt, bedarf unseres Kommentars. Vieles ist einfach nicht unser Bier, und dann den “PLÖD”-Stempel rauszuholen ist bloß anmaßend.

Ich versuche also weiterhin, mir das Leben dahingehen ein bisschen schwerer zu machen. Mich nicht der schlechten Laune und dem erleichternden Gekneisel hinzugeben. Meine abwertende Meinung für mich zu behalten, wo sie nicht gefragt ist und überhaupt: Mich gar nicht groß mit Sachen aufzuhalten, die mich ärgern.

Meine Zeit verbringe ich lieber mit Dingen, die ich gut finde. Meine Stimme, meinen Blog, meine Social Media Profile benutze ich lieber dafür, meine Begeisterung für Sachen zu teilen. Auch wenn es mich manchmal überkommt und der Mecker-Tweet schneller abgeschickt ist, als mein Gewissen “Wenn du nichts Nettes zu sagen hast…” sagen kann. So ist das nunmal, mit dem Lernen. Man macht so lange Fehler, bis man es gelernt hat. Und dann macht man manchmal trotzdem noch Fehler. Schließlich sind wir alle nur Menschen.

Tattooed Lady.

Tattooed-Ladies

Hey, all you folks who came over here from Hey Natalie Jean, I’m very honored to have you here! Unfortunately, the majority of this blog is written in German (despite the French name of this blog, which is referring to my french ancestors). But I have a few posts written in English, if you’re interested: 40 facts about me, What I learned at The Hive and 7 Things I learned at The Hive two years ago. Thank you for stopping by!

“Aufgeregt” trifft es nicht ganz. Ich grinse über alle Backen wie ein Honigkuchenpferd und gucke alle zwei Minuten nach, ob ich auch wirklich nicht geträumt habe. Heute wurde mir die Ehre zuteil, in die Reihen der Tattooed Ladies aufgenommen zu werden, die Natalie Holbrook auf ihrem Blog regelmäßig vorstellt.
Als Natalie mich auf The Hive fragte, ob ich Lust hätte, ein paar Bilder und einen kurzen Text zu ihrer Serie beizusteuern, das hat mich schon ordentlich aus den Socken gehauen. Ich lese und liebe ihren Blog seit vielen Jahren. Und dann geht’s auch noch um Tattoos? HALLO?! Da wollte mich doch einer veräppeln, oder? Nein. Kein Scherz. Ich bin jetzt eine Tattooed Lady.

Während ich mich für die nächsten Stunden noch kneife, um sicher zu gehen, dass ich das nicht träume, lege ich euch allen ihren Blog an’s Herz. Und wenn ihr mit Tattoos nix am Hut habt? Dann lest ihr einfach ihre anderen Beiträge. Die sind nämlich alle einfach verdammt gut. Und damit ihr nachher nicht sagen könnt, ich hätte euch nicht gewarnt: Ihr Loft erregt leichten Wohnneid und ihr Sohn Huck ist ein kleiner Herzensbrecher. So. Nun aber ab mit euch! Und bestellt Natalie viele Grüße von mir.

Ich bin der Telefonmann.

Online-Diät

Ja. Schon wieder Helge Schneider. Was soll ich sagen? Als ich achtzehn war gab es für mich nur Helge. Und Joint Venture, beziehungsweise Götz Widmann. Mein kulturelles Niveau war schon immer einfach top.

…ich gehe immer dran. Ich bin immer parat am Telefonapparat. Und mit IMMER meine ich IMMER. Ich habe mein Handy so oft in der Hand, dass das Wischen und Tippen und Neuigkeiten checken schon zu einem Reflex geworden ist. Und wenn es nicht mein Handy ist, dann ist es ein Tablet. Oder mein Laptop. Allzeit bereit, immer auf Standby.

Einzig unser Schlafzimmer ist frei von Handys und dergleichen. Das war nichtmal eine bewusste Entscheidung, glaube ich. Wir haben einfach nie angefangen, unsere Smartphones mit ins Bett zu nehmen. Anstatt abends beim Serienschauen einzuschlafen, haben mein Mann und ich immer ein ganzes Arsenal an Büchern auf unseren Nachttischen liegen. Und ganz altmodisch sorgt bei uns noch ein Radiowecker dafür, dass wir morgens zeitig aus dem Bett kommen.

Doch jenseits der Schlafzimmertür ist es vorbei mit der Ruhe. Selbst auf der kürzesten Gassirunde mit Newton hab ich mein Telefon dabei. Und überprüfe zwischendurch regelmäßig, ob es etwas Neues gibt. Beim Kochen liefert das Tablet nicht nur die passende Musik, sondern auch alle News direkt an den Herd. Egal, was ich mache: Im Garten, beim Essen, in der Badewanne, beim Arbeiten, beim Fernsehen, im Auto. Ich bin online.

Vor ein paar Tagen habe ich noch aufgelistet, was ich alles lernen möchte (und diese Liste ist nichtmal annähernd vollständig). Und lasst mich nicht erst von all den Orten anfangen, die ich gerne noch sehen möchte! Von Plätzen hier vor der Haustür bis hin nach Übersee. Die Ideen, die ich endlich mal umsetzen will, stapeln sich langsam auch schon in den Ecken meines Hirns.
So viele Dinge, so wenig Zeit.
Denn meine Zeit verbringe ich eben nicht damit, etwas zu lernen, zu sehen oder zu machen. Ich verbringe sie damit, instagram zu checken, meine twitter Timeline zu durchforsten, Blogs zu lesen und überhaupt im Internet rumzudödeln. Lasst mich gar nicht erst von Pinterest anfangen…

Mal angenommen, ich würde aufhören, einen beachtlichen Teil meines Tages damit zu verbringen, mir anzuschauen, was andere alles so auf die Beine stellen. Und statt dessen in dieser Zeit selber was tolles veranstalten. Lernen. Etwas schaffen. Raus gehen. Nichte mehr die Bilder von anderen angucken, sondern selber welche machen. Nicht mehr stundenlang Blogs lesen, sondern selber mehr bloggen. Nicht mehr fremde Menschen bewundern und, lasst mich ehrlich sein, beneiden. Sondern selber etwas lernen und wirklich gut darin werden.

Vor einiger Zeit habe ich hier schon einmal darüber geschrieben, dass ich weniger Zeit online verbringen möchte. Meine guten Vorsätze von damals haben offenbar nicht besonders lange gehalten.
Allerhöchste Eisenbahn also, einen neuen Versuch zu starten. Diesmal vielleicht mit einem etwas radikaleren Ansatz: Aus die Maus. Kein Bloglovin mehr, keine instagram Entdeckungstouren mehr (die sich immer als endloses Kaninchenloch entpuppen, in dem ich für Stunden verschwinden kann). Schluss mit twitter als Frühstückslektüre und absolut kein Pinterest mehr. Byebye, Vlogs und Hauls und Tutorials!

Jetzt mag ich all diesen Internetkram aber viel zu gerne, um ihn sofort dauerhaft aus meinem Leben zu verbannen. Also fange ich mit einer Woche an. Bis zum nächsten Sonntag werde ich das Internet nur noch nutzen, um selber etwas zu teilen. (Und um zu kommunizieren, denn die SMS ist den facebook- und twitter-Nachrichten gewichen.)
Ob ich da viel verpassen werde? In Anbetracht der Menge an Informationen, die andauernd ins Internet gestellt werden liegt das ja irgendwie nah. Andererseits ist ja nur ein winziger Bruchteil davon wirklich relevant für mich.

Wenn ich am Ende der kommenden Woche vor einem riesigen Berg ungelesener Tweets und Blogposts stehe, wird mir hoffentlich klar, wie wenig davon wirklich wichtig ist für mich. Und wie viel davon weg kann.
Natürlich ist es wichtig, Netzwerke zu pflegen und Kontakt zu anderen Bloggern und Instagrammern zu halten. Aber ich kann ja nicht mit jedem da draussen einen gehaltvollen Austausch pflegen, so schön das auch wäre.

Statt meine Zeit online zu verplempern werde ich sie in dieser Woche offline nutzen. Zum Beispiel habe ich schon eine Verabredung mit Gen, von der ich das eine oder andere lernen möchte. Außerdem habe ich den einen oder anderen Ausflug geplant. Wer weiß, vielleicht finde ich dann sogar endlich die Zeit, die Fenster zu putzen und die Vorhänge zu waschen! Mit dem Joggen wollte ich schon längst wieder anfangen.

Mit letzterem lege ich jetzt gleich auch sofort los. Während ich gleich um die Häuser schlappe mögt ihr mir vielleicht verraten, wie das bei euch ist. Verbringt ihr viel Zeit online? Oder passiert das Internet für euch nur nebenbei? Habt ihr, wie ich, vielleicht auch das Gefühl, die Balance zwischen on- und offline verloren zu haben? Und wenn ja, was tut ihr dagegen? Oder habt ihr einen Trick, dass euch das gar nicht erst passiert? Immer raus damit!

Lernen. Lernen, lernen, popernen.

Lernen

So. Wer von euch hat beim Anblick der Überschrift direkt einen Ohrwurm? Na?

In letzter Zeit habe ich bei so vielen Dinge gedacht “Och, das würde ich gerne/ könnte ich auch mal/ sollte ich dringend lernen, dass es wohl das klügste wäre, einfach mal eine Liste zu schreiben. Listen schreiben, das brauche ich nämlich nicht mehr lernen, das kann ich schon. Hier kommt sie, die 10-Dinge-die-Ellen-hoffentlich-mal-lernt-Liste:

+ Nähen. Mit der Nähmaschine. Und auch ohne.
+ Ukulele spielen.
+ Handstand machen.
+ Löcher stopfen.
+ Französisch.
+ Französische Zöpfe flechten.
+ Zeichnen.
+ Surfen.
+ Autofahren im Ruhrgebiet. (So. Viel. Verkehr.)
+ Geduld.

Was wollt ihr noch lernen?