Ellen kocht. // Kakao.

Kakao

Herbst. Die Bäume schmücken sich mit herrlich buntem Laub, an jeder Ecke lachen einen Kürbisfratzen an und endlich, endlich wird es wieder kühl. Denn erst, wenn es einen wieder ein wenig fröstelt, entfaltet so eine Tasse heisse Schokolade ihre vollkommen magische Wirkung.

Ein guter Kakao wärmt nicht nur die Finger nach einem Spaziergang, er hilft auch gegen Kummer und Sorgen. Oder schafft ihr es etwa, mit einer dampfenden Tasse Kakao in den Händen noch Trübsal zu blasen? Ich sicher nicht. Wenn es draussen stürmt und regnet gibt es doch nichts schöneres, als sich mit einer heissen Schokolade auf’s Sofa zu kuscheln und für einen kurzen Moment den Rest der Welt zu vergessen.

Wie bei den meisten anderen Dingen auch, gilt für mich bei Kakao die goldene Regel weniger ist mehr. Was sich sowohl auf die Größe der Tasse, als auch auf die Zutaten bezieht. Natürlich ist es verführerisch, sich einen riesigen Becher voll zuzubereiten und das ganze mit Marshmallows, Schokoriegeln und Zuckerstreuseln zu krönen. Vielleicht noch ein wenig Karamellsirup dazu und ein wenig Nougat obendrein…
Das mag zwar grandios klingen, mir aber wird von derlei Eskapaden leicht übel.

Nein, nein. Eine normal große Tasse reicht aus. Man erhitzt Milch (und bitte keine fettarme) und löst darin dunkles Kakaopulver oder ein paar Riegel Zartbitterschokolade auf. Je nach Geschmack gibt man noch etwas Zucker hinzu. Wer sich etwas wirklich Gutes tun möchte, der verfeinert das Ganze noch mit ein wenig gemahlener Vanille, einer Prise Zimt und einem Hauch Muskat. Den Abschluss bildet ein Klecks Schlagsahne. Oder eine Haube aus luftigem Milchschaum, falls keine Sahne im Haus sein sollte. Mit Kakaopulver bestreuen – et voilà!

Das schöne ist, dass sich die Grundzutaten für einen einfachen, aber guten Kakao in beinahe jeder Küche finden lassen. Und wer kein Pulver zur Hand hat, der nimmt einfach ein paar Stücke Schokolade. Je nach Sorte schmeckt das sogar besonders gut (ich liebe Herrenschokolade). Und ausser etwas Geduld und Achtsamkeit beim Erhitzen der Milch, die ja um Himmels Willen nicht überkochen soll, braucht es nicht viel Zeit und kein besonderes Geschick für die perfekte heisse Schokolade. Vielleicht mag ich sie deshalb so gerne.

Lieblinge. // Zwischen Tür und Angel.

Porridge-Mandel

Zwischen Frühstück, Gassi und diversen Dingen, die erledigt werden wollen, hier der aktuelle Stand der Dinge: Newton ist wieder auf dem Damm, ich wieder fit, nur der Mann muss sein Bein noch etwas schonen. Oh, und unsere gesprungene Fensterscheibe wurde nach über einem Monat am letzten Dienstag endlich ersetzt.

Und hier kommen noch ein paar mehr Dinge, die mir momentan reichlich Anlass zur Freude geben:

+ Porridge mit gemahlenen Mandeln und Kokosnussöl
+ Regenwetter und schwarzer Tee mit Milch
+ Twin Peaks
+ der Plan, demnächst eine Spülmaschine zu kaufen (und einen Trockner!)
+ gleich mehrere anstehende Besuche in der alten Heimat…
+ …und deshalb Vorfreude auf meine Familie und alte Freunde
+ noch mehr Vorfreude: ein Date mit Nina und Mio
+ Apfelspalten mit Erdnussbutter (mmmmhhh!!!)
+ Halloween
+ Lavalampenglühen
+ der Blick in meinen noch immer ungewohnt ordentlichen und übersichtlichen Kleiderschrank
+ Post-Trainings-Glücksgefühle (kaum zu glauben, aber wahr: wir sind jetzt richtig sportlich hier und ich find’s klasse)
+ Abendspaziergänge, bei denen man jetzt, da es wieder früh dunkel wird, den Leuten so wunderbar in ihre hell erleuchteten Fenster gucken kann – finde nur ich das herrlich spannend?

Und noch drei Lieblinge aus dem Internet:

+ auf meinem Wunschzettel: Decken kann man nie genug haben
+ lesen: Liebesbotschaft – wunderschöne Bilder und eine erfrischend positive Stimmung
+ gucken: ViviannaDoesMakeup – besonders die wöchentlichen Vlogs

So. Das war’s auch schon wieder für heute. Worüber freut ihr euch momentan?

Capsule Wardrobe. // Ausmisten für Anfänger.

Das Geräusch, das ihr grade vernehmt, ist das herzhafte Lachen meiner Mutter.
Dass ausgerechnet ich anderen Leuten etwas über’s Ausmisten erzähle, findet sie sicher schreiend komisch. Immerhin war ich lange dafür berüchtigt, mich von nichts (wirklich gar nichts) trennen zu können.
Warum ihr euch trotzdem grade von mir etwas über’s Aussortieren und Weggeben erzählen lassen solltet?
Nun, ich bin doch lebende Beweis, dass man Ausmisten lernen kann!

Ausmisten

Ausmisten – für viele ist das leichter gesagt, als getan. Manche wissen nicht so recht, wo sie mit dem Ausmisten anfangen sollen. Andere haben Angst, sich von ihren Besitztümern zu trennen. Einige haben bestimmt auch vor Augen, dass all die Dinge, die sich über die Zeit angehäuft haben, irgendwann einmal Geld gekostet haben und tun sich schwer, ihre Investitionen so einfach abzuschreiben. Und wir alle sind uns bestimmt einig, dass Ausmisten ja schon irgendwie ganz sinnvoll ist, aber bitte nicht diesen alten Pullover, den kann ich zwar nicht leiden, aber ich habe ihn auf der letzten Shoppingtour mit meiner alten Schulfreundin gekauft, bevor sie nach Botswana gezogen ist. Und auch nicht diese Hose, ich kriege sie zwar nicht zu, aber irgendwann passe ich bestimmt wieder rein. Und diese Schuhe, in denen ich keine zwei Meter gehen kann, die bleiben auch – die sind so hübsch!

Eigentlich ist das mit dem Ausmisten aber gar nicht so schwer. Ehrlich. Hier kommen ein paar Dinge, die ich auf meinem Weg vom Hamster zur rigorosen Rauschschmeißerin gelernt habe:

Sich vor dem Ausmisten ausmalen, wie übersichtlich und leicht alles sein wird, wenn man sich erst mal von altem Kram getrennt hat.
Schöpft aus dem Vollen! Malt euch aus, wie hübsch ihr euer Regal dekorieren könnt, wenn ihr erst mal die ganzen Staubfänger los seid, die ihr nicht wirklich schön findet, die ihr aber aus Anstand (weil Geschenk von Schwiegermutter/ Freund/ Freundin/ Goldfisch) oder Nostalgie (wie dieses scheussliche Souvenir aus diesem wunderbaren Urlaub damals) bisher immer behalten habt. Macht euch selber richtig schön Vorfreude auf eine Umgebung, in der sich nichts befindet, was ihr nicht wirklich braucht oder irre toll findet.

Ausmisten üben: Die Trennung auf Zeit.
Jaja, ich weiß, bei vielen Dingen ist man sich nicht sicher, ob man sie toll findet. Man will ja nicht nach einem Jahr dastehen und die alte Weinkorkensammlung, von der man sich im Überschwang getrennt hat, plötzlich doch fürchterlich vermissen.
Zum Glück zwingt einen ja keiner, die aussortierten Dinge sofort wegzuwerfen oder abzugeben. Also sucht ihr euch am besten einen Platz (im Keller, auf dem Dachboden, ganz unten oder ganz oben im Kleiderschrank), an dem ihr eine Kiste (oder auch zwei, drei) mit euren ausrangierten Sachen deponiert. Da wandert dann auch immer wieder alles rein, was euch im Laufe der Zeit noch in die Hände fällt und wovon ihr nicht sicher seid, ob ihr es behalten wollt. Den Inhalt dieser Kiste ignoriert ihr dann für einige Zeit. Wenn ihr irgendwann wieder hineinschaut, achtet mal darauf, wie ihr euch beim Anblick des ganzen Krams fühlt. Seid ihr erleichtert, dass ihr etwas davon noch besitzt? Hattet ihr einiges von dem, was in der Kiste liegt, schon vergessen? Oder gibt es sogar etwas, das euch ein doofes Gefühl gibt, das euch denken lässt “Ach nee, du schon wieder”?
Nach so einer Trennung auf Zeit weiß man, welche Dinge man vermisst hat. Die dürfen bleiben. Und alles andere? Kann weg. Oder darf noch ein klein bisschen länger in der Kiste bleiben, nur um sicher zu gehen.

Nur, weil man irgendwann mal Geld für etwas bezahlt hat, muss man es nicht auf Teufel komm raus behalten.
Ich mag die Bluse zwar nicht mehr und fühle mich darin immer richtig unwohl, aber ich habe damals viel Geld dafür bezahlt, darum muss ich sie jetzt auch nutzen.“.
Diesen Gedankengang kennen sicher viele von euch. Mir ging das ganz lange Zeit nicht anders. Niemand hat gerne das Gefühl, sein Geld zu verschwenden!
Aber seht es doch mal so: Ursprünglich habt ihr Geld investiert, um euch besser zu fühlen. Mit einem hübschen Pulli, einem tollen Staubsauger, einer teuren Bodylotion. Und dann, wenn ihr euch wider Erwarten nicht (mehr) so gut damit fühlt (ein typischer Fall von Fehlkauf eben), seht die Trennung von diesem Wertgegenstand als weitere Investition in euer Wohlbefinden. Ihr werdet schnell merken, dass das Gefühl eines Schrankleichen-freien Kleiderschrankes unbezahlbar ist! Ausserdem überlegt man sich nach genügend finanziellen Verlusten dieser Art die nächste Anschaffung hoffentlich ein bisschen besser.
Ihr seid nicht bereit, den Verlust einfach so hin zu nehmen? Das bringt mich direkt zum nächsten Punkt:

Aussortiertes muss man nicht wegwerfen, man kann auch etwas Vernünftiges damit anstellen.
Des einen Müll ist des anderen Schatz. Mit ein bisschen Einsatz lässt sich aus dem, was ihr selber nicht mehr haben wollt, oft noch etwas Geld raus holen. Ob ihr mit euren Sachen auf den Flohmarkt geht, zum Secondhandshop oder Internetplattformen wie ebay und KleiderKreisel nutzt, bleibt völlig euch überlassen.
Wenn ihr nicht selbst auf jeden Cent angewiesen seid, dann möchtet ihr aber vielleicht auch anderen eine Freude machen. Ihr könnt eure alten Sachen, die noch gut in Schuss sind, an eure Freunde abtreten. Oder noch besser: Ihr spendet euren aussortieren Kram. Etwa an die Tafel, die Diakonie, Sozialkaufhäuser, Frauenhäuser (die sich zum Beispiel sehr über kaum oder gar nicht genutzte Kosmetikprodukte freuen!), Obdachlosenheime…

Tappt nicht in die Vielleicht-Falle!
Ihr habt euch überwunden endlich auszumisten, steht vor eurem Kleiderschrank und trotzdem bleibt der “kann weg“-Stapel angesichts der erdrückenden Klamottenberge beunruhigend klein. Wenn ihr euch bei diesen Worten ertappt fühlt, dann seid ihr wahrscheinlich in die Vielleicht-Falle getappt. Vielleicht brauche ich diese Bluse irgendwann für ein Bewerbungsgespräch. Vielleicht passe ich in diesen Rock irgendwann wieder rein. Vielleicht möchte ich nächsten Winter genau so einen schweinchenrosa Rollkragenpulli haben.
Stop. Das Wörtchen “Vielleicht” ist ein ganz klares Signal: Das kann weg.
Wenn ihr mal das letzte Jahr zurück denkt, dann überlegt ganz genau, wie oft ihr diese Vielleicht-Teile tatsächlich gebraucht habt. Und wie wahrscheinlich ist es wirklich, dass das Unwahrscheinliche eintritt und ihr plötzlich doch eine weiße Bluse braucht oder wieder in den zu engen Rock passt? Wenn ihr ehrlich mit euch selbst seid, dann wird aus ganz vielen Vielleichts ein Auf Nimmerwiedersehen. Und alles, was euch noch immer zu einem “Aber, falls doch…” verleitet, das wandert dann einfach für einige Zeit in die Vorübergehende Trennungs-Kiste.

Macht euch das Ausmisten so angenehm wie möglich.
Wenn ihr euren Kleiderschrank ausmisten wollt, dann räumt vorher das Schlafzimmer ein wenig auf. Oder räumt den Esstisch frei, wenn ihr die Küchenschränke in Angriff nehmt. Egal, wo ihr entrümpelt, schafft euch vorher einen Platz, an dem ihr den ganzen Kram ungestört ausbreiten, durchgehen und sortieren könnt. Nichts ist nerviger, als beim Aussortieren immer um umherfliegende Kissen oder dreckiges Geschirr herum räumen zu müssen.
Wer, wie ich, schnell hangry (also bei Hunger angry, wütend) wird, der macht sich am besten vorher noch einen kleinen Snack. Und wie alles andere macht auch Ausmisten noch mehr Spaß mit der richtigen Musik!
Wenn ihr die Gelegenheit beim Schopfe packen und den Schrank direkt mal richtig sauber machen wollt, dann legt euch alles, was ihr dafür braucht, schon vorher zurecht. Genau wie große Müllbeutel oder ein paar Kartons, damit ihr alles, was weg soll, direkt zusammen packen könnt.

Ausmisten geht besser mit Köpfchen, System und Geduld.
Das ganze Haus auf einen Rutsch zu entrümpeln ist natürlich ein ehrbares Vorhaben, aber für die meisten von uns wohl nicht wirklich machbar. Zum einen geht irgendwann die Lust flöten. Und zum anderen wird man nach einer gewissen Zeit tatsächlich entscheidungsfaul.
Deshalb geht man das Projekt Ausmisten am besten häppchenweise an. Schrank für Schrank, Kommode für Kommode, Schublade für Schublade.
Wo man dabei anfängt, das muss jeder selber wissen. Kommt man besser zurecht, wenn man erst den Keller entrümpelt und dort dann Platz hat für alles, was woanders im Weg steht? Oder würde man sich so nur den frisch geordneten Keller wieder zuprüllen?
Es gibt in jedem Haushalt Bereiche, die es besonders dringend nötig haben, von überschüssigem Ballast befreit zu werden. Nimmt man diese zuerst in Angriff, dann gibt das oft Schwung, auch den Rest der Bude auszumisten.

Belohnt euch!
Natürlich ist es widersinnig, sich nach einer ordentlichen Entrümpelungsaktion direkt wieder neuen Krempel in’s Haus zu holen. Andererseits ist so ein Ausmisten auch eine schöne Gelegenheit, sich endlich mal etwas zu gönnen, was man wirklich haben möchte.
Wenn man sich zum Beispiel endlich von 17 Paar Schuhen getrennt hat, die alle nicht so ganz das richtige waren, dann könnte man das zum Anlass nehmen, sich endlich die Richtigen zu gönnen. Gleiches gilt natürlich für Dekokram, Bücher, Klamotten, Kosmetik…
Oder ihr seid einfach sehr zufrieden mit dem, was ihr besitzt. Dann macht euch eine schöne Tasse Tee (oder Kaffee, oder was ihr eben gerne trinkt), setzt euch damit vor euren entrümpelten, sauberen, ordentlichen Schrank und bewundert euer Werk!

Ihr seht, Ausmisten ist überhaupt nicht so schlimm. Mann muss einfach irgendwo anfangen und sobald man merkt, wie gut das tut, läuft es fast von selbst. Versprochen!
Kennt ihr noch andere gute Tricks, um sich das Entrümpeln zu erleichtern? Oder braucht ihr noch einen kleinen Schubs, endlich Herr über euren Besitz zu werden?

Päuschen. // Meldung aus dem Lazarett.

Newton-Pause

Eigentlich sollte es hier schon längst weiter gegangen sein, mit einer Anleitung zum Ausmisten für Ausmistunwillige etwa. Einem Rezept. Und gerne hätte ich mir auch etwas angezogen, ganz nach dem Motto WWET – Was würde Ellen tragen.

Aber erst wurde der Superschurke krank, dann ich und heute Nachmittag hat der Hund einen Termin beim Tierarzt. Wir schwächeln hier momentan an sämtlichen Fronten ein bisschen rum, kämpfen mit unseren Ohren, Hälsen, Beinen und in Newtons Fall mit dem eigenen Gesicht – er hat eine allergische Reaktion auf Gott weiß was und kratzt sich nun die Visage wund.

Deshalb kümmern wir uns hier momentan ein bisschen umeinander, lassen den lieben Gott einen guten Mann sein und wünschen euch einen guten Start in die neue Woche!

Capsule Wardrobe. // Herbst und Winter 2014.

Capsule-Wardrobe-Herbst14

47. So viele Teile soll meine Capsule Wardrobe umfassen.
Dazu zählen meine gesamte Oberbekleidung (inklusive meiner Jacken) und meine Schuhe. Nicht mitgezählt habe ich meine Unterwäsche (man kann nie genug saubere Schlüpper im Schrank haben), meine Band-Shirts (Hey, das sind Sammlerstücke!), meine Sport- und Schlafsachen, Handtaschen und Accessoires (irgendwie muss man ja Abwechslung rein bringen, nichwahr?). An diesem Punkt versichere ich jedoch, dass ich beim Ausmisten keineswegs vor diesen Bereichen meines Kleiderschrankes Halt gemacht habe. Adieu, löchrige Gammelhosen! Lebt wohl, zu kleine BHs!

Von den angestrebten 47 Teilen besitze ich bisher 43. Bevor ich mich im Klamotten-Kauf-Verzicht übe, strebe ich noch eine letzte Shoppingtour an. Auf meinem Einkaufszettel stehen ein Longsleeve, ein Paar Schuhe, ein Pullover und ein Kleid. Ausserdem brauche ich noch einen Wintermantel, den ich zu gegebener Zeit (also, sobald es richtig kalt wird) gegen meine Jeansjacke austausche.

Capsule-Wardrobe-Herbst14-Farbe

Was Farben angeht wird mein Kleiderschrank für die kommenden drei Monate deutlich von Grau und Schwarz dominiert. Da das allein selbst mir ein wenig zu trist wäre, dürfen auch noch ein paar Brauntöne mitspielen. Und weil ich momentan absolut nicht daran vorbei gehen kann: Dunkelblau. Man sollte es nicht meinen, aber diese Farbe sticht mir zur Zeit immer wieder ins Auge.

Wer meine Farbauswahl schon eintönig findet, der wird bei einem genaueren Blick in meinen Schrank wohl vor Langeweile sterben: Skinnyjeans, T-Shirts, Tanktops, Longsleeves, Strickjacken und schlichte Pullover. Eine Hand voll Blusen und zwei Röcke. Von letzteren stellt einer, ein Modell von Marc O’Polo mit Blau-Orangenen Wasserfarbklecksen, das einzig wirklich ‘auffällige’ Kleidungsstück dar, das das große Ausmisten überlebt hat. Das liegt zum einen daran, dass ich mich mit meinen Tattoos und dem großen Hund schon auffällig genug finde. Zum anderen musste ich nach einem Blick auf meinen üblichen Tagesablauf eingestehen, dass es für mich ratsam ist, auf praktische Kleidung zu setzen, anstatt auf Protz und Prunk.

An den allermeisten Tagen arbeite ich vom Sofa aus, gehe mit dem Hund raus, krame ein bisschen in Haus und Garten, laufe kurz zum Supermarkt und halte beim Müllrausbringen einen Plausch mit den Nachbarn. Darüber hinaus gehe ich ab und an noch einen Kaffee trinken oder was essen. Dabei verschlägt es mich jedoch in den seltensten Fällen in noble Etablissements. Auch Familienfeiern und ähnliches verlangen bei uns selten nach Frack und Abendkleid.
Mit Jeans und T-Shirt bin ich also bestens für meinen Alltag gerüstet. Mit Longsleeves, Pullovern, Hemden und Strickjacken kann ich super nach dem Zwiebelprinzip arbeiten: Zuhause, mit Tee auf dem Sofa, reichen ein bis zwei Lagen. Gehe ich mit dem Hund raus oder zum Einkaufen kann ich, je nach Wetter, noch ein paar Schichten drüber werfen.
Dank schlichter Boots behalte ich draussen trockene Füße (eine Fleece-Einlegesohle im Winter hält zusätzlich warm), muss mich nicht lange mit Schuhe schnüren aufhalten und gehe auf flachen Sohlen sicher durch die Welt. Für alles, was nach mehr verlangt, reicht mir ein Paar ‘Hohe Hacken‘. Und wenn ich ehrlich bin, ist sogar das eigentlich noch zu viel. Ich bin halt ein Boots und Turnschuh Mädchen.

Capsule-Schmuck-Herbst14

Auch, wenn ich mir bei Accessoires die volle Auswahl einräume, greife ich die meiste Zeit doch zu den selben fünf Stücken. Neben meinem Ehering sind das zwei weitere Ringe, eine Armbanduhr (alles Geschenke von meinem Mann) und ein schmales Lederarmband (ein Geschenk von Nina). Für besondere Anlässe habe ich immer noch meine volle Schatztruhe, aus deren Tiefen ich ratzfatz diversen Klimbim ziehen kann. Für meinen Alltag haben sich meine fünf Favoriten jedoch sowohl als schön, wie auch als praktisch erwiesen.

Capsule-Parfum-Herbst14

Ich habe mich für diese Saison übrigens auch von der kleinen Horde Parfümflaschen getrennt, die bisher hinter meinen Pullovern gehaust hat. Statt noch immer jeden Tag vor der Qual der Wahl zu stehen, habe ich mir auch in diesem Bereich endlich einen Liebling erschnuppert: Vetiver & Black Tea von Kiehl’s. Damit ist auch meine immerwährende Suche nach einem neuen Parfüm für’s erste beendet.

Die aussortierten Sachen habe ich übrigens nicht alle in den Altkleidercontainer entsorgt. Eine ganze Kiste mit Sommersachen und Klamotten, die ich noch gerne mag, die nur diesmal einfach ‘zuviel’ waren, sowie eine Kiste mit Schätzen, die ich nicht mehr trage aber aufrichtig liebe, stehen ordentlich verpackt ganz unten im Schrank. Darüber hinaus ist ein riesiger Berg mit Sachen angefallen, die ich entweder nach und nach bei Kleiderkreisel einstelle, der Wattenscheider Tafel spende oder unter interessierten Freundinnen aufteile.

Diese Capsule Wardrobe ‘gilt’ ab morgen, dem ersten Oktober und zwar für drei Monate. Sprich: Zum ersten Januar 2015 werden die Karten Klamotten neu gemischt. Dann erst, so ist zumindest der Plan, kaufe ich mir auch etwas neues zum Anziehen.

Ich bin schwer gespannt, wie das Ganze für mich so funktioniert. Ich habe zum einen ein wenig Sorge, dass ich bei dieser überschaubaren Anzahl an Kleidungsstücken mit dem Waschen nicht hinterher komme (legt euch mal eine sabbernde, Schlamm liebende Bordeaux Dogge zu, dann wisst ihr was ich meine…). Zum anderen habe ich schon leichte Bedenken, dass mir der Inhalt meines Schrankes bald zu den Ohren raushängt. Ich kann jedenfalls nicht versprechen, dass mich alles, was ich jetzt schön finde, nicht in ein paar Wochen langweilt. Es wäre zumindest nicht das erste Mal (Ich erinnere mich an eine Pink-Phase. Und an eine Lila-Phase. Und an eine Kat von D Phase. Und…).
Momentan jedenfalls kann ich ganz ehrlich sagen, dass sich in meinem Schrank ausschießlich Kleidung befindet, auf die ich richtig Lust habe. Und das ist doch schon mal ein guter Anfang.

Lieblinge. // Capsule Wardrobe.

Lieblinge-Capsule-Wardrobe

Schon im letzten Herbst verkündete ich hier im Rahmen meiner Ich will weniger – Reihe, auch den Inhalt meines Kleiderschranks minimieren zu wollen.

So groß der Wunsch nach einem Leben, das mit dem Nötigsten auskommt, auch ist, muss ich mir eingestehen, dass mir das Zeug zum Minimalisten fehlt. Haha. Genauer gesagt fehlt es mir ja nicht, sondern ich habe zuviel davon und das wirklich gern.
Natürlich hat die Auseinandersetzung mit dem Thema ihre Wirkung nicht verfehlt. Ich bin so gut im Ausmisten wie ich es noch nie zuvor in meinem Leben war. Während ich früher jeden kleinsten Schnipsel gehortet habe (könnte man ja noch mal brauchen), bin ich heute wirklich gut im Entsorgen. Und tatsächlich auch bedächtiger, was Anschaffungen angeht. Besitzen tu ich aber dennoch ganz schön viel und das meiste davon ist zu nichts weiter gut, als mir ein gutes Gefühl zu geben. Ich habe beschlossen, dass das absolut in Ordnung ist. Nicht jeder muss in weißen Räumen mit kahlen Wänden und reduzierter Einrichtung leben.

Was mich aber ganz und gar nicht los lässt, das ist mein Kleiderschrank. Zwar habe ich mich schon im letzten Jahr vor unserem Umzug von unzähligen Dingen getrennt, vieles ist aber ehrlich gesagt auch einfach in die Ach, das passt mir bald bestimmt wieder/ das trage ich dann im Sommer/ da hängen so viele Erinnerungen dran – Kiste(n) gewandert.
Und diese Kisten standen jetzt fast ein ganzes Jahr unberührt im Keller.
Obendrein habe ich, trotz besseren Wissens und guter Absichten, den einen oder anderen Fehlkauf auch in diesem Jahr nicht vermeiden können (Ein Tanktop mit Wasserfallauschnitt? War ich betrunken?!).

Auftritt Internet. Auf verschiedenen Blogs tauchte in letzter Zeit immer häufiger ein Konzept auf, das mich schon letztes Jahr fesselte: Die sogenannte Capsule Wardrobe.
Im Grunde geht es dabei darum, mit einer sehr begrenzten Anzahl an Kleidungsstücken aus zu kommen. Die eigene Garderobe auf ihre Essenz zu konzentrieren, quasi.
Die “Regeln”, nach denen man sich so eine Capsule Wardrobe zusammenstellt, unterscheiden sich leicht von Kleiderschrank zu Kleiderschrank. Ob man sich jetzt auf 30 oder 70 Teile beschränkt hängt ja auch ein bisschen vom jeweiligen Lebensstil ab. Ganz Strenge zählen zu ihrer Garderobenessenz neben Jacken, Handtaschen und Schuhen auch ihre Sportbekleidung, ihre Pyjamas und ihren Schmuck. Andere legen sich zwei Garderoben an: eine für die Arbeit und eine für ihre Freizeit.
Aber alle haben eines gemeinsam: Jedes Teil ist sorgfältig ausgewählt und für eine gewisse Zeitspanne (zum Beispiel eine Jahreszeit) stehen einem nur eben jene Auserwählten zur Verfügung. Kein Lust- und Frustshoppen. Keine Impulskäufe. Und, wenn man es geschafft hat sich eine funktionierende Capsule Wardrobe zusammenzustellen, kein Kleiderschrank voll Nichts Anzuziehen mehr. Ziemlich toll, oder?

Für alle, die sich übers Wochenende eingehender damit auseinander setzten wollen, kommen hier meine liebsten Blogs rund ums Thema:

+ Projekt 333: Soweit ich weiß, einer der ersten Capsule Wardrobe-Blogs und mit der Vorgabe von 33 Teilen für 3 Monate (inklusive Accessoires!) ein eher strenger Vertreter der Idee. Aber die Community rund um Projekt 333 ist riesig und man findet viele Gleichgesinnte, die gerne mit guten Tipps über anfängliche Unsicherheiten hinweghelfen.
+ INTO MIND: Auf dieser Seite habe ich schon die eine oder andere Stunde verbracht. Mit einer ansprechenden Ästhetik, gut geschriebenen Texten und vielen hilfreichen Anregungen so etwas wie eine kleine Capsule Wardrobe Bibel.
+ Un-Fancy: Mit 37 Kleidungsstücken und sichtbar viel Freude stellt Caroline auf ihrem Blog nicht nur vier mal im Jahr ihre aktuelle Capsule Wardrobe vor, sondern zeigt Saison für Saison eine ganze Menge Outfits, die sie aus ihrer Minimal-Garderobe zusammenstellt. Ich liebe ihre Pinterest-Boards!

Keine reinen “Mode”-Blogs, die sich aber aktuell auch mit dem Thema befassen:

+ Hey Natalie Jean: Ich würde Natalie gerne die gesamte Garderobe mopsen. Der Jeans und T-Shirt Himmel.
+ Reading My Teal Leaves: Erin Boyle lebt mit ihrer Familie in einer winzigen Wohnung in New York und darum weiß sie auch, wie man aus ziemlich wenig ganz viel machen kann.

Und wer jetzt glaubt, dass ich hier bald auch etwas über meine eigene Capsule Wardrobe, meine Garderobenreduktion erzähle, der hat natürlich absolut Recht.

Wie sieht es in euren Kleiderschränken aus? Wegen Überfüllung geschlossen? Oder kommt ihr mit einer überschaubaren Anzahl an Kleidungsstücken aus? So viel verrate ich schon mal: Meine Garderobe umfasst, Accessoires und Sport-/Schlafsachen (sowie Unterwäsche, aber das ist hoffentlich klar) nicht mitgezählt, keine 50 Teile mehr.

WWET // Wilde Maus.

WWET – Was würde Ellen tragen?

WWET-Micky-Maus

Ein Strauß Rosen vom weltbesten Superschurken.

Wenn ich schonmal meine geliebte Gute-Laune-Micky-Maus-Geburtstagsjacke anziehe, dann ist das doch ein ganz klarer Fall für einen neuen Beitrag in der Reihe Was würde Ellen tragen, oder?

WWET-Micky-Maus

An meinem Geburtstag habe ich (nicht nur) optisch die Wilde Maus gegeben. Wie? Ihr kennt die Wilde Maus nicht? Dann ab auf die nächst größere Kirmes mit euch. Da steht dann irgendwo eine nicht besonders große, aber auch nicht besonders kleine Achterbahn mit ein paar Hügeln und sehr vielen Kurven. Das ist die Wilde Maus.

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Diese Jacke gab es vor so einigen Jahren mal beim h&m.
Für mich war es Liebe auf den ersten Blick. Ich mein, wie kann man diese Jacke nicht lieben? Ein bisschen gaga, ein bisschen schwarz-weiß, ein bisschen kurze Ärmel. Ein bisschen sehr toll.
Ein bisschen behämmert und sehr albern sagt mein Mann. Was ein untrügliches Zeichen ist: Diese Jacke muss einfach gut sein.

WWET-Micky-Maus

In diesem Jahr habe ich endlich das Pony bekommen, das ich mir schon so lange gewünscht habe! (Ich versichere euch, bei den Aufnahmen zu diesem Post wurde kein Newton verletzt oder tatsächlich als Reittier missbraucht. Na gut. Aber nur für eine kleine Runde.)

Von der auffälligen Mäusejacke einmal abgesehen, bin ich meiner Uniform auch an meinem Ehrentag treu geblieben. Dunkle Skinny-Jeans und ein T-Shirt, mehr brauche ich nicht zum glücklich sein.
Wie ich es schaffe, mich mit derart schlichten Klamotten nicht zu langweilen (etwa, indem ich eine bekloppte Jacke dazu anziehe…) und warum fast mein gesamter Kleiderschrankinhalt nur noch aus solchen Basics besteht, dazu erzähle ich euch demnächst mehr.

WWET- Micky-Maus3

Wer jetzt auch so eine tolle Jacke haben will, der hat leider ein bisschen Pech, denn die gibt es schon lange gar nicht mehr. Vielleicht tröstet euch diese Micky-Tasse ein bisschen darüber hinweg?
Ihr könnt euch aber auch einfach ein buntes Tischtuch in Superheldencapemanier überwerfen. Das funktioniert genauso gut und sorgt im Handumdrehen für gute Laune. Bei euch und vor allem bei euren Mitmenschen.

28 // Und kein bisschen weiser. Oder?

28-Blumen

Ein Blumenstrauß aus Mamas Garten.

Ich würde auf alle Geschenke der Welt verzichten, wenn ab sofort jedes meiner Wochenenden so schön wäre, wie das vergangene.
Statt wie sonst noch drölfzig offene Punkte auf unserer To Do-Lise gleichzeitig abzuhandeln und zwischendurch vor dem Fernseher zu versacken, haben wir uns mal wieder Zeit genommen für die schönen Dinge im Leben.
Gutes Essen, ein Ausflug in den Wald, mitten am Tag auf dem Bett liegen und mit Newton kuscheln.
Familie, Freunde und Kuchen.

28-Kuchen

Den Schoko-Kirsch-Kuchen habe ich am Samstag selbst gebacken, das wäre fast ein bisschen wie Meditation gewesen, hätte nicht alle zwei Minuten das Telefon geklingelt. Letzteres war aber auch gar nicht mal so übel, waren am anderen Ende der Leitung doch meist Menschen, die mich gern haben. Und die ich gern habe.
Zusätzlich zu dem Schokokuchen hat meine Mama auf meinen ausdrücklichen Wunsch hin. gestern noch einen Pflaumenkuchen mitgebracht. Selbstgebacken, mit Pflaumen aus dem Garten (ja, der Garten meiner Mutter ist eine herrliche kleine Wunderwelt).
Der Kuchen war so lecker, dass ich die letzten beiden Stücke grade eben gut vor etwaigen Kuchendieben versteckt habe. In meinem Bauch.

28-Maus

Meinem Mann fiel auf, dass ich jedes Jahr zu meinem Geburtstag meine Micky Maus Jacke aus dem Schrank krame.
Ich wundere mich ein bisschen, dass ich die nicht viel öfter anziehe. Diese Jacke hat nämlich magische Kräfte: Sie macht gute Laune. Oder sorgt, beim Mann zumindest, für anhaltende Belustigung.

Jetzt ist es Montag, die Jacke ist in der Wäsche, der Kuchen ist verputzt und alle Gäste sind längst wieder nach hause gefahren.
Mir bleibt ein kleiner Berg Geschenkpapier und der Vorsatz, mich in meinem nächsten Lebensjahr endlich auf’s Wesentliche zu konzentrieren. Was genau das ist, das muss ich aber erst noch heraus finden.

Momentaufnahme. // Scherben bringen Glück.

Momentaufnahme

Ihr wisst ja: Der Teufel macht immer auf den dicksten Haufen.
Das kann dann so aussehen, dass ausgerechnet an dem Morgen, an dem ich zwischen Hausputz, Arbeit und Sport noch schnell zum Frisör will, es einen lauten Knall tut und das Wohnzimmerfenster plötzlich von einem schnieken Muster geziert wird.

Was war passiert? War es ein Vogel? War es ein Flugzeug? Nein, und Superman war es auch nicht. Laut Glaser handelt es sich wahrscheinlich um das unglückliche Zusammenspiel zwischen thermischer Spannung im Glas und einer nicht korrekt angebrachten Schraube im Fensterrahmen (Also, nicht dass einer meint, ich hätte in den Fensterrahmen gebohrt – innen im Rahmen sind wohl Schrauben, die das ganze fixieren und ausgerechnet diese eine ist wohl nicht richtig angebracht. Oder so.).
Ein neues Fenster in der Größe muss natürlich erst noch gebaut werden, wir leben hier also momentan mit Sprung in der Schüssel Scheibe. Offenbar bleibt uns unser Indianerfriedhof auch im Haus treu. Sind zufällig Schamanen anwesend?

Fenster hin, Frisörbesuch abgeblasen. Zum Glück gibt es Mützen. Oder Papiertüten.

Man könnte jetzt meinen, dass ich über diese Dinge ein wenig verzweifelt wäre. Besonders angesichts der Tatsache, dass ich für meinen Geburtstag am Samstag (Zaunpfahl…) sowohl das Haus (und zwar inklusive aller Fenster) als auch mein Haupt gerne auf Vordermann gebracht hätte. Ihr wisst schon. Gäste.
Aber ganz ehrlich? Juckt mich alles nicht so sehr. Und das hat verschiedene Gründe:

Erstens kommen nur sehr, sehr wenige Gäste und alle vier werden sicher damit fertig, dass das Fenster kaputt und mein Haar nur so semioptimal ist. Da bin ich mir sicher.
Zweitens habe ich meinen Superschurken an meiner Seite und wir haben ausreichend Erfahrung in solchen Dingen. Besonders darin, dass meine Haare nicht sitzen.
Drittens haben wir genug Schokolade im Haus.
Viertens muss ich das Fenster jetzt nicht mehr putzen.
Fünftens gibt es einiges, was uns abgesehen von Frisuren und Fenstern momentan beschäftigt.

Und sechstens (was auch einen Großteil von fünftens ausmacht) sind wir unter die Sportler gegangen. Ha. Da guckt ihr, ne?
Das kam so: Der Mann will an seine Karriere als Footballspieler anknüpfen.
Jetzt hat er aber seit ziemlich langer Zeit kein Football mehr gespielt und deshalb muss er jetzt ganz schnell ganz fit werden. Und weil das ein ziemliches Unterfangen ist und ich eine gute Frau bin, mache ich mit. Also, nicht bei dem Football. Aber beim Fitwerden.
Das motiviert nicht nur den Man, sondern sorgt auch dafür, dass ich irgendwie entspannter bin. Muckis kriege ich davon hoffentlich auch. Und gesund ist Sport ja sowieso. Ein Wundermittel, quasi.

Und weil so viel Sport auf schlappe Muskeln für Muskeltkater sorgt, schleppe ich mich jetzt in die frisch geputzte Badewanne.

Zauberzeug. // Lippenpflege von Nuxe und Avène.

Zauberzeug-Lippenpflege

Es soll ja Leute geben, die ihr Leben lang komplett ohne Labello und Co auskommen.
Ich jedenfalls gehöre nicht dazu. Ohne Lippenpflegestift gehe ich nicht vor die Tür. Und ohne Creme auf der Schnute gehe ich nicht ins Bett. Ich habe einen Mund, mit dem ich den Spargel quer essen kann, da ist die richtige Pflege überlebenswichtig. Kein Wunder also, dass ich mich durchaus als eine Art Connaisseur in Sachen Lippenpflege bezeichnen würde.

Ich habe sie alle durch. Blistex, EOS, Nivea, Labello, Bebe, Burt’s Bees, The Body Shop… Ich habe Produkte aus der Apotheke probiert und selber Cremes zusammen gerührt.
Vor einiger Zeit fand ich dann den ersten heiligen Gral der Lippenpflege, den Cold Cream Lippenbalsam von Avène.
Während meine Lippen normalerweise schneller rissig werden als mein Geduldsfaden beim Versuch, ein Bahnticket zu kaufen, habe ich mit dem Zeug sogar im Winter keinerlei Probleme mit spröder Haut.

Man sollte also meinen, dass mich für den Rest meines Lebens keine zehn Pferde dazu bringen könnten, von meiner Geheimwaffe abzulassen. Nun sind Beauty Blogger offenbar überzeugender als Pferde und nachdem ich auf einschlägigen Blogs und Youtube-Kanälen immer wieder von diesem Rêve de Miel Zeug von Nuxe hörte, gab irgendetwas in mir nach, ging in den Laden und kaufte nicht nur den Balsam im Tiegel sondern auch noch einen Pflegestift für die Handtasche. Zum Glück, denn die beiden Produkte sind mindestens genauso gut wie der Cold Cream Balsam!
Manchmal gibt es also wider Erwarten mehrere heilige Grale (oder Grals? Gralse? Gralae? Grali?!) und ich habe es geschafft, sie alle zu finden.
Ich bin also quasi der Indiana Jones unter den Lippenpflegegelehrten.

Manch einer behauptet übrigens, dass andere Produkte doch viel besser funktionieren. Pah! Ich, als Connaisseur und quasi Indiana Jones werde es ja wohl wissen müssen. Oder?
Gehört ihr etwa auch zu denen, die auf die gute alte Nivea Creme schwören? Kokosnussöl? Butter?!